Coronavirus: Kreis Hildburghausen bundesweiter Covid-Hotspot

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten November heißt es nun wieder: Lockdown!

Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!
Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!  © Christoph Soeder/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 936.077 Infektionen bestätigt. 14.178 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während 606.327 als genesen gelten (Stand 23. November, 14 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 12,24 Millionen Infizierte und 256.798 Tote wurden bereits erfasst (Stand 23. November, 14 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 58,76 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.390.003 Todesfälle (Stand 23. November, 14 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 23. November, 19.34 Uhr: Autovermieter Sixt traut sich wieder Prognose zu

Der Autovermieter Sixt traut sich wieder eine Prognose zu. Sixt erwarte für das Geschäftsjahr 2020 einen operativen Konzernumsatz von 1,5 Milliarden Euro, teilte der SDax-Konzern am frühen Montagabend mit. Das Management rechnet zudem vor Steuern mit einem Verlust von 70 bis 95 Millionen Euro. Die Aktie zeigte sich nachbörslich wenig bewegt.

Die Corona-Krise hat das Geschäft von Sixt hart getroffen. 2019 lag der Umsatz noch bei 2,5 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern lag bei 308 Millionen Euro. Im August hatte Sixt die Prognose für 2020 zurückgezogen.

Update, 23. November, 19.19 Uhr: England kehrt nach Teil-Lockdown zu Corona-Warnstufen-System zurück

England kehrt nach einem vierwöchigen Teil-Lockdown Anfang Dezember wieder zu einem Warnstufen-System mit regionalen Corona-Beschränkungen zurück.

"Wir werden zu einem regionalen Ansatz mit verschiedenen Stufen zurückkehren - und dort die strengsten Maßnahmen einführen, wo Covid am präsentesten ist", sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in einer virtuellen Ansprache an das Londoner Parlament. Dabei sollen die Maßnahmen gegenüber den vor dem Teil-Lockdown geltenden Stufen verschärft werden.

Welche Regionen in welche der drei Risikostufen - mittel, hoch oder sehr hoch - eingruppiert würden, soll im Laufe der Woche bekanntgegeben werden. Außerdem sollen über Weihnachten für wenige Tage auch Treffen mit den Angehörigen mehrerer Haushalte erlaubt sein.

Update, 23. November, 19.14 Uhr: Goldpreis fällt auf viermonatigen Tiefstand

Überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA haben dem Goldpreis am Montag einen heftigen Schlag versetzt. Am frühen Abend fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1831 US-Dollar. Das waren fast 40 Dollar weniger als am Freitag. Zudem wurde der tiefste Stand seit etwa vier Monaten erreicht. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach.

Auslöser des Preissturzes waren Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Unternehmensstimmung hellte sich im November trotz der heftigen Corona-Welle, die die USA derzeit heimsucht, stark auf. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens Markit stieg auf den höchsten Stand seit gut fünfeinhalb Jahren. Analysten hatten dagegen mit einer Eintrübung gerechnet. Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem ersten Eindruck nach der US-Präsidentenwahl und einem sehr ermutigenden Umfrageergebnis.

Der Goldpreis ist stark gefallen.
Der Goldpreis ist stark gefallen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 23. November, 19.09 Uhr: Dax stagniert - Impfstoff-Hoffnungen verpuffen

Neue Erfolgsmeldungen bei der Bekämpfung von Corona-Infektionen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag nicht nachhaltig gestützt. Der Dax büßte zwischenzeitliche Gewinne von mehr als einem Prozent ein und rutschte am Ende noch leicht ins Minus.

Auch an der tonangebenden Wall Street in den USA ließ der Schwung zuletzt nach. Der Antikörper-Cocktail des Biotech-Unternehmens Regeneron erhielt eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Zudem gab der Pharmakonzern Astrazeneca für seinen Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 70 Prozent bekannt.

Update, 23. November, 19.06 Uhr: Kretschmann will Weihnachtsferien verlängern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) ist wegen der Corona-Pandemie für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend.

In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18.12. (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren.

Update, 23. November, 18.53 Uhr: Kreis Hildburghausen bundesweiter Corona-Hotspot

Nachdem der Südthüringer Landkreis Hildburghausen einen bundesweiten Höchstwert beim Corona-Infektionsgeschehen erreicht hat, werden dort alle Kitas und Schulen geschlossen. Das gelte ab Mittwoch, hieß es am Montag aus dem Gesundheitsministerium.

Der Landkreis und die Landesregierung hatten sich auf diesen Schritt verständigt. Für den gesamten Landkreis sind zudem strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen geplant.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreichte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner am Montag im Kreis Hildburghausen den Stand von 396. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz laut RKI höher. Ein Abschwächen ist nach Einschätzung des Landrats Thomas Müller vorerst auch nicht in Sicht.

Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.
Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.  © Martin Schutt/dpa

Update, 23. November, 18.49 Uhr: Umsatzeinbruch bei Modeunternehmen S.Oliver

Das Modeunternehmen S.Oliver ist wegen der Corona-Krise in schwieriges Fahrwasser geraten. In diesem Jahr erwartet der unterfränkische Bekleidungshersteller einen Umsatzrückgang von zwanzig Prozent, wie die Geschäftsführung am Montag mitteilte.

Schon 2019 waren die Umsätze um gut fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, der Gewinn allerdings noch gestiegen. In diesem Jahr erwartet S.Oliver ein negatives Betriebsergebnis. Dabei spielen aber auch die laut Unternehmen einmaligen Kosten für die bereits vor dem Corona-Lockdown angekündigte Restrukturierung eine Rolle.

Weltweit beschäftigt S.Oliver noch 5100 Menschen. Offensichtlich hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten international von vielen Mitarbeitern getrennt, im März waren es laut damaliger Mitteilung noch 6100.

Update, 23. November, 18.20 Uhr: Aktuelle Lage in Deutschland

Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland weiterhin. Die meisten bestätigten Fälle gibt es derzeit mit Abstand in Berlin, gefolgt von Sachsen, Bayern und Hessen.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.  © Montage: Grafik TAG24, 123rf.com/maridav

Update, 23. November, 18.17 Uhr: Neue Corona-Regeln werden noch härter

Keine Silvesterböller, Weihnachten nur im engen Familien-Kreis, Masken auch für Schüler ab Klasse 7 - die geplanten neuen Pandemieregeln haben es noch mal in sich.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.  © Florian Gaertner/photothek.de

Update, 23. November, 18 Uhr: Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

Bei Demonstrationen der Organisation "Querdenken" ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den "Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden", sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung "Main-Post".

"So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel", kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer "Querdenken"-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

In Karlsruhe hatte eine Elfjährige jüngst eine Rede vorgelesen, in der sie sagte, ihre Geburtstagsfeier sei anders gewesen als früher: "Wir mussten die ganze Zeit leise sein, weil wir sonst vielleicht von unseren Nachbarn verpetzt worden wären. Ich fühlte mich wie bei Anne Frank im Hinterhaus."

Update, 23. November, 17.48 Uhr: WHO-Chef Tedros: Licht am Ende des langen Corona-Tunnels wird heller

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hält nach den jüngsten Meldungen zur Wirkung der neuen Corona-Impfstoffe ein Ende der Corona-Pandemie für möglich. "Mit den jüngsten positiven Angaben aus den Impftestreihen wird das Licht am Ende dieses langen, dunklen Tunnels heller", sagte Tedros am Montag in Genf. "Es gibt jetzt eine reale Hoffnung, dass Impfstoffe - zusammen mit den bewährten Maßnahmen öffentlicher Gesundheit - helfen werden, die Covid-19-Pandemie zu beenden."

Tedros appellierte an die wohlhabenden Länder, mehr Geld für die Unterstützung ärmerer Länder bereitzustellen. "Dies ist kein Akt der Wohltätigkeit", sagte Tedros. "Es ist der schnellste und smarteste Weg, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und die Weltwirtschaft wieder anzukurbeln."

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, spricht während einer Pressekonferenz.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, spricht während einer Pressekonferenz.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 23. November, 17.36 Uhr: Spielwarenbranche trotzt der Corona-Krise

Die Spielwarenbranche erwartet trotz der Corona-Krise ein gutes Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze könnten auf Vorjahresniveau liegen, sagte Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in Nürnberg.

Die Spielwarenbranche zähle zu den Gewinnern der Pandemie. "Die Entwicklung zeigt erneut, dass an Spielzeug nicht gespart wird." Umsatzzahlen für 2020 und einen Ausblick aufs kommende Jahr wollen Hersteller und Händler am Dienstag auf einer virtuellen Pressekonferenz vorstellen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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