Coronavirus: Quarantäne-Brechern in Göttingen droht die Einweisung

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen zunächst beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.
Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland kann, mit einer Schutzmaske über Mund und Nase, größtenteils aufatmen und sich an die "Neue Normalität" gewöhnen.

Unter Auflagen (Abstand halten und Gesichtsmaske tragen) können alle Geschäfte wieder öffnen. Auch jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer noch mindestens einmal in die Schule oder Kita gehen.

Restaurants, Cafés, Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenfalls unter teils erheblichen Einschränkungen wieder öffnen. Jedes Bundesland legt hierfür eigene Regeln fest. Selbst Freizeitparks und Freibäder dürfen unter strengen Voraussetzungen vielerorts wieder öffnen.

Mittlerweile gibt es 183.771 bestätigte Infektionen in Deutschland. Außerdem 8557 Todesfälle und 165.632 Genesene (Stand 2. Juni, 14.49 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit die meisten Fälle - über 1,81 Millionen. 105.147 Menschen sind bereits gestorben (Stand 2. Juni, 14.49 Uhr).

Weltweit gibt es über 6,29 Millionen bestätigte Fälle und mehr als 376.177 Todesfälle (Stand 2. Juni, 14.49 Uhr).

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Update, 2. Juni, 16.18 Uhr: Corona-Infektion an Plauener Grundschule - Mitschüler in Quarantäne

Nach einer nachgewiesenen Corona-Infektion an einer Plauener Grundschule müssen 15 Mitschüler sowie eine Lehrerin für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ein Siebenjähriger sei in der vergangenen Woche mit leichten Symptomen erkrankt und der Schule sofort fern geblieben, teilte das Landratsamt Vogtlandkreis am Dienstag mit. Die Grundschule sei gut vorbereitet gewesen und habe rechtzeitig reagiert, hieß es.

Update, 2. Juni, 15.52 Uhr: Corona-Regeln in Thüringen sollen bis Mitte Juni verlängert werden

Die Ende der Woche auslaufende Verordnung mit Beschränkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll noch bis Mitte Juni verlängert werden.

Dies plane die Landesregierung noch im Laufe der Woche, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag. Für eine neue Verordnung, die zahlreiche Änderungen unter anderem im Bildungsbereich sowie eine weitgehende Aufhebung der Kontaktbeschränkungen vorsieht, gibt es bereits einen Entwurf. Das Kabinett soll die neuen Regeln am 9. Juni beschließen; in der darauffolgenden Woche sollen sie in Kraft treten, hieß es.

Bisher dürfen sich in Thüringen nur Menschen zweier Haushalte treffen. Die neuen Pläne sehen dafür keine Vorgaben, sondern nur noch Empfehlungen vor.

Update, 2. Juni, 15.34 Uhr: Mehr Hartz-IV-Aufstocker wegen Corona

Zehntausende Arbeitnehmer und Selbstständige haben in der Corona-Krise wegen wegbrechender Einnahmen zusätzliche Unterstützung beim Jobcenter beantragt.

Die Linke im Bundestag verweist auf entsprechende Daten der Bundesagentur für Arbeit. Demnach gab es im April rund 51.000 Arbeitnehmer und 33.000 Selbstständige, die neu in der Statistik der Hartz-IV-Aufstocker auftauchten. Üblicherweise zählt die Monatsstatistik der BA in diesem Bereich bei den Selbstständigen weniger als 2000 und bei den Arbeitnehmern höchstens 10.000 bis 13.000 Neuzugänge pro Monat.

Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei vielen neu gemeldeten "Aufstockern" im April um Menschen auf Kurzarbeit handelt.

Besonders viele Menschen kamen laut der Statistik aus dem Bereich "personenbezogene Dienstleistungsberufe". Das sind unter anderem Beschäftigte und Selbstständige aus der Gastronomie oder aus Kunst und Kultur.

"Das ist erst der Anfang. Die Aufstockerzahlen werden mit Sicherheit weiter zunehmen. Das muss auf jeden Fall verhindert werden", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann. Die Linke fordert eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent des Nettogehalts und Hilfen zum Lebensunterhalt für Selbstständige.

Menschen, deren Einkommen nicht für den Lebensunterhalt reicht, können dieses durch Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Die Bundesagentur für Arbeit selbst spricht nicht von "Aufstockern", sondern von "Ergänzern" oder "erwerbstätigen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten".

Update, 2. Juni, 15.12 Uhr: 54 Neuinfektionen in NRW - davon allein 14 in Essen

Das Landesgesundheitsministerium hat am Dienstag 54 Corona-Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 38.081 angestiegen ist. Die meisten (14) gab es in Essen.

Innerhalb eines Tages starb ein Mensch infolge einer Corona-Infektion, im Zuge der Pandemie sind bisher 1598 Menschen in NRW gestorben.

Dem Landesgesundheitsministerium zufolge veränderte sich die Zahl der Genesenen bis Dienstag nicht (33.892), weil die kommunalen Gesundheitsämter über Pfingsten keine aktuellen Zahlen dazu vermeldeten. Rund 2590 Menschen sind den Zahlen zufolge aktuell infiziert.

Update, 2. Juni, 14.58 Uhr: 47.298 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2472 Tote

In Bayern sind inzwischen 47 298 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2472 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.140 Menschen.

Update, 2. Juni, 14.47 Uhr: 10.060 Corona-Infektionen in Hessen - keine neuen Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen um 13 Fälle gestiegen. Das Sozialministerium in Wiesbaden berichtete am Dienstag von insgesamt 10.060 Infektionen (Stand 14.00 Uhr).

Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle lag bei 480 - was gegenüber dem Vortag keinen weiteren Anstieg bedeutete. In der Statistik des Ministeriums werden lediglich Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden.

Eine mögliche Verschärfung der Corona-Auflagen ist weiterhin nicht zu erwarten, denn die Städte und Kreise in Hessen sind weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Der höchste Wert mit 14 wurde im Kreis Hersfeld-Rotenburg registriert, in fünf Kommunen und Kreisen lag er bei 0.

Update, 2. Juni, 14.36 Uhr: Krisenstab droht Quarantäne-Brechern in Göttingen mit Einweisung

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen mit knapp 70 Infizierten hat der Krisenstab der Landesregierung möglichen Quarantäne-Brechern mit einer Einweisung gedroht.

Wer sich nicht an eine Quarantäne-Auflage halte, begehe eine Straftat und könne vom Gericht in eine geschlossene Einrichtung überstellt werden, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

Weil Dutzende mögliche Betroffene in Göttingen über das Pfingstwochenende zunächst nicht freiwillig zu einem Test erschienen seien, sei das Gesundheitsamt mit Unterstützung der Polizei bei den Menschen vorstellig geworden. "Das läuft jetzt auch", meinte Schröder zum Erfolg des "robusten Zugehens" auf die Betroffenen.

Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen 68 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Über das Pfingstwochenende seien 166 Menschen getestet worden, sagte Schröder.

Es seien mehr als 300 Kontaktpersonen über den Großraum Göttingen hinaus auch in Thüringen und Nordrhein-Westfalen ermittelt worden.

Taxen stehen vor dem Haupteingang an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).
Taxen stehen vor dem Haupteingang an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).  © Swen Pförtner/dpa

Update, 2. Juni, 14.23 Uhr: Nach Corona-Fall an Schule im Eichsfeld mehr als 60 Menschen getestet

Nach dem Corona-Fall an einer Regelschule in Worbis (Eichsfeldkreis) sind 13 Lehrkräfte der Schule sowie Schüler und Verwaltungspersonal auf das Virus getestet worden.

Insgesamt seien 62 Tests genommen worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Dienstag. Ergebnisse sollen frühestens am Mittwoch vorliegen. Von deren Ausgang hängt ab, ob der Unterricht regulär fortgesetzt werden kann oder nicht.

An der Schule mit 200 Schülern hatte sich eine Lehrkraft mit dem Coronavirus angesteckt. Bei weiteren nachgewiesenen Infektionen müsste die Schule laut Landratsamt bis auf weiteres geschlossen werden.

Schüler zweier Klassen, die von der Lehrkraft in der vergangenen Woche mehr als eine Stunde unterrichtet worden waren, wurden in häusliche Quarantäne geschickt. Schülern mit Kontakt von weniger als einer Stunde sei das Tragen eines Mundschutzes empfohlen worden, sagte der Sprecher.

Update, 2. Juni, 14.10 Uhr: Hamburger Freibäder am ersten Tag gut besucht

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 26 Grad sind die Hamburger Freibäder an ihrem ersten Öffnungstag gut besucht gewesen.

"Hier läuft alles so, wie wir es uns erhofft haben", sagte Bäderland-Pressesprecher Michael Dietel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In einigen Freibädern war das zur Verfügung stehende Kontingent an Karten am Mittag bereits ausgeschöpft.

In Hamburg öffneten die Sommerfreibäder Aschberg, Marienhöhe, Osdorfer Born, Neugraben und Rahlstedt. Natur-, Hallen- und Kombibäder wie das Kaifu-Bad in Hamburg-Eimsbüttel blieben noch geschlossen. Wann diese geöffnet werden können, steht nach Angaben des Sprechers noch nicht fest.

Die Besucher mussten sich an Abstands- und Hygieneregeln halten - und taten dies den Angaben zufolge auch. Rutschen und Sprungtürme blieben gesperrt, auch die Umkleiden und Duschen blieben geschlossen. Je nach Beckengröße wurde auch die Zahl der Gäste begrenzt. Eintrittskarten mussten zuvor online gebucht werden.

Ein junger Mann landet nach einem Sprung vom Drei-Meter-Brett im Kaifu-Bad im Wasser. (Archivbild)
Ein junger Mann landet nach einem Sprung vom Drei-Meter-Brett im Kaifu-Bad im Wasser. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 2. Juni, 13.35 Uhr: Keine Neuinfektion in Brandenburg mit dem Coronavirus

In Brandenburg ist nach dem Pfingstwochenende keine Neuinfektion mit dem Coronavirus bekannt geworden.

Von Montag auf Dienstag (Stand 8.00 Uhr) wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums kein neuer Fall gemeldet. Von Samstag zu Sonntag waren es vier bestätigte Neuinfektionen, von Sonntag auf Montag drei.

Seit Anfang März wurden damit 3286 Covid-19-Patienten erfasst. Akut erkrankt sind rund 110 Menschen. 29 Personen werden stationär behandelt, davon drei intensivmedizinisch.

Etwa 3010 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, liegt seit vergangenem Samstag bei 170.

Corona-Schwerpunkt des Landes ist nach wie vor Potsdam mit 632 bestätigten Infektionen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 551 erfassten Fällen und dem Kreis Barnim mit 409 bestätigten Infektionen. Die wenigsten Fälle wurden mit 25 im Landkreis Prignitz erfasst, gefolgt von der Stadt Frankfurt (Oder) mit 29 Infizierten.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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