Coronavirus: Lauterbach findet Debatte über Impf-Privilegien zurzeit sinnlos

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt über 2,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.840.970 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 52.296 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 25,14 Millionen Infizierte und 419.209 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 99,1 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.129.418 Todesfälle (alle Angaben Stand 25. Januar, 8 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 25. Januar, 11.43 Uhr: Umfrage - Hälfte der Deutschen begrüßt offene EU-Grenzen trotz Corona

Trotz kritischer Corona-Lage in vielen EU-Staaten hat etwas mehr als die Hälfte der Deutschen die vorerst offen gelassenen Grenzen in der EU befürwortet. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov begrüßten 53 Prozent der Befragten das Bekenntnis der EU-Staaten, Grenzen für Pendler offen zu halten. 29 Prozent lehnten dies ab, knapp jeder Fünfte machte keine Angabe.

55 Prozent der Westdeutschen sprachen sich in der Umfrage etwas häufiger für offene Grenzen aus als Menschen aus Ostdeutschland (50 Prozent). In Sachsen gilt seit der vergangenen Woche eine wöchentliche Testpflicht für Grenzpendler, die etwa aus Tschechien kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche verbindliche Corona-Tests für Pendler in allen deutschen Grenzregionen mit hohen Infektionszahlen gefordert.

Update, 25. Januar, 10.39 Uhr: Corona in den USA - Mehr als 130.400 Neuinfektionen

In den USA haben sich 130.485 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der erfassten Toten erreichte am Sonntag 1769, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagvormittag hervorging.

Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen wurde am 02. Januar mit 298.031 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 419.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 25. Januar, 10.20 Uhr: Lauterbach findet Debatte über Impf-Privilegien zurzeit sinnlos

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann der derzeitigen Debatte über Privilegien für bereits gegen Covid-19 Geimpfte nichts abgewinnen. Zum jetzigen Zeitpunkt habe sie "keinen Sinn", sagte er. Es fehle der breite Zugang zum Impfstoff ebenso wie wissenschaftliche Daten zu einer möglicherweise anhaltenden Ansteckungsgefahr von Geimpften.

Es sei ungewiss, ob geimpfte Menschen das Coronavirus weiter verbreiten. "Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen komplett die Daten", sagte Lauterbach am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

FDP-Politiker Marco Buschmann stimmte Lauterbach bezüglich der fehlenden wissenschaftlichen Studien zu. Trotzdem sei es rechtlich schwierig, den Menschen weiterhin Freiheitsrechte zu entziehen, wenn feststehen sollte, dass geimpfte Menschen weder selbst krank werden noch andere anstecken könnten. "Dann gibt es keinen Grund den Menschen ihre verfassungsrechtlich verbrieften Rechte vorzuenthalten", sagte Buschmann.

Karl Lauterbach spricht bei einer Sitzung des Bundestages.
Karl Lauterbach spricht bei einer Sitzung des Bundestages.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. Januar, 9.37 Uhr: Kritik an Boris Johnson wegen Schulschließungen wächst

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät in der eigenen Partei unter Druck, sobald wie möglich wieder die Schulen zu öffnen. Die sind aktuell wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Mehrere Parlamentsabgeordnete von Johnsons konservativer Partei stellten sich nun hinter eine Elternkampagne, Kinder nach den Halbjahresferien Mitte Februar wieder in die Schulen zu lassen. Der Chef des Bildungsausschusses, Robert Halfon, forderte am Montag in der BBC einen klaren Plan der Regierung für Schulöffnungen.

Die frühere Staatsministerin Esther McVey sagte, Schulkinder seien "die vergessenen Opfer der Pandemie", wie die Zeitung "Telegraph" berichtete.

Update, 25. Januar, 9 Uhr: Türkei erhält 6,5 Millionen weitere Dosen des chinesischen Impfstoffs

Die Türkei hat die zweite Ladung des Corona-Impfstoffs der chinesischen Firma Sinovac erhalten. Am frühen Montagmorgen sei eine Lieferung von 6,5 Millionen Dosen in Istanbul eingetroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Ende Dezember hatte die Türkei bereits drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten.

Das Land mit seinen rund 83 Millionen Einwohner hatte seine Impfkampagne mit CoronaVac am 14. Januar gestartet. Seitdem sind nach offiziellen Angaben rund 1,3 Millionen Menschen geimpft worden.

Ankara: Eine Frau sitzt mit Mund-Nasen-Schutz an einer Straße auf einer Bank.
Ankara: Eine Frau sitzt mit Mund-Nasen-Schutz an einer Straße auf einer Bank.  © Burhan Ozbilici/AP/dpa

Update, 25. Januar, 8.51 Uhr: Trotz Corona Party gegenüber von Polizeiinspektion

Ihren 28. Geburtstag hat eine Frau in Oberfranken trotz der geltenden Corona-Regeln mit mehreren Gästen gefeiert - direkt gegenüber der Polizeiinspektion. Die Veranstalterin der Party in Forchheim und ihre acht Gäste erwarte nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Beamten wurden am Sonntagabend durch die Beschwerde einer Nachbarin auf die Feier aufmerksam. Gefeiert wurde in der Wohnung der 28-Jährigen, die in einem Mehrfamilienhaus lebt.

Update, 25. Januar, 8 Uhr: Neuseeland meldet ersten lokal übertragenen Corona-Fall seit November

Im für seinen erfolgreichen Kampf gegen die Corona-Pandemie bekannten Neuseeland ist erstmals seit November wieder ein lokal übertragener Infektionsfall bestätigt worden.

Es handele sich um eine 56-jährige Frau, die sich nach ihrer Rückkehr aus Europa zwei Wochen lang in einem Quarantänehotel in Auckland aufgehalten habe, teilten die Gesundheitsbehörden in dem Inselstaat im Südpazifik mit.

Dort sei sie zwei Mal negativ auf das Virus getestet worden. Erst nachdem sie in ihre Heimatregion Northland auf der Nordinsel zurückgekehrt sei, habe sie Symptome gezeigt und sei positiv getestet worden, hieß es. Bei dem Virus handele es sich um die neue, ansteckendere Virus-Mutation aus Südafrika, bestätigte der Minister für Covid-19-Bekämpfung, Chris Hipkins. Die Frau habe sich allem Anschein nach bei einer anderen Person im Quarantänehotel angesteckt.

Autos sind auf dem Weg zum schneebedeckten Vulkan Ngauruhoe, einem der Ski-Gebiete des Landes. Wie in vielen anderen Ländern leidet die neuseeländische Tourismusbranche stark unter der Corona-Krise.
Autos sind auf dem Weg zum schneebedeckten Vulkan Ngauruhoe, einem der Ski-Gebiete des Landes. Wie in vielen anderen Ländern leidet die neuseeländische Tourismusbranche stark unter der Corona-Krise.  © Guo Lei/XinHua/dpa

Update, 25. Januar, 6.30 Uhr: Australien lässt Biontech/Pfizer-Impfstoff zu

Mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat Australien erstmals ein Vakzin gegen den Erreger Sars-CoV-2 zugelassen. Mit den Impfungen solle gegen Ende Februar begonnen werden, teilte das Büro von Premierminister Scott Morrison am Montag mit. Morrison sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen das Coronavirus.

Wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete, sollen die Impfungen in 30 bis 50 Krankenhäusern beginnen, wo zunächst ältere und behinderte Patienten sowie Gesundheitsarbeiter geimpft werden sollen.

Australien ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden laut Johns-Hopkins-Universität bisher erst 28 777 Ansteckungen und 909 Todesfälle registriert. Vor Weihnachten hatte es während rund sieben Wochen überhaupt keine nachgewiesenen Neuinfektionen gegeben.

Update, 25. Januar, 5.30 Uhr: Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

US-Präsident Joe Biden (78) wird schon am Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern. Zudem sollen zum Schutz vor einer neuen Variante des Coronavirus auch Einreisen aus Südafrika gleichermaßen begrenzt werden, wie am Sonntag aus dem Weißen Haus verlautete.

Zuvor hatten unter anderem die Sender CNN und NBC übereinstimmend über die weithin erwartete Änderung berichtet.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump (74) hatte vor etwa einer Woche ein Ende des Einreisestopps angeordnet. Bidens Team erklärte aber umgehend, dass die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland und Brasilien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung wieder eingeführt würden.

US-Präsident Joe Biden (78) wird schon am Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern.
US-Präsident Joe Biden (78) wird schon am Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 25. Januar, 4.40 Uhr: Drohnen-Start-up kann Impfstoffe in entlegene Winkel liefern

Das hessische Start-up Wingcopter macht sich bereit, mit Drohnen Corona-Impfstoffe in entlegene Gegenden der Welt auszuliefern.

"Bereits vor der Krise haben wir in einem erfolgreichen Pilotprojekt im südpazifischen Inselstaat Vanuatu 19 Dörfer beliefert", berichtet Wingcopter-Geschäftsführer Tom Plümmer in Darmstadt. Aktuell unterhalte man im afrikanischen Malawi in Zusammenarbeit mit Unicef und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Liefernetzwerk für Medikamente und bilde gleichzeitig an einer Akademie lokale Drohnenexperten aus.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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