Coronavirus: Mehr als 30 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.
Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

In Deutschland wurden mittlerweile 269.048 Infektionen bestätigt. 9376 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion, während 238.700 weitere als genesen gelten (Stand 18. September, 6 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 6,67 Millionen Infizierte und 197.363 Tote wurden bereits erfasst (Stand 18. September, 6 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 30 Millionen bestätigte Infektionen und 944.887 Todesfälle (Stand 18. September, 6 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 18. September, 5.14 Uhr: Knapp unter 2000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267 773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 18.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9378. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 238 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Update, 18. September, 5.00 Uhr: Große Nachfrage bei Bootsbauern trotz Corona-Krise

Deutsche Bootshersteller profitieren in der Corona-Krise von der großen Zahl an Deutschland-Urlaubern. "Nach dem strengen Lockdown bis Ende April haben die Sommermonate den Ausfall vielerorts mehr als wettgemacht", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Boots- und Schiffbau-Verbands, Claus-Ehlert Meyer. Manche Hersteller berichten von Auftragssteigerungen von bis zu 70 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

Besonders Einsteigerprodukte wie kleine Motorboote, deren Fahrer keinen Führerschein benötigen, seien gefragt. "Der Markt ist durch neue Kunden tatsächlich vergrößert worden", sagte Meyer. "Viele haben wohl schon lange über einen Kauf nachgedacht und jetzt das Geld vom stornierten Urlaub dafür genutzt." Die Branche blicke deshalb "nicht pessimistisch" auf das kommende Jahr. 

Update, 18. September, 4.50 Uhr: Folgen der Corona-Krise bei FIFA-Online-Kongress im Fokus

Bei seiner Wiederwahl vor gut einem Jahr präsentierte sich Gianni Infantino noch als erfolgreicher Reformer. "Die Organisation hat sich von einem toxischen, fast kriminellen Zustand gewandelt zu einem Zustand, wie er sein sollte", sagte der FIFA-Präsident im Juli 2019 in Paris kurz vor dem Start seiner zweiten Amtszeit. "Niemand spricht mehr von Skandalen, niemand spricht mehr von Korruption."

Beim 70. Kongress des Fußball-Weltverbands am Freitag (15.00 Uhr) wird nun mit Spannung erwartet, ob und wie Infantino vor den via Video-Konferenz zugeschalteten Delegierten das Strafverfahren in der Schweiz gegen ihn selbst thematisiert. Die FIFA hatte vor einem Monat mitgeteilt, dass der Weltverbandschef von der hauseigenen Ethikkommission trotz schwerwiegender Vorwürfe nicht sanktioniert wird.

Wegen der Coronavirus-Krise hält der Weltverband erstmals einen Kongress online ab, die Versammlung der 211 Mitgliedsverbände hätte eigentlich in Addis Abeba zusammenkommen sollen. Die Folgen der Pandemie dürften beim Kongress im Vordergrund stehen.

Die FIFA hatte zuletzt beschlossen, dass den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Die Gelder sollen bis zum Januar 2021 an die Mitgliedsverbände fließen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei einer Pressekonferenz nach einem FIFA Council Meeting.
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei einer Pressekonferenz nach einem FIFA Council Meeting.  © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Update, 18. September, 4.44 Uhr: Corona-Lage könnte sich laut Drosten auch hierzulande zuspitzen

Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, "dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England", sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte, "dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders".

"Es gibt ein paar Details, die vielleicht bei uns anders sind als in Südeuropa. Unsere Haushalte sind häufig kleiner, wir haben mehr Einpersonenhaushalte", sagte Drosten. Es gebe weniger Mehr-Generationen-Familien, in denen das Virus über die Altersgrenzen sehr leicht verbreitet werde. "Das sind sicher Unterschiede. Aber ansonsten ist Deutschland nicht viel anders als diese europäischen Nachbarländer. Darum müssen wir da sehr vorsichtig sein und sehr genau beobachten, wie es jetzt weitergeht."

Die Testhäufigkeit sei in Deutschland zwar extrem groß - aber erst seit dem Beschluss, Reiserückkehrer zu testen, sagte Drosten. "Das ist eine Testhäufigkeit, die wir in Deutschland so nicht mehr lange durchhalten können." Die Grund-Testtätigkeit, die man vorher in Deutschland gehabt habe und bald wieder haben werde, sei nicht viel höher als in anderen europäischen Nachbarländern. Der Kern der Infektionsüberwachung sei bei uns nur wenig stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. "Darum müssen wir schon die Zahlen ernstnehmen."

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin, aufgenommen bei einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Coronavirus Infektionen.
Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin, aufgenommen bei einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Coronavirus Infektionen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 18. September, 4.00 Uhr: Zweiter Lockdown in Israel - Neue Restriktionen treten in Kraft

Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag (14.00 Uhr Ortszeit/13.00 Uhr MESZ) an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen sollen mindestens drei Wochen gelten.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstagabend, angesichts der hohen Infektionszahlen der letzten Tage könnte eine weitere Verschärfung der Maßnahmen notwendig werden. "Ich werde nicht zögern, zusätzliche Beschränkungen zu verhängen, falls die Notwendigkeit besteht", sagte er.

Viele Länder haben zuletzt mit lokalen Maßnahmen auf wieder gestiegene Corona-Zahlen reagiert. Israel ergreift nun aber landesweite Maßnahmen und ist damit weltweit ein Vorreiter.

Die Opposition kritisiert den Corona-Kurs der Regierung und den zweiten Lockdown scharf. Die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei mehr als 20 Prozent. Oppositionsführer Jair Lapid sagte zuletzt, die Bürger würden bestraft, weil die Regierung versagt habe. "Dieser Lockdown ist ein Fehler, er ist ein Desaster."

Israels Regierung hatte bereits im Frühjahr einen Lockdown verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Damit erzielte sie Erfolge, nach Lockerungen stiegen die Zahlen jedoch wieder an. Zuletzt kletterte die Zahl der täglichen Neuinfektionen wiederholt auf Rekordwerte. Im Mai lagen sie lange im zweistelligen Bereich.

Israel, Tel Aviv: Ein Demonstrant hält ein Schild gegen den israelischen Premierminister Netanjahu und die landesweite Coronavirus-Sperre.
Israel, Tel Aviv: Ein Demonstrant hält ein Schild gegen den israelischen Premierminister Netanjahu und die landesweite Coronavirus-Sperre.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Update, 18. September, 3.38 Uhr: "The Batman"-Dreh läuft nach Pause wegen Corona-Fall wieder an

Die Dreharbeiten zu "The Batman" in England sind nach einer Corona-Quarantäne wieder angelaufen. Dies teilte das Studio Warner Bros. am Donnerstag nach Berichten der US-Branchenblätter Variety und Hollywood Reporter mit. Nach einem positiven Covid-19-Test am Set war der Shoot am 3. September gestoppt worden. Ein Mitglied des Produktions-Teams sei positiv getestet worden und befinde sich in Quarantäne, hieß es damals. Warner Bros. machte aber keine Angaben über die infizierte Person.

Die "Batman"-Dreharbeiten mit dem britischen "Twilight"-Star Robert Pattinson waren im Januar unter der Regie von US-Regisseur Matt Reeves ("Planet der Affen") angelaufen, dann aber wegen der Corona-Pandemie Mitte März ausgesetzt worden. Erst Anfang September waren sie in dem Studio Leavesden in der Nähe von London wieder aufgenommen und schon kurz danach eingestellt worden.

Neben Pattinson spielen in "The Batman" auch Zoe Kravitz, Paul Dano, Colin Farrell und Andy Serkis mit. Der Film soll im Oktober 2021 in die Kinos kommen.

Update, 18. September, 3.21 Uhr: Clubs müssen Südamerikas Nationalspieler trotz Corona freistellen

Neymar, Lionel Messi und alle weiteren südamerikanischen Nationalspieler müssen ihren Nationalteams bei der WM-Qualifikation im Oktober zur Verfügung stehen. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol habe entsprechende Zusicherungen der FIFA erhalten, berichtete die US-Nachrichtenagentur AP am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Angaben des Verbandes. 

Die Clubs müssen ihre Nationalspieler demnach auch dann freistellen, wenn die Heimatländer oder Länderspielorte in den Ländern ihrer Vereine als Corona-Risikogebiet gelten und bei der Rückkehr nach Europa eine Quarantäne droht.

Der Brasilianer Neymar von Paris Saint-Germain hatte sich erst vor kurzem mit dem Coronavirus infiziert. Der Start für die WM-Qualifikations-Partien in Südamerika ist für den 8. und 13. Oktober vorgesehen.

Der Brasilianer Neymar von Paris Saint-Germain hatte sich erst vor kurzem mit dem Coronavirus infiziert.
Der Brasilianer Neymar von Paris Saint-Germain hatte sich erst vor kurzem mit dem Coronavirus infiziert.  © Jack Chan/XinHua/dpa

Update, 18. September, 1.24 Uhr: Ex-Beraterin von Pence kritisiert Trumps Corona-Politik

Eine frühere Beraterin von US-Vizepräsident Mike Pence hat schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhoben. Olivia Troye sagte der Washington Post, Trumps Reaktion auf die Krise habe eine "völlige Missachtung menschlichen Lebens" gezeigt. Ihm sei es vor allem um die Wirtschaft und um seine Wiederwahl gegangen. Troye beriet Pence nach Angaben der Washington Post bis zu ihrem Ausscheiden im August unter anderem zum Coronavirus. Sie nahm demnach in dieser Funktion an Sitzungen der Coronavirus-Task-Force teil, der Pence vorsteht.

In einem Video, das die Gruppe "Republikanische Wähler gegen Trump" am Donnerstag veröffentlichte, sagte Troye mit Blick auf das Virus: "Gegen Mitte Februar wussten wir, dass die Frage nicht war, ob Covid eine große Pandemie hier in den Vereinigten Staaten würde, sondern wann. Aber der Präsident wollte das nicht hören, weil seine größte Sorge war, dass wir in einem Wahljahr sind." Hätte Trump das Virus ernstgenommen, hätte er dessen Ausbreitung verlangsamt. Trump zieht als Kandidat der Republikaner in die Wahl am 3. November.

In dem Video zitiert Troye Trump aus einem Task-Force-Treffen mit den Worten: "Vielleicht ist diese Covid-Sache eine gute Sache. Ich mag es nicht, anderer Menschen Hände zu schütteln. Ich muss die Hände dieser abscheulichen Menschen nicht schütteln." Troye sagte, sie sei ihr Leben lang eine Anhängerin der Republikaner gewesen. Sie werde nun aber den Kandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, wählen - "weil ich wirklich glaube, dass wir uns in einer Zeit der Verfassungskrise befinden. Unter diesen Umständen steht das Land über der Partei".

Pence wies die Vorwürfe zurück. Troyes Äußerungen wirkten wie die einer verärgerten Mitarbeiterin, "die sich entschlossen hat, im Wahljahr Politik zu machen", sagte er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus nach Angaben anwesender Reporter. "Ich könnte nicht stolzer sein auf die Arbeit, die wir geleistet haben."

Update, 18. September, 1.18 Uhr: Laut Johns Hopkins mehr als 30 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Donnerstagabend (Ortszeit) hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr 943 000. Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern.

In den USA gibt es Johns Hopkins zufolge bislang mehr als 6,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und mehr als 197 000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht - gemessen an den Ansteckungen - Indien mit 5,1 Millionen Infektionen und mehr als 83 000 Toten. An dritter Stelle folgt Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Infektionen und gut 134 000 Todesfällen.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten allerdings in sechs Ländern höher als in den USA. An erster Stelle steht nach den Statistiken der Johns Hopkins-Universität Peru mit knapp 97 Todesopfern pro 100 000 Einwohner. Mit deutlichem Abstand folgen Bolivien, Spanien, Chile, Ecuador, Brasilien und die USA - dort starben gut 60 Menschen pro 100 000 Einwohner.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus.

Peru, Pucallpa: Ein Regierungsteam entfernt in der indigenen Shipibo-Gemeinde von Pucallpa die Leiche einer Frau, die im Alter von 88 Jahren an den Symptomen des Coronavirus gestorben ist, aus ihrem Haus und legt sie in einen Sarg.
Peru, Pucallpa: Ein Regierungsteam entfernt in der indigenen Shipibo-Gemeinde von Pucallpa die Leiche einer Frau, die im Alter von 88 Jahren an den Symptomen des Coronavirus gestorben ist, aus ihrem Haus und legt sie in einen Sarg.  © Rodrigo Abd/AP/dpa

Update, 17. September, 23.20 Uhr: Pflicht zum Insolvenzantrag wird weiter ausgesetzt

Angesichts der weiter angespannten Lage vieler Unternehmen in der Corona-Krise wird das Insolvenzrecht weiter gelockert. In Fällen der Überschuldung wird die Antragspflicht bis Jahresende ausgesetzt. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend. Das soll in Bedrängnis geratenen Firmen weiterhin Luft verschaffen, um staatliche Hilfen zu beantragen und Sanierungsbemühungen voranzutreiben.

Die weitere Aussetzung gilt für Unternehmen, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind. Im März war die Insolvenzantragspflicht bis Ende September ausgesetzt worden - für Fälle, in denen eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung von Firmen auf den Folgen der Corona-Pandemie beruht. Die Koalition hatte Ende August eine Verlängerung beschlossen, für Fälle der Überschuldung. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrundes gestellt werden.

An der Maßnahme hatte es deutliche Kritik gegeben. So sagte der Chef der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, in der ersten Phase der Krise sei es richtig gewesen, die Antragspflicht auszusetzen, weil viele Firmen mit tragfähigen Geschäftsmodellen Liquiditätsprobleme gehabt hätten. "Die akute Phase ist aber vorbei. Deswegen macht es wenig Sinn, die Insolvenzantragspflicht länger auszusetzen und nicht überlebensfähige Firmen durchzuschleppen."

Titelfoto: Rodrigo Abd/AP/dpa

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