Coronavirus: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Impfung erhalten

Deutschland/Welt - In Deutschland gilt noch immer die Corona-Notbremse. Weiterhin sollen die Menschen die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten, was durch das neue Infektionsschutzgesetz unterstützt werden soll. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Etwa 3,3 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. 86.025 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 15. Mai, 5 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 87,3 (Stand 15. Mai, 5 Uhr).

Weltweit gibt es rund 162 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,35 Millionen Todesfälle (Stand 15. Mai, 5 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 15. Mai, 16.40 Uhr: Polen öffnet Außengastronomie und lockert Maskenpflicht

In Polen hat nach mehr als sechs Monaten die Außengastronomie wieder geöffnet.

Die Kunden dürfen nur jeden zweiten Tisch besetzen, wie die Agentur PAP am Samstag berichtete. In vielen großen Städten feierten die Menschen die Wiedereröffnung der Bars und Restaurants bereits in der Nacht zum Samstag im Freien.

Im Freien müssen die Menschen nun keine Masken mehr tragen, wenn sie im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten können. Die Maskenpflicht gilt indes weiter in Bus und Bahn, in Geschäften und den meisten öffentlichen Gebäuden.

Polen, Warsaw: Menschen feiern in einer Bar. Bars, Clubs und andere Einrichtungen werden in Polen nach sieben Monaten Schließung wieder geöffnet.
Polen, Warsaw: Menschen feiern in einer Bar. Bars, Clubs und andere Einrichtungen werden in Polen nach sieben Monaten Schließung wieder geöffnet.  © Czarek Sokolowski/AP/dpa

Update, 15. Mai, 16.20 Uhr: Gefälschte Impfdokumente - Kölner Polizei gründet Ermittlungsgruppe

Um Fälschungen in Impfpässen aufzuspüren und Fälscher zu überführen, hat die Kölner Polizei eine Ermittlungsgruppe mit Namen "Stempel" eingerichtet.

Demnach startete die dreiköpfige Gruppe am 7. Mai. "Wir wollen die Ermittlungen zusammenführen, um Tatzusammenhänge schneller zu erkennen", sagte Kommissionsleiterin Nicole Gentner dem Kölner Stadt-Anzeiger. Derzeit gebe es neun laufende Verfahren – in erster Linie wegen des Verdachtes, gefälschte Impfdokumente hergestellt und angeboten zu haben.

Laut Kölnischer Rundschau hatten Polizisten vor wenigen Tagen ein Auto routinemäßig kontrolliert und dort mehrere gefälschte Blanko-Impfpässe gefunden. Außerdem seien gefälschte Impfpässe mit dem Namen eines Kölner Arztes aufgetaucht, der dann Anzeige erstattet habe.

Update, 15. Mai, 16 Uhr: Deutsche dürfen wieder in Portugal Urlaub machen

Besucher aus Deutschland und aus anderen EU-Ländern mit einer relativ guten Corona-Lage dürfen ab Montag wieder auch zu touristischen Zwecken in Portugal einreisen.

Die bisher geltenden Einreisebeschränkungen werden für Bürger aus EU-Staaten mit einer 14-Tage-Inzidenz von weniger als 500 nicht mehr verlängert, teilte das Innenministerium am Samstag in Lissabon mit. Die Lockerungen gelten auch für die assoziierten Mitglieder des Schengenraums Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island sowie für Großbritannien.

Alle Einreisenden über zwei Jahren müssen aber weiterhin einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Der ehemalige Corona-Hotspot hat derzeit nach Island die niedrigsten Infektionswerte Europas. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie ging am 1. Mai nach rund fünfeinhalb Monaten zu Ende.

Update, 15. Mai, 14.02 Uhr: Maas erteilt "Impfstoffdiplomatie" Absage

Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) hat bei einer Diskussion über internationale Gesundheitspolitik der "Impfstoffdiplomatie" eine Absage erteilt. Sie orientiere sich eher an "den Interessen von Ländern, die Impfstoffe zur Verfügung stellen als an denen von Ländern, die dringen auf Impfstoffe angewiesen sind", sagte er am Samstag auf dem Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Es gebe Staaten, die so versuchten, ihren geopolitischen Einfluss zu erhöhen, sagte er mit Blick auf Russland und China.

"Impfstoffnationalismus ist nicht der richtige Weg", betonte Maas. Der Kampf gegen die Pandemie könne nur global gewonnen werden. "Langfristig werden wir das nur hinbekommen, wenn auch alle um uns herum das hinbekommen", verteidigte er die Entscheidung, bei der Impfstoffbestellung einen gemeinsamen europäischen Weg zu gehen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD).
Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD).  © Olivier Matthys/Pool AP/dpa

Update, 15. Mai, 13.57 Uhr: Wissing lehnt Steuererhöhungen und weitere Verschuldung ab^

FDP-Generalsekretär Volker Wissing (51) hat neben Steuererhöhungen auch eine weitere Verschuldung zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie abgelehnt.

Deutschland brauche neben staatlichen auch private Investitionen etwa in Forschung und Entwicklung oder in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, sagte Wissing am Samstag in seiner Rede beim FDP-Bundesparteitag. "Wer unsere Wirtschaft in dieser Situation mit höheren Steuern belasten will, muss die Frage beantworten, wie dann private Investitionen finanziert werden sollen."

Update, 15. Mai, 13.50 Uhr: Polnische Regierung präsentiert Plan für Erholung nach Corona

Die Regierungsparteien in Polen haben ihre Pläne für die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise vorgestellt.

Der nationalkonservative Ministerpräsident Mateusz Morawiecki (52) präsentierte die Initiative für einen "polnischen Deal" am Samstag in Warschau. Der Name ist ein Verweis auf den New Deal in den USA der 1930-er Jahre. Vorgesehen sind unter anderem Steuererleichterungen, Förderprogramme für den Wohnungsbau und für kinderreiche Familien sowie höhere Gesundheitsausgaben.

In ländlichen Gemeinden und Kleinstädten sollen 4000 Gemeindezentren, 100 Schwimmbäder und 300 Sportplätze neu entstehen. Andere Schwerpunkte liegen im Bereich des Ausbaus der Infrastruktur. Die Polen hätten ein Recht auf einen Lebensstandard wie im Westen, sagte Jaroslaw Kaczynski, der Vorsitzende der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS).

Update, 15. Mai, 13.16 Uhr: Kritik an Lockerungsplänen britischer Regierung

Die britische Regierung ist wegen ihres Festhaltens an geplanten Öffnungsschritten trotz lokaler Ausbrüche der indischen Virus-Variante in dem Land in die Kritik geraten.

Es sei "eine echte Sorge", dass weite Teile der jüngeren Bevölkerung noch nicht geimpft sind, sagte der Public-Health-Experte der Ärztegewerkschaft BMA (British Medical Association) Richard Jarvis der Nachrichtenagentur PA zufolge. Jüngere Menschen seien durch ihre höhere Mobilität dem Risiko einer ansteckenderen Variante stärker ausgesetzt, so der Mediziner.

Von Montag an sollen im größten britischen Landesteil England wieder Treffen von bis zu sechs Personen in Privathaushalten möglich sein. Auch die Innengastronomie, Theater, Kinos und Museen dürfen wieder Gäste empfangen. Das, obwohl lokal begrenzt ein starker Anstieg an Infektionen durch die indische Virus-Variante B.1.617.2 verzeichnet wurde.

Gäste sitzen vor dem Cock and Lion Pub in Marylebone.
Gäste sitzen vor dem Cock and Lion Pub in Marylebone.  © Dave Rushen/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 15. Mai, 13.11 Uhr: Rund 850 Menschen stehen in Bayern Schlange für Impfdosis

Eine Sonderimpfaktion im oberbayerischen Ebersberg hat am Samstag für großen Andrang gesorgt. Gegen 10 Uhr vormittags hätten etwa 850 Menschen am Volksfestplatz für eine Impfdosis Schlange gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Einige Impfwillige warteten demnach bereits seit 5 Uhr und waren zum Teil aus entfernten Landkreisen angereist.

Die Wartenden hätten sich "außerordentlich diszipliniert" verhalten, sagte die Leiterin des Corona-Krisenstabs des Kreises, Brigitte Keller. Bei der Aktion standen 1000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca zur Verfügung. Organisiert wurde sie von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis.

Auch in Berlin-Neukölln warteten am Freitag Hunderte auf eine Spritze bei einem Impf-Pilotversuch. Das Impfangebot in einer Schule ist ein Modellversuch für Stadtgebiete mit Inzidenzen, die weit über dem Berliner Durchschnitt liegen.

Update, 15. Mai, 13.06 Uhr: Umfrage: Mehrheit gegen Erleichterungen für Geimpfte

Die Mehrheit der Deutschen hält die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinen, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen halten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. Acht Prozent machten keine Angaben.

Update, 15. Mai, 11.52 Uhr: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Corona-Impfung erhalten

In Deutschland haben nun mehr als 30 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Damit sind 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) am Samstag via Twitter mitteilte.

Mehr als neun Millionen Menschen, und damit 10,9 Prozent der Bevölkerung, haben bereits den vollen Impfschutz. Bis Ende Mai soll ein starker Fokus auf die Zweitimpfungen gelegt werden. Laut Spahn wird bis Anfang Juni der relative Anteil der Zweitimpfungen an den täglichen Impfungen hoch sein. Danach steige der Anteil der Erstimpfungen wieder.

Zwischen den Bundesländern gibt es beim Impffortschritt deutliche Unterschiede. Bei den mindestens einmal Geimpften hat das Saarland mit 41,0 Prozent die Nase vorn vor Mecklenburg-Vorpommern (38,8 Prozent). Schlusslicht ist Sachsen mit 31,4 Prozent. Dafür steht Sachsen bei den Menschen mit vollem Impfschutz mit 14,6 Prozent auf Rang zwei hinter Thüringen mit 15,0 Prozent. Hier ist Niedersachsen mit 9,4 Prozent am Ende der Skala.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 40) ließ am Freitag mit AstraZeneca impfen.
Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 40) ließ am Freitag mit AstraZeneca impfen.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 15. Mai, 8.29 Uhr: Dragqueen Olivia Jones an Politiker: Öffnet "endlich die Außengastro"

Die Hamburger Dragqueen Olivia Jones (51) hofft darauf, dass die Politiker mit Blick auf die coronabedingten Einschränkungen den Gastronomen bald einen Schritt entgegenkommen.

"Ich würde mir wünschen, dass die Politik jetzt bald mal ein bisschen mutiger wird, mehr Sachen ausprobiert und nicht immer nur verbietet", sagte die gebürtige Niedersächsin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. "Was ich auf jeden Fall fordere, ist, dass ab Mai oder Juni die Außengastro aufgemacht wird und auch so etwas wie Stadtführungen mit Auflagen wieder möglich gemacht werden." Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Bericht "Nicht immer nur verbieten: Dragqueen Olivia Jones mit klarer Botschaft an Politiker".

Dragqueen Olivia Jones (51) in ihrem Club "The Bunny Burlesque St. Pauli" in Hamburg.
Dragqueen Olivia Jones (51) in ihrem Club "The Bunny Burlesque St. Pauli" in Hamburg.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 15. Mai, 7.28 Uhr: Kretschmer zieht Corona-Notbremse des Bundes in Zweifel

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat die Notwendigkeit bundeseinheitlicher Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie infrage gestellt. "Die Bundesnotbremse hat viel Aufregung ausgelöst. Es ist nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Zwar sei es legitim, wenn der Bundesgesetzgeber handele. "Aber wir müssen sehen, dass wir uns in einer Spirale befinden, die Politik und Bevölkerung auseinanderbringt. Das ist nicht gut", betonte Kretschmer. "Wir sollten daraus lernen, dass regionale Entscheidungen besser sind als das Eingreifen durch den Bund." Mehr zu diesem Thema lest Ihr bei TAG24 unter "Sachsen-MP Kretschmer zieht Corona-Notbremse in Zweifel".

Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 15. Mai, 7 Uhr: Beginn der Badesaison an den Küsten - Sorge vor Coronafolgen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) blickt nicht ohne Sorge auf die beginnende Badesaison an den Küsten und Binnengewässern. "Wir befürchten für die Sommersaison 2021 deutlich mehr Probleme und Zwischenfälle am und im Wasser als bereits in der Saison 2020", sagte DLRG-Pressesprecher Achim Wiese. "Viele unterschätzen, wie viel Fitness verloren gegangen ist, wenn sie lange zu Hause sind und sich über einen langen Zeitraum nicht regelmäßig und ausreichend bewegen."

Als Folge der Schwimmbadschließungen und fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten rechnet die DLRG sowohl mit einem weiteren Anstieg von Kindern, die nicht schwimmen können, als auch mit erhöhten Ertrinkungszahlen speziell in den Sommermonaten.

An Nord- und Ostsee startet die offizielle Badesaison, in der die Rettungsschwimmer ihre Posten beziehen, Mitte Mai. In Warnemünde ging die Saison bereits am Donnerstag los.

DLRG-Rettungsschwimmerinnen beobachten auf einem Wachturm den Strand und das Wasser in Travemünde.
DLRG-Rettungsschwimmerinnen beobachten auf einem Wachturm den Strand und das Wasser in Travemünde.  © Christian Charisius/dpa

Update, 15. Mai, 6 Uhr: Pub-Branche fordert vollständige Öffnung ab 21. Juni

Damit die britischen Pubs wirtschaftlich überleben können, fordert die Branche eine Öffnungsgarantie ohne Corona-Maßnahmen für alle Kneipen spätestens am 21. Juni.

Wegen bestehender Restriktionen müssten rund 2000 Pubs, also fünf Prozent, weiterhin geschlossen bleiben - obwohl an diesem Montag (17. Mai) im größten Landesteil England wieder geöffnet werden darf, sagte die Chefin des Branchenverbandes British Beer and Pub Associtation, Emma McClarkin. Das liegt daran, dass diese Gaststätten die weiterhin geforderten Vorgaben wie Mindestabstände und Bedienung am Tisch nicht einhalten könnten.

Seit April darf in Großbritannien bereits die Außengastronomie wieder öffnen, seitdem konnten nach Verbandsschätzungen rund 40 Prozent aller Pubs wieder Gäste empfangen. Am Montag kommen nun 45.000 Pubs hinzu.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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