Coronavirus: Merkel pocht für Öffnungsstrategie auf umfassende Schnelltests

Deutschland/Welt - In Deutschland wurde der Corona-Lockdown noch einmal bis zum 7. März verlängert. Wie es danach weitergeht, berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 3. März. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.415.719 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Mehr als 2,2 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein.

Insgesamt 68.936 Menschen sind hierzulande außerdem mit oder an dem Virus verstorben.

Weltweit gibt es rund 112,4 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.491.737 Todesfälle (alle Angaben Stand 24. Februar, 21.30 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 59 (Stand 24. Februar, 0 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >> hier +++

Update, 24. Februar, 21.29 Uhr: Von Macron herausgefordert: Französische YouTuber landen Corona-Hit

Die französischen Künstler Mcfly und Carlito haben mit einem Musikvideo über Corona-Regeln in kürzester Zeit einen Hit in Frankreich gelandet - und damit eine Herausforderung von Präsident Emmanuel Macron erfolgreich gemeistert.

Mehr dazu erfahrt Ihr im Artikel: "Von Macron persönlich herausgefordert: Französische YouTuber landen Corona-Hit".

Update, 24. Februar, 19.30 Uhr: Neue Corona-Mutation in Kalifornien aufgetaucht

Durch zufällig auftretende Kopierfehler verändert sich das Coronavirus immer weiter. Nun ist eine neue Mutation in Kalifornien gesichtet worden.

Mehr dazu im Artikel: "Noch ansteckender und tödlicher? Neue Corona-Mutation in Kalifornien aufgetaucht"

Update, 24. Februar, 18.43 Uhr: Merkel pocht für Öffnungsstrategie auf umfassende Schnelltests

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests.

"Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden", sagte sie der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag). Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Regierungschefs der Bundesländer beraten werden. "Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein."

Merkel betonte, grundsätzlich könne ein Schnelltest zeigen, "dass jemand an genau dem Tag nicht infiziert ist, oder umgekehrt, dass jemand, obwohl noch symptomlos, bereits infiziert und auch ansteckend ist." Alle Menschen mit Symptomen sollten ohnehin PCR-Tests machen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).  © Sean Gallup/Getty Images Europe/Pool/dpa

Update, 24. Februar, 18.25 Uhr: Koalition plant bis zu 25.000 Euro Strafe für Impfvordrängler

Wer sich beim Impfen gegen das Corona-Virus vordrängelt, soll nach dem Willen von Union und SPD künftig bis zu 25.000 Euro Strafe zahlen.

Das sieht ein Änderungsantrag der Koalition für das Gesetz zur Fortgeltung der Regelungen über die epidemische Lage von nationaler Tragweite vor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch berichtete. Die Angaben wurden der Deutschen Presse-Agentur am Abend aus Fraktionskreisen bestätigt. Demnach war es die SPD, die auf eine solche Regelung drängte.

Update, 24. Februar, 17.47 Uhr: Schweiz: Keine Quarantäne mehr für Reisende aus deutschen Ländern

Aus den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen können Reisende ab Donnerstag wieder ohne Einschränkungen in die Schweiz reisen.

Die Anordnung zu einer Quarantänepflicht für Menschen, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, lief am Mittwoch aus. Damit gibt es vorerst keinerlei Einreiseauflagen mehr für Reisende aus Deutschland. Sie müssen sich aber elektronisch registrieren. Wer mit dem Flugzeug anreist, muss zudem einen negativen PCR-Test vorzeigen.

Update, 24. Februar, 17.40 Uhr: Restaurants und Kneipen sollen in Schweden um 20.30 Uhr schließen

Restaurants, Kneipen und Cafés bleiben in Schweden zwar weiterhin geöffnet, sollen aber wegen einer beunruhigenden Corona-Lage künftig um 20.30 Uhr schließen.

Die Begrenzung solle ab dem 1. März und unabhängig davon gelten, ob das Lokal Alkohol ausschenkt oder nicht, sagte der Generaldirektor der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten, Johan Carlson, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Der Vorschlag wird nun zur behördlichen Überprüfung geschickt.

"Die Lage in Schweden ist ernst. Wir haben eine hohe Infektionsausbreitung. Und sie nimmt weiter zu", machte Regierungschef Stefan Löfven klar. Es bestehe das Risiko einer dritten Corona-Welle. Das effektivste Mittel gegen die Virus-Ausbreitung sei es, Abstand zueinander zu halten und keine Menschen außer seine nahen Angehörigen zu treffen.

Update, 24. Februar, 17.07 Uhr: Litauen verlängert Lockdown bis Ende März

Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt das öffentliche Leben in Litauen weiter eingeschränkt. Die Regierung in Vilnius verlängerte am Mittwoch den Lockdown in dem EU-Land um einen weiteren Monat bis Ende März.

Begründet wurde der Schritt mit der weiterhin ungünstigen epidemiologische Situation in dem knapp 3 Millionen Einwohner zählenden Ostseestaat. Zugleich beschloss das Kabinett von Ministerpräsidentin Ingrid Simonyte eine Lockerung der allgemeinen Maskenpflicht und der geltenden Ausgangsbeschränkungen.

"Wahrscheinlich haben die meisten oder sogar alle von uns vor einer Woche erwartet, dass wir diese Woche andere Entscheidungen treffen können», sagte Simonyte einem Bericht der Agentur BNS zufolge. "Es ist schade, dass die Umstände es uns nicht erlauben."

Update, 24. Februar, 16.13 Uhr: Britische Veranstalter planen Musikfestival für August

Die Ankündigung der Regierung in London, alle Lockdown-Maßnahmen bis zum 21. Juni in Großbritannien aufzuheben, zeigt erste Auswirkungen auf die Festival-Branche.

Wie die Veranstalter des Reading-and-Leeds-Festivals am Mittwoch mitteilten, soll das Musikfest in England mit Künstlern wie Ex-Oasis-Frontmann Liam Gallagher und dem Rapper Stormzy im August stattfinden. "Nach der jüngsten Ankündigung der Regierung können wir es kaum erwarten, zurück auf die Felder zu gehen diesen Sommer", hieß es in einer Twitter-Mitteilung.

Premierminister Boris Johnson hatte am Montag seinen Fahrplan für die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen präsentiert. Demnach sollen vom 21. Juni an alle Beschränkungen wegfallen. Das steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die Situation nicht wieder erheblich verschlechtert.

Update, 24. Februar, 16.11 Uhr: Bundesregierung setzt Impfstoff-Taskforce ein

Die Bundesregierung hat eine Taskforce eingesetzt, die sich um einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion gegen das Coronavirus in Deutschland kümmern soll.

Es gehe darum, mit den betroffenen Unternehmen rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Engpässe in der Impfstoff-Produktion drohten, teilten die Ministerien für Finanzen, Wirtschaft und Gesundheit am Mittwoch gemeinsam mit. Die Taskforce soll sich um die Beschaffung von Rohstoffen, die Produktion und Abfüllung der Impfstoffe und die erforderlichen Nebenprodukte wie Kochsalzlösung zum Verdünnen und Spritzen kümmern.

Update, 24. Februar, 15.16 Uhr: RKI: Über die Hälfte der Bevölkerung mit erhöhtem Risiko bei Covid-19

Vor allem wegen Alter und Vorerkrankungen ist laut einer Studie mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland über 15 Jahre der Risikogruppe für schwere Covid-19-Verläufe zuzurechnen.

Mehr dazu im Artikel: "Mehr als die Hälfte der Deutschen laut RKI Risikogruppe für schwere Covid-19-Verläufe."

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet einen Corona-Impfstoff vor.
Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet einen Corona-Impfstoff vor.  © Marwan Naamani/dpa

Update, 24. Februar, 15.12 Uhr: Schweiz lockert Anti-Corona-Maßnahmen ab 1. März

In der Schweiz machen nach dem Rückgang der Corona-Infektionszahlen nächste Woche die Geschäfte wieder auf. Auch Museen und Lesesäle von Bibliotheken dürfen öffnen, ebenso Zoos, Tennis- und Fußballplätze und Erlebnisparks. Das kündigte die Regierung am Mittwoch an. Restaurants bleiben aber vorerst geschlossen, auch solche mit Terrassen oder Außenbereichen.

Überall gilt Maskenpflicht, Besucher müssen Abstand halten und Geschäfte dürfen nur eine bestimmte Anzahl Besucher reinlassen. Bislang waren nur einige Geschäfte auf, etwa Lebensmittelläden, Reparaturshops und Friseure.

Über die Skigebiete entscheiden weiter die Kantone. Sie sind fast überall geöffnet. Im Freien dürfen künftig wieder bis zu 15 Personen zusammenkommen. Privatveranstaltungen in Räumen bleiben auf fünf Personen beschränkt.

Titelfoto: Sean Gallup/Getty Images Europe/Pool/dpa

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