Coronavirus: Merkel vollständig geimpft, aber nicht mit dem Vakzin von AstraZeneca

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

90.479 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 8 (Vortag: 8,6).

Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Inzidenz weiter gesunken, 20 Todesfälle in 24 Stunden
Coronavirus Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Inzidenz weiter gesunken, 20 Todesfälle in 24 Stunden

Weltweit gibt es rund 178,8 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,87 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 22. Juni, 14 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 22. Juni, 16.04 Uhr: Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!

Die Corona-Krise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor.

Alle Infos unter: "Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!"

Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).
Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).  © 123RF/ Jaroslav Frank

Update, 22. Juni, 16 Uhr: Mehr als 60.000 Fans bei EM-Halbfinals und Finale in Wembley?

Bei den Halbfinals und dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion dürfen mehr als 60.000 Fans teilnehmen. Darauf einigten sich die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union UEFA am Dienstag.

Das Wembley-Stadion in London soll zu 75 Prozent ausgelastet werden können, hieß es in einer Mitteilung des Sportministeriums in London. Bislang war die Zahl der Zuschauer auf 40.000 begrenzt worden.

Für die Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Eingelassen wird nur, wer entweder zwei Mal geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorweisen kann. "Alle Teilnehmer müssen weiterhin die strengen Corona-Einlassregeln befolgen", sagte Sportminister Oliver Dowden der Mitteilung zufolge.

Der britische Sportminister Oliver Dowden.
Der britische Sportminister Oliver Dowden.  © Tayfun Salci/ZUMA Wire/dpa

Update, 22. Juni, 15.56 Uhr: Europol: Terroristen nutzen Corona-Krise aus

Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen.

"Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren", heißt es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorlegte.

Die Covid-19-Pandemie habe die politische Polarisierung verschärft, geht aus dem Bericht hervor. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.

Update, 22. Juni, 15.46 Uhr: Berlin erlaubt im Freien wieder Veranstaltungen mit 2000 Menschen

Veranstaltungen im Freien dürfen in Berlin bald wieder deutlich größer werden. Ab dem 3. Juli sind dabei bis zu 2000 zeitgleich anwesende Menschen erlaubt.

Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach der Sitzung mitteilte. Die Grenze für drinnen liegt bei bis zu 500 Personen. Bisher waren es maximal 1000 draußen und 250 drinnen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests Pflicht, wie Kollatz erläuterte.

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD).
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD).  © Christophe Gateau/dpa

Update, 22. Juni, 15.43 Uhr: EM-Finale in München? Brinkhaus und Dobrindt offen!

Die Spitze der Unionsfraktion hat sich wegen der in Großbritannien grassierenden aggressiveren Delta-Variante des Corona-Virus offen für eine mögliche Verlegung der Finalspiele der Fußball-Europameisterschaft von London nach München gezeigt.

"Wenn es die Chance gibt, dann sind wir gerne bereit, diese Spiele auch in München durchführen zu lassen", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53, CDU) vor der letzten regulären Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin.

Ob es dafür angesichts der Entwicklung in Großbritannien eine zwingende Notwendigkeit gebe, sei derzeit nicht zu beurteilen.

Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef, spricht vor einer Fraktionssitzung mit Pressevertretern.
Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef, spricht vor einer Fraktionssitzung mit Pressevertretern.  © Felix Schröder/dpa

Update, 22. Juni, 15.17 Uhr: Corona-Lage in Moskau immer schlimmer - Bürgermeister zieht Notbremse

Angesichts einer dramatischen Corona-Lage verschärft die russische Hauptstadt Moskau ihre Beschränkungen. Vom kommenden Montag an dürfen nur noch Menschen nach einer vollständigen Impfung, mit einem negativen PCR-Test oder nach überstandener Covid-Erkrankung Restaurants und Bars besuchen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag in seinem Blog.

Kontrolliert werden soll das demnach über einen QR-Code. Zuvor hatte Sobjanin dies als "Experiment" für einzelne gastronomische Einrichtungen angekündigt.

Zudem begrenzt Europas größte Metropole mit schätzungsweise zwölf Millionen Menschen mit sofortiger Wirkung Veranstaltungen auf maximal 500 Menschen. Zuvor waren noch 1000 erlaubt gewesen. "Fan-Zonen und Tanzflächen müssen schließen", so Sobjanin.

Am Dienstag meldeten die Behörden 6555 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Zudem seien 86 Menschen mit dem Virus gestorben, so viele wie noch nie binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020.

"In Krankenhäusern sind mehr als 14.000 Schwerkranke", schrieb Sobjanin. Mehr als zwei Millionen Menschen hätten mindestens eine Injektion eines russischen Corona-Impfstoffes erhalten. Das sind 16 Prozent der Einwohner. Seit Monaten werben Politiker angesichts der verbreiteten Impfskepsis in Russland für eine Immunisierung.

Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, sitzt in der Residenz Nowo-Ogarjowo an seinem Schreibtisch und nimmt an einer Telefonkonferenz mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teil.
Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, sitzt in der Residenz Nowo-Ogarjowo an seinem Schreibtisch und nimmt an einer Telefonkonferenz mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teil.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 22. Juni, 14.13 Uhr: Merkel vollständig geimpft, aber nicht mit dem Vakzin von AstraZeneca

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat auch ihre zweite Corona-Schutzimpfung erhalten.

Merkel sei vor einigen Tagen geimpft worden, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Nachdem Merkel bei der ersten Impfung am 16. April den Impfstoff von AstraZeneca erhalten hatte, sei sie nun mit dem Vakzin von Moderna geimpft worden.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist mittlerweile vollständig gegen Corona geimpft.
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist mittlerweile vollständig gegen Corona geimpft.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 13.40 Uhr: Deutscher Corona-Aufbauplan von Brüssel gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) überbrachte den positiven Bescheid zum deutschen Aufbauplan am Dienstag persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF.

Von der Leyen lobte vor allem die deutschen Pläne, massiv in Digitalisierung der Verwaltung und des Gesundheitswesens zu investieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent der Ausgaben für solche Projekte sei Deutschland europaweit spitze, sagte die ehemalige Bundesministerin. Merkel begründete dies mit dem Nachholbedarf. Unter anderem die Arbeit der Gesundheitsämter werde sich stark verändern und verbessern. Die Kanzlerin lobte, dass die Umsetzung der europäischen Corona-Hilfen "in einem wahnsinnigen Tempo" gelaufen sei.

Die EU-Staaten vor einem Jahr ein Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart - in laufenden Preisen sind das sogar gut 800 Milliarden Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) empfängt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) vor dem Bundeskanzleramt am Dienstag.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) empfängt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) vor dem Bundeskanzleramt am Dienstag.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 13.35 Uhr: EU kauft weitere 150 Millionen Impfdosen von Moderna

Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Moderna.

Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher am Dienstag mitteilte. Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen.

Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar. Mit dem zweiten Kontrakt waren 150 Millionen Impfdosen fest bestellt und weitere 150 Millionen Dosen als Option vereinbart worden. Um diesen Teil der Vereinbarung geht es jetzt.

Die EU bestellt Impf-Nachschub vom Hersteller Moderna.
Die EU bestellt Impf-Nachschub vom Hersteller Moderna.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 22. Juni, 13.30 Uhr: Corona verstärkt Abkehr von Bargeld

Bargeld verliert für viele weiter an Bedeutung.

Zwar ist es laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens BearingPoint für 66 Prozent der Verbraucher nach wie vor das am meisten genutzte Zahlungsmittel. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert allerdings noch bei 75 Prozent.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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