Coronavirus: Merkel zeigt sich besorgt: "So kann es nicht weitergehen"

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 434.798 Infektionen bestätigt. 10.040 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 315.308 als genesen gelten (Stand 25. Oktober, 15.40 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,6 Millionen Infizierte und 224.906 Tote wurden bereits erfasst (Stand 25. Oktober, 15.40 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 42,76 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1,15 Millionen Todesfälle (Stand 25. Oktober, 15.40 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 25. Oktober, 20.14 Uhr: Frankreich: Erstmals mehr als 50.000 Corona-Neuinfektionen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntagabend 52.010 neu erfasste Ansteckungen.

Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testungen in Frankreich.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Rekorde bei den Neuinfektionen. Am Freitagabend war die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden.

Mehr als 34.700 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 17 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Sonntag positiv.

Update, 25. Oktober, 19.50 Uhr: Bericht: Merkel warnt intern vor "sehr, sehr schweren Monaten"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Medienbericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt.

"Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin laut "Bild"-Zeitung vom Sonntagabend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. An der Runde nahm nach dpa-Informationen auch der Chef der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus (CDU), teil.

Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel laut "Bild" besorgt. Sie habe "kein so gutes Gefühl", sagte die Kanzlerin demnach. "So kann es nicht weitergehen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt sich aufgrund der steigenden Corona-Zahlen besorgt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt sich aufgrund der steigenden Corona-Zahlen besorgt.  © Stefanie Loos/AFP Pool /dpa

Update, 25. oktober, 18.28 Uhr: Ärzte in Belgien sollen trotz Corona-Infektion arbeiten

Belgien ist vom Coronavirus besonders hart betroffen. Dem Gesundheitssystem soll sogar der Kollaps drohen, warnen Mediziner. Ärzte, die positiv getestet sind, aber keine sichtbaren Symptome zeigen, sollen laut einem Pressebericht trotzdem möglichst arbeiten.

Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Update, 25. Oktober, 18.16 Uhr: Berliner Polizei: Demonstration am Großen Stern abgesagt

Nach Angaben einer Polizeisprecherin ist eine weitere Demonstration, mit der in Berlin gegen die Corona-Politik protestiert werden sollte, kurzfristig abgesagt worden. Der Veranstalter habe die Demonstration am Großen Stern gegen 17.00 Uhr telefonisch abgesagt, sagte die Sprecherin am Sonntagabend. 

Ursprünglich waren zu der Kundgebung rund 10.000 Teilnehmer angemeldet worden. Die Veranstalter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Mittags hatten bereits Demonstranten am Alexanderplatz und auf der Karl-Marx-Allee gegen die politischen Entscheidungen in der Pandemie protestiert.

Update, 25. Oktober, 17.42 Uhr: Erstmals mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen in Italien

In Italien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals die Marke von 20.000 überschritten. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurden 21.273 neue Corona-Fälle registriert.

Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Mittelmeerland damit 525.782 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg am Sonntag um 128 auf 37.338.

Update, 25. Oktober, 17.38 Uhr: Erfurt sagt Weihnachtsmarkt ab und führt Sperrstunde ein

Wegen der kritischen Corona-Situation hat die Stadt Erfurt ihren diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. Die Entscheidung fiel am Sonntag nach einer Krisensitzung, wie die Stadt mitteilte. 

"Das Infektionsgeschehen in der Stadt lässt uns keine andere Wahl mehr", begründete Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) die Entscheidung. Die Absage ist Teil einer neuen Allgemeinverfügung, die die Stadt am Montag auf ihrer Internetseite veröffentlichen will und bis zum 30. November gelten soll. Damit wird auch eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 23.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens eingeführt.

Tausende Lichter leuchten auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr wird der beliebte Weihnachtsmarkt nicht stattfinden.
Tausende Lichter leuchten auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr wird der beliebte Weihnachtsmarkt nicht stattfinden.  © Martin Schutt/ZB/dpa

Update, 25. Oktober, 16.58 Uhr: Strengere Regeln für Einreise von Touristen nach Helgoland

In der Corona-Krise wird die Einreise für Touristen nach Helgoland erschwert. Ab Montag dürfen nur noch Urlauber kommen, die einen negativen Corona-Test besitzen, der bei Betreten des Schiffes nicht älter als 48 Stunden ist, teilte der Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein, zu dem die Insel gehört, am Sonntag mit.

Besucher aus ausländischen Risikogebieten müssten sich zudem sofort für fünf Tage in Quarantäne begeben und dann noch einmal einen Test machen. Ausgenommen vom Betretungsverbot seien Menschen, die aus beruflichen Gründen oder zu Familienbesuchen einreisen oder über einen Wohnsitz auf Helgoland verfügen.

Die Saison sei im Prinzip beendet, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. Ab Montagmorgen werde nur noch die "MS Helgoland" von Cuxhaven (Niedersachsen) aus zu der Hochseeinsel fahren.

Update, 25. Oktober, 16.52 Uhr: Merz: Entscheidung über CDU-Vorsitz verträgt keinen Aufschub

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz bleibt bei seiner Auffassung, dass der geplante CDU-Parteitag trotz der aktuellen Corona-Entwicklung möglichst stattfinden sollte.

Er persönlich halte einen solchen Parteitag immer noch für machbar, sagte Merz am Sonntag kurz vor dem Beginn von Beratungen der engsten CDU-Spitze mit den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz in Berlin. "Aus meiner Sicht ist vor allem wichtig, dass die Entscheidung über den Vorstand, über den Vorsitzenden getroffen wird. Das verträgt keinen Aufschub."

Eine Entscheidung, ob und wie der für den 4. Dezember geplante Parteitag in Stuttgart, bei dem über die Nachfolge für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden werden soll, stattfinden kann, soll am Montag in den CDU-Gremien fallen.

Update, 25. Oktober, 16.15 Uhr: Polizei: Berliner Veranstaltung gegen Corona-Politik beendet

Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt - dort sollte ursprünglich die Gesundheitskonferenz "Word Health Summit" stattfinden.

Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen.

Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen hielten.

Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Auflagen stehen vor dem Kosmos. Polizisten beobachten das Geschehen.
Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Auflagen stehen vor dem Kosmos. Polizisten beobachten das Geschehen.  © Paul Zinken/dpa

Update, 25. Oktober, 16.14 Uhr: 27 Corona-Fälle beim italienischen Zweitligisten AC Reggiana

Im Team des italienischen Fußball-Zweitligisten AC Reggiana sind mittlerweile insgesamt 27 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sind 21 Spieler und sechs Mitarbeiter, darunter auch Trainer und Co-Trainer.

Am Samstag kamen elf weitere positive Testergebnisse hinzu, wie der Club am Sonntag auf seiner Homepage mitteilte. Bis Mittwoch soll überprüft werden, unter welchen Bedingungen weiter gespielt werden darf.

Titelfoto: Stefanie Loos/AFP Pool/dpa

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