Coronavirus: Neue Impfpläne der G7-Staaten als "Ablenkungsmanöver" kritisiert

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,72 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

89.841 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 17,3 (Vortag: 18,3).

Weltweit gibt es rund 175,63 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,79 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 13. Juni, 7.30 Uhr).

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Update, 13. Juni, 12.27 Uhr: Entwicklungsorganisationen fordern Klarheit über Impfspenden der G7

Entwicklungsorganisationen haben "mehr Klarheit" über die versprochenen Impfstoffspenden der G7 für ärmere Länder gefordert.

Auf dem Gipfel der großen Industrienationen (G7) im englischen Carbis Bay sprach Romilly Greenhill von der Organisation One am Sonntag von einem "geheimnisvollen Nebel", der die genannten Zahlen umhülle.

"Die Welt muss einen klaren Fahrplan sehen."

Fraglich sei, wo die Impfstoffe herkommen sollen. Auch sei unklar, was wirklich neu oder von früheren Zusagen erneuert worden sei.

Greenhill fragte auch, wie die G7 die Versorgungskrise durch den Exportstopp Indiens auffangen wolle, das als Hauptlieferant für die Impfplattform Covax dienen sollte.

Update, 13. Juni, 12.26 Uhr: Tausende neue Corona-Fälle in Moskau - Mehr Anreize für eine Impfung

Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen in der russischen Hauptstadt Moskau wollen die Behörden mehr Anreize für eine Impfung schaffen.

Bis Mitte Juli werden unter Leuten, die sich erstmals impfen lassen, jede Woche fünf Autos verlost, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag in seinem Blog schrieb.

"Der Hauptgewinn für diejenigen, die sich impfen lassen, ist natürlich nicht mit einem Auto gleichzusetzen - es ist Ihre eigene Gesundheit."

Für ältere Menschen in Moskau gibt es bereits Geschenkgutscheine nach einer Immunisierung.

Am Sonntag meldeten die Behörden rund 7700 Neuinfektionen in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole - so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr.

Update, 13. Juni, 11.44 Uhr: Ex-Premier Brown: G7 hat bei Impfstoffverteilung moralisch versagt

Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown (70) hat die Ankündigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden.

"Dieser Gipfel wird als unverzeihliches moralisches Versagen in die Geschichte eingehen", sagte Brown am Sonntag dem Sender Sky News.

"Als wir elf Milliarden Impfdosen brauchten, haben wir einen Plan für eine Milliarde angeboten bekommen." Dabei hätten die reichsten Länder die Macht, etwas zu verändern.

Es fehle zudem ein verständlicher Plan, wie die Impfmittel verteilt werden - kurzum, der Gipfel sei eine verpasste Gelegenheit, sagte Brown.

Update, 13. Juni, 11.05 Uhr: Vor Portugals EM-Debüt: João Cancelo positiv auf Corona getestet

Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27) ist kurz vor dem EM-Debüt der Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Dem 27-Jährigen, der bei Manchester City unter Vertrag steht, gehe es soweit gut und er habe sich in Budapest in Isolation begeben, teilte der portugiesische Fußballverband FPF am Sonntag mit.

Für Cancelo rücke U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) vom AC Mailand nach.

Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27, r.) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27, r.) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.  © Armando Franca/AP/dpa

Update, 13. Juni, 11.04 Uhr: Zwei positive Corona-Tests im brasilianischen Kanuslalom-Team

Im brasilianischen Kanuslalom-Team hat es beim Weltcup in Prag zwei positive Corona-Tests gegeben.

Das Team befinde sich derzeit in Isolation im Hotel.

Update, 13. Juni, 6.14 Uhr: Neue Impfpläne der G7-Staaten als "Ablenkungsmanöver" kritisiert

Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als "Ablenkungsmanöver" und unzureichend kritisiert worden.

Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem "Verwirrspiel mit Zahlen".

Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

Update, 13. Juni, 5.04 Uhr: RKI registriert 1489 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 17,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.58 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 18 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 74 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.714.969 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.576.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.834 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,85 (Vortag: 0,83).

Update, 13. Juni, 4.55 Uhr: Abwasser zeigt Corona-Entwicklung - Expertin drängt auf Umsetzung

Im Abwasser lässt sich nach Einschätzung des europaweit tätigen Referenzlabors zuverlässig die Entwicklung der Corona-Pandemie verfolgen.

Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt, kann nicht verstehen, warum diese Möglichkeit nicht flächendeckend genutzt wird.

"Die Technik ist ausgereift, die Methoden stehen - das System könnte jederzeit etabliert werden. Es fehlt eigentlich nur am politischen Willen", sagte Lackner der Deutschen Presse-Agentur.

Weltweit hätten Forscher bewiesen, dass es möglich ist, Kläranlagen als Frühwarnsystem zu nutzen, sagte Lackner. "Grundsätzlich sieht man im Abwasser die Entwicklung früher als im medizinischen Bereich. Der Vorsprung beträgt je nach Technik zwischen vier und zehn Tagen."

Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt und Leiterin des Projekts "Abwa-SARS".
Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt und Leiterin des Projekts "Abwa-SARS".  © Arne Dedert/dpa

Update, 13. Juni, 4.31 Uhr: Mehr Amputationen bei Raucherbein-Patienten durch Pandemie befürchtet

Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.

Menschen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) - umgangssprachlich als Raucherbein bezeichnet - wurden während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 seltener als zuvor in Krankenhäusern vorstellig, wie der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Thomas Schmitz-Rixen, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Dies geht auch aus einer Studie auf Grundlage von Daten des Krankenversicherers Barmer hervor. Schmitz-Rixen schlussfolgert, dass die Zahl der Extremitäten-Amputationen bei pAVK-Patienten deshalb zugenommen hat.

Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.
Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.  © picture alliance / Andreas Arnold/dpa

Update, 13. Juni, 4.02 Uhr: Nach positiven Corona-Tests: Venezuela holt 15 neue Spieler für Copa

Nach positiven Corona-Tests von rund einem Dutzend seiner Delegationsmitglieder für die Copa América in Brasilien hat Venezuela 15 neue Spieler berufen.

Dies geht aus einer Mitteilung des Venezolanischen Fußballverbandes FVF am Samstagabend (Ortszeit) hervor.

Unter den positiv getesteten seien acht Spieler, die sofort isoliert worden seien. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol hatte zuvor das Limit von Spielern aufgehoben, die wegen Covid-19 ersetzt werden können.

Titelfoto: Leon Neal/Getty Pool/AP/dpa

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