Coronavirus: RKI verschärft Isolations-Empfehlung bei neuen Virus-Varianten

Deutschland/Welt - In Deutschland wurde der Corona-Lockdown noch einmal bis zum 7. März verlängert. Wie es danach weitergeht, berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 3. März. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.428.767 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Mehr als 2,2 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein.

Insgesamt 69.580 Menschen sind hierzulande außerdem mit oder an dem Virus verstorben.

Weltweit gibt es rund 113,1 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.509.666 Todesfälle (alle Angaben Stand 26. Februar, 14.40 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 62,6 (Stand 26. Februar, 0 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >> hier +++

Update, 26. Februar, 17.41 Uhr: RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte.

Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Update, 26. Februar, 17.28 Uhr: EU-Kommissar warnt vor zu raschem Stopp der Corona-Hilfen

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni (66) hat vor einer zu schnellen Drosselung der Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise gewarnt.

Zudem plädierte Gentiloni in einer Rede am Freitag mittelfristig für eine Lockerung des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts, also der Schulden- und Defizitregeln. Unter anderem brachte er ins Gespräch, die Aussetzung der Regeln im Krisenfall zu erleichtern und dafür die vielen Ausnahmen im Pakt abzuschaffen.

Der Italiener Paolo Gentiloni (66) ist EU-Wirtschaftskommissar.
Der Italiener Paolo Gentiloni (66) ist EU-Wirtschaftskommissar.  © Francois Lenoir/Reuters Pool/dpa

Update, 26. Februar, 17.04 Uhr: Modellrechnung: Millionen Bürger könnten schneller geimpft werden

Millionen Bürger könnten deutlich schneller gegen Corona geimpft werden, wenn die zulässigen Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung voll ausgeschöpft und keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden.

Dies zeigen Modellrechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, die am Freitag veröffentlicht wurden. Würde so verfahren, könnten bis Ostern mehr als zwei Millionen zusätzliche Erstimpfungen gespritzt werden. Und bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Ländern am 21. Juni könnten sogar mehr als 7,5 Millionen zusätzliche Erstimpfungen stattfinden.

Laut dem Modell könnten dann 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten. Im Unterschied dazu würden beim aktuellen Impfregime nur etwa 47 Prozent diesen Schutz bis zum Sommer bekommen, hieß es.

Update, 26. Februar, 16.54 Uhr: Von Friseur bis Baumarkt: Was öffnet wo schon ab dem 1. März?

Der Lockdown dauert eigentlich noch bis mindestens zum 7. März. Doch entgegen dem Corona-Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) wollen einige Bundesländer bereits ab 1. März ihre eigenen Regeln durchsetzen.

Unter anderem dürfen vielerorts ab Montag schon wieder Friseure, Bau- und Gartenmärkte sowie Blumenläden aufmachen. Allerdings gelten dabei in fast jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen. Welche Läden wo genau wieder öffnen dürfen, erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu den Corona-Lockerungen am 1. März.

Update, 26. Februar, 16.45 Uhr: Finnland mit neuem Tageshöchstwert bei Corona-Neuinfektionen

Finnland hat mit 720 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchstwert in der Corona-Pandemie erreicht.

Das teilte die Gesundheitsbehörde THL am Freitag mit. Erst am Vortag hatte die Regierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin angesichts steigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen für die Zeit vom 8. bis 28. März verkündet. Regierungsmitglieder betonten, diese seien notwendig, da sich die Fälle der durch Virusvarianten verursachten Infektionen häuften.

Update, 26. Februar, 16.32 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Deutschland

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer Deutschlands zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 26. Februar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Aktuell weist Thüringen mit 121,2 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.
Aktuell weist Thüringen mit 121,2 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 26. Februar, 16.16 Uhr: Studie: Biontech-Impfung reduziert asymptomatische Corona-Infektionen

Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren.

Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung, an der unter anderem Wissenschaftler der Universität Cambridge beteiligt waren, wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem zwischen dem 18. und 31. Januar auf das Virus getestet. Bei der Untersuchung ging es speziell um die Schutzwirkung bei nur einer Dosis. Eigentlich sind bei dem Biontech/Pfizer-Impfstoff zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen vorgesehen.

Update, 26. Februar, 16.08 Uhr: Altmaier kündigt Nachbesserung bei Coronahilfen an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) hat eine Nachbesserung bei den in der Kritik stehenden Coronahilfen angekündigt.

Bei der Überbrückungshilfe III gebe es nun die Möglichkeit, dass Firmen Abschlagszahlungen von insgesamt 800.000 Euro ausgezahlt bekommen, wie Altmaier am Freitag in Berlin sagte. Dies sei ab Freitag möglich. "Das wird vielen helfen, die dringend auf dieses Geld angewiesen sind", so der Wirtschaftsminister.

Update, 26. Februar, 16.03 Uhr: Altmaier hält Öffnung von Außengastronomie um Ostern für möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) hält eine Öffnung der Außengastronomie in Deutschland um Ostern herum für möglich.

Das sagte er am Freitag in Berlin nach digitalen Beratungen mit seinen Ministerkollegen aus den Ländern. Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygienevorschriften. Die Verfügbarkeit von Schnelltests könne eine Öffnung der Außengastronomie noch sicherer machen. Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu den möglichen Corona-Lockerungen in der Außengastronomie.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) glaubt, dass in Deutschland schon in einigen Wochen die Außengastronomie wieder öffnen kann.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) glaubt, dass in Deutschland schon in einigen Wochen die Außengastronomie wieder öffnen kann.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. Februar, 15.55 Uhr: Bundesregierung erklärt Malta zum Corona-Hochrisikogebiet

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft.

Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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