Coronavirus: Über 18.000 Neuinfektionen, knapp 1000 Todesfälle

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.031.055 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.677.183 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.223 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,53 Millionen Infizierte und 392.139 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 93,94 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.011.230 Todesfälle (alle Angaben Stand 16. Januar, 12 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 16. Januar, 11.43 Uhr: Höchststand bei Corona-Infektionen in Tunesien - Gewaltsame Proteste

Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen ist in Tunesien auf einen Höchststand gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Tunis meldete am Freitagabend 4170 neue Fälle.

Bereits am Donnerstag hatte in dem nordafrikanischen Land eine landesweite Ausgangssperre begonnen, um die Zahl der Infektionen zu senken. Sie gilt noch bis Montag jeweils zwischen 16 Uhr und 6 Uhr. Tunesien hat rund zwölf Millionen Einwohner, Deutschland etwa siebenmal so viele.

Trotz der Ausgangssperre kam es am Freitagabend in verschiedenen Regionen zu gewaltsamen Protesten jugendlicher Demonstranten, wie lokale Medien berichteten. Sie blockierten etwa in der Hafenstadt Sousse Straßen und zündeten Reifen an. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Proteste aufzulösen.

Update, 16. Januar, 9.29 Uhr: Italien kritisiert Verzögerung bei Lieferungen von Corona-Impfstoff

Italien hat die Ankündigung des US-Pharmakonzerns Pfizer, ab Montag vorübergehend weniger Corona-Impfdosen zu liefern als geplant, kritisiert. Der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notfall habe den Ernst und das unglaubliche Timing dieser Nachricht zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Mitteilung von Freitagnacht.

Demnach sollen ab Montag 29 Prozent weniger Vakzine geliefert werden als geplant. Zudem sei unklar, in welchem Umfang die Lieferungen weiter erfolgen sollten.

Pfizer hatte am Freitag mitgeteilt, Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken".

Update, 16. Januar, 8.11 Uhr: Covid-19-Simulation ergibt: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. "Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden", sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. "Und das wäre eine optimistische Vorhersage."

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen "Covid-Simulator" entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung.
Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung.  © Iris Maria Maurer/dpa

Update, 16. Januar, 7.06 Uhr: Über 18.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab.

Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636. Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden.

Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.
Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Januar, 22.20 Uhr: Wahl in spanischer Konfliktregion Katalonien wegen Corona verschoben

Die vorgezogene Neuwahl des Parlaments der spanischen Konfliktregion Katalonien ist wegen der Corona-Pandemie vom 14. Februar auf den 30. Mai verschoben worden.

Das Dekret zur Verlegung der Abstimmung sei am Freitag auf einer Kabinettssitzung gebilligt worden, teilte die Regionalregierung in Barcelona mit. Wegen des weiterhin schwelenden Unabhängigkeitskonflikts gilt die Wahl in Katalonien als sehr wichtig. Nach dem illegalen Referendum der Separatisten vom 1. Oktober 2017 sitzen zahlreiche Politiker und Aktivisten hinter Gittern.

Update, 15. Januar, 21.45 Uhr: Angela Merkel: Deutschland wird nach Corona zu neuer Stärke finden

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich trotz der schweren Corona-Zeiten optimistisch für die Zukunft gezeigt.

Sie erinnerte am Freitagabend auf dem digitalen CDU-Parteitag in einem Grußwort an Herausforderungen in ihrer bisherigen Amtszeit seit 2005, darunter die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, die EU-Schuldenkrise und die Migration. Es seien keine ruhigen Jahre gewesen, sagte Merkel.

Nun gebe es das "Jahrhundertereignis" der Corona-Pandemie, die den allermeisten Menschen viel abverlange. In all diesen bewegten Jahren hätten Deutschland und seine Bürger aber Stärke gezeigt, sagte Merkel. Sie sei überzeugt, das werde auch nach der Pandemie so sein. Deutschland habe immer wieder zu neuer Stärke finden können.

Angela Merkel (66, CDU) ist seit 2005 deutsche Bundeskanzlerin. Im September 2021 wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin gewählt.
Angela Merkel (66, CDU) ist seit 2005 deutsche Bundeskanzlerin. Im September 2021 wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin gewählt.  © John Macdougall/POOl AFP/dpa

Update, 15. Januar, 21.09 Uhr: Corona-Krise verlangsamt laut UN die Migration

Die Corona-Krise und die mit ihr verbundenen weltweiten Reisebeschränkungen haben den Vereinten Nationen zufolge auch die Migrationsbewegungen gebremst.

"Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass die Pandemie das Wachstum der Anzahl internationaler Migranten bis Mitte 2020 um rund zwei Millionen verlangsamt haben könnte", teilten die Vereinten Nationen am Freitag mit.

Insgesamt sei die Zahl von etwa 274 Millionen internationalen Migranten Mitte 2019 auf 281 Millionen ein Jahr später gestiegen - das entspreche 3,6 Prozent der Weltbevölkerung.

Die Zahl sei in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen, im Jahr 2000 hatte sie noch bei 173 Millionen gelegen. Zwei Drittel aller Migranten leben den Vereinten Nationen zufolge dabei in nur 20 Ländern: Alleine in den USA seien es 51 Millionen, Deutschland ist auf Platz zwei mit 16 Millionen.

Update, 15. Januar, 20.40 Uhr: Corona-Mutation könnte im März vorherrschende Variante in USA werden

Die zuerst in Großbritannien entdeckte und wohl deutlich ansteckendere Corona-Mutation könnte in den Vereinigten Staaten schon bald weiter verbreitet sein als das die ursprüngliche Variante.

"Der vorausgesagte Entwicklungsverlauf dieser Variante in den USA weist Anfang 2021 ein schnelles Wachstum auf und wird im März zur vorherrschenden Variante", teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Freitag mit.

Dies könne die medizinische Infrastruktur in den Vereinigten Staaten weiter anspannen und strengere öffentliche Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 verlangen. In den USA wurden bislang laut der CDC 76 Fälle der Corona-Variante in zehn Bundesstaaten gemeldet.

Die neue Corona-Variante könnte die ohnehin schon verheerende Gesundheitskrise in den USA noch verschlimmern.
Die neue Corona-Variante könnte die ohnehin schon verheerende Gesundheitskrise in den USA noch verschlimmern.  © Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa

Update, 15. Januar, 20.12 Uhr: Kanzleramtschef erwartet in Corona-Krise Kraftanstrengung bis zum Sommer

Kanzleramtschef Helge Braun hält in der Corona-Krise eine "Kraftanstrengung" noch bis zum Sommer für nötig.

Die Infektionszahlen müssten gesenkt werden, sagte Braun am Freitagabend auf dem digitalen CDU-Parteitag. Deutschland stehe noch vor drei bis vier schweren Monaten. Im Sommer, glaube er, werde sich alles sehr gut fügen. Bis dahin sei es aber noch eine Kraftanstrengung.

Update, 15. Januar, 19.51 Uhr: Biontech: Nach kurzer Verringerung wird mehr Impfstoff geliefert

Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer verringern die Liefermengen nach eigenen Angaben in der nächsten Woche vorübergehend, um sie danach aber kräftig zu erhöhen.

"Ab der Woche vom 25. Januar werden wir wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen in die Europäische Union zurückkehren (100 Prozent) und die Auslieferungen ab der Woche vom 15. Februar erhöhen (über 100 Prozent), so dass wir in der Lage sein werden, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern", teilten die Unternehmen am Freitagabend mit.

Um diese Erweiterung möglich zu machen, seien Anpassungen im Produktionsprozess notwendig. Dies sei der Grund für die vorübergehende Verringerung der ausgelieferten Dosen im Pfizer-Werk im belgischen Puurs, hieß es. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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