Coronavirus: Virologe warnt vor Herbstwelle

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,2 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 93.524 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund vier Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 60,3 (Vortag: 61,7).

Corona in Baden-Württemberg: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt wieder
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt wieder

Weltweit gibt es mehr als 232,6 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,8 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 28. September, 22.30 Uhr).

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Update, 28. September, 20.08 Uhr: Virologe Drosten: Corona-Herbstwelle deutet sich mancherorts an

Der Virologe Christian Drosten (49) hält die derzeitige Beruhigung der bundesweiten Corona-Infektionszahlen für ein vorübergehendes Phänomen. Es sei bereits zu sehen, dass in ostdeutschen Bundesländern die Inzidenz offenbar unabhängig vom Ferienende wieder Fahrt aufnehme.

"Ich denke, da deutet sich jetzt die Herbst- und Winterwelle an, die wir im Oktober wohl wieder sehen werden", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstagabend in einem Auszug aus dem Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info.

Christian Drosten (49), Direktor Institut für Virologie der Charité Berlin.
Christian Drosten (49), Direktor Institut für Virologie der Charité Berlin.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 28. September, 18.13 Uhr: Johnson trifft Angehörige von Corona-Opfern - Ruf nach Aufarbeitung

Rund ein Jahr nach den ersten Forderungen hat sich der britische Premierminister Boris Johnson (57) mit Angehörigen von Corona-Opfern getroffen.

"Obwohl die Regierung versucht, die Pandemie zu überwinden und fast sagt, die Pandemie ist vorbei, verlieren wir noch immer um die Tausend Menschen jede Woche", sagte die Mitgründerin der Gruppe Covid-19 Bereaved Families for Justice, Jo Goodman, vor dem Treffen dem Sender BBC.

"Wir sind die Stimme derjenigen, die noch immer gefährdet sind, der Familien, die noch immer jemanden verlieren können."

Update, 28. September, 17.43 Uhr: Malta: Erleichterung für Gastronomen, die nur Geimpfte bedienen

In Malta werden Gastronomen dazu ermutigt, nur noch geimpfte Gäste zu bedienen.

Restaurants und Bars dürfen von 9. Oktober an Leuten, die keine Impfbescheinigung haben, den Zutritt verweigern - und werden dafür sogar belohnt: Gesundheitsminister Chris Fearne kündigte am Dienstag an, dass diese Gaststätten länger als andere geöffnet haben dürfen.

Zudem dürfen dort die Tische näher zusammengerückt und die Gäste auch an der Bar bedient werden. Für alle anderen gastronomischen Betrieben bleiben die aktuellen Maßnahmen bestehen.

Update, 28. September, 16.30 Uhr: Laut Studie haben Raucher höheres Risiko für schwere Covid-Verläufe

Raucher haben Studien zufolge ein höheres Risiko für schwere Verläufe von Covid-19.

Das bestätigen nun weitere Analysen, die britische Forschende in der Fachzeitschrift "Thorax" vorstellen.

Demnach liegt der Anteil der Infizierten, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden oder sogar sterben, bei Rauchern merklich höher als bei Nichtrauchern.

Die Wahrscheinlichkeit, wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, könnte den Ergebnissen zufolge bei Menschen, die aktuell Raucher sind, fast doppelt so groß sein wie bei lebenslangen Nichtrauchern.

Raucher haben Studien zufolge ein höheres Risiko für schwere Verläufe von Covid-19.
Raucher haben Studien zufolge ein höheres Risiko für schwere Verläufe von Covid-19.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 28. September, 14.53 Uhr: Saarland lockert Corona-Regeln umfangreich

Die saarländische Landesregierung hat weitgehende Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen.

So werden etwa ab diesem Freitag die privaten Kontaktbeschränkungen aufgehoben und der Mindestabstand wird nur noch empfohlen, kündigte die Landesregierung am Dienstag in Saarbrücken an.

"Mit dem 'Saarland-Modell plus' berücksichtigen wir jetzt die großen Impf-Fortschritte und schlagen das nächste Kapitel im Umgang mit Corona auf", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (43, CDU).

Die neue Verordnung gilt wie bisher auch zunächst für zwei Wochen.

Update, 28. September, 13.23 Uhr: Russland meldet so viele Corona-Tote an einem Tag wie noch nie

In Russland hat es so viele Corona-Tote innerhalb eines Tages gegeben wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor gut eineinhalb Jahren.

852 infizierte Menschen seien binnen 24 Stunden gestorben, teilten die Behörden am Dienstag mit. Schon seit Monaten verzeichnet das flächenmäßig größte Land der Erde mit rund 146 Millionen Einwohnern hohe tägliche Todeszahlen, in den vergangenen Tagen stiegen so noch weiter an. Laut offizieller Corona-Statistik starben insgesamt mehr als 205.500 Patienten mit dem Virus. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Update, 28. September, 13.06 Uhr: Corona: Stadien in Italien dürften zu Dreivierteln gefüllt werden

Italiens Fußballstadien dürften bald zu Dreivierteln mit Zuschauern gefüllt werden.

Die Corona-Expertenkommission in Rom sprach sich dafür aus, die Kapazitäten in den Arenen von 50 auf 75 Prozent zu erhöhen. Dies hatte zuvor die Regierung vorgeschlagen. Voraussetzung für die Öffnung war die Ausweitung des sogenannten "Grünen Passes": In die Stadien dürfen also nur Zuschauer rein, die eine Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test vorweisen können. In Sporthallen dürfen die Ränge zu 50 Prozent belegt werden.

Update, 28. September, 12 Uhr: KfW-Studie: Zahl der Start-ups in Corona-Krise erheblich geschrumpft

Die Corona-Krise hat die Gründerszene in Deutschland deutlich ausgebremst.

Die Zahl der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen ging nach Angaben der Förderbank KfW im Jahr 2020 auf 47.000 zurück, nachdem sie in den beiden Vorjahren bei 70.000 gelegen hatte. "In einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld konnte also die Zahl an neu gegründeten Start-ups die in diesem Segment grundsätzlich hohe Schließungsrate nicht kompensiere", bilanzierte die KfW Bankengruppe am Dienstag in Frankfurt.

Mit Blick nach vorne äußerte sich KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib aber zuversichtlich: "Die Corona-Krise hat 2020 zwar Spuren bei Start-ups hinterlassen, wir gehen aber davon aus, dass sich nach diesem Ausnahmejahr die Start-up-Szene so schnell entwickeln wird, wie die Jahre zuvor."

Update, 28. September, 11.49 Uhr: Fast drei Viertel der Erwachsenen vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun fast drei Viertel der Erwachsenen und ein Drittel der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren vollständig geimpft.

Die dafür meist nötige zweite Spritze haben nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag inzwischen 74,7 Prozent aller Menschen ab 18 Jahren bekommen - und 33,2 Prozent derjenigen von 12 bis 17 Jahren. Mindestens eine erste Impfung haben demnach 78,6 Prozent der Erwachsenen und 41 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter: "Das ist eine gute Quote." Jede weitere Impfung gebe allen mehr Sicherheit für Herbst und Winter. Insgesamt sind inzwischen 53,3 Millionen Menschen oder 64,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Mindestens einmal geimpft sind 56,4 Millionen Menschen oder 67,8 Prozent aller Einwohner.

Immer mehr Menschen in Deutschland sind gegen das Coronavirus vollständig geimpft.
Immer mehr Menschen in Deutschland sind gegen das Coronavirus vollständig geimpft.  © Christian Charisius/dpa

Update, 28. September, 11.45 Uhr: Studie: Modehandel leidet weiter unter Corona-Folgen

Der Modehandel in Deutschland wird einer Studie zufolge seine coronabedingten Umsatzeinbußen auch in diesem Jahr nicht vollständig aufholen können.

Trotz einer Erholung des Marktes werde das Umsatzvolumen immer noch 10 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 liegen, berichtete am Dienstag das Institut für Handelsforschung (IFH). Vor allem kleine Modegeschäfte sowie Kauf- und Warenhäuser stünden unter Druck.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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