Coronavirus: Vizekanzler hofft auf Perspektiven für Öffnungen im Mai

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie 2,98 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,66 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 78.249 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 10. April, 3.08 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 120,6 (Stand 10. April, 3.08 Uhr).

Weltweit gibt es 135 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,91 Millionen Todesfälle (Stand 10. April, 7.50 Uhr).

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Update, 10. April, 15.49 Uhr: Hannover 96 bangt um Spielerlaubnis gegen Heidenheim

Fußball-Zweitligist Hannover 96 bangt um seine Spielerlaubnis für die nächsten Tage. Vor dem Training am Samstagvormittag war der Corona-Schnelltest bei einem Profi positiv ausgefallen, wie der Verein auf Nachfrage mitteilte.

Daraufhin wurde ein PCR-Test vorgenommen. Die Auswertung wird im Laufe des Samstags erwartet. Erst dann steht fest, ob das zuständige Gesundheitsamt eingreifen muss. Das Training ist vorsichtshalber abgesagt worden. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Update, 10. April, 15.47 Uhr: Proteste in mehreren Städten für "Zero-Covid"-Strategie

Für strengere Corona-Maßnahmen sind am Samstag Menschen in mehreren Städten Deutschlands auf die Straße gegangen.

In Bremen und Hannover protestierten insgesamt mehr als 200 Bürger. In Göttingen waren 20 bis 50 Menschen bei einer "Zero-Covid"-Demo auf der Straße, sagte eine Polizeisprecherin. In Berlin beteiligten sich am Nachmittag rund zwei Dutzend Menschen an einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Charité.

In Deutschland und Österreich waren Aktionen in 30 Städten geplant. Die Teilnehmer forderten unter anderem drei Wochen bezahlte Pause und wandten sich gegen den "Infektionsherd Arbeitsplatz". Die Profitinteressen der Unternehmen müssten hinter der Gesundheit der Menschen zurückstehen, hieß es in dem Aufruf zu den Kundgebungen.

Erfurt: Wenige Teilnehmer einer Kundgebung zum Aktionstag "Zero Covid" von einem Bündnis aus Fridays for Future, Linksjugend Thüringen, Grüne Jugend Thüringen sowie "Wir für Thüringen Support" stehen vor der Staatskanzlei.
Erfurt: Wenige Teilnehmer einer Kundgebung zum Aktionstag "Zero Covid" von einem Bündnis aus Fridays for Future, Linksjugend Thüringen, Grüne Jugend Thüringen sowie "Wir für Thüringen Support" stehen vor der Staatskanzlei.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. April, 15.20 Uhr: Kretschmann litt nach AstraZeneca-Impfung unter Nebenwirkungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat sich vor drei Wochen als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen - allerdings ging die Impfung nicht ganz spurlos an ihm vorbei.

Gefragt nach Nebenwirkungen, berichtete er am Rande des Parteitags der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn von Gliederschmerzen und davon, dass er sich schlapp gefühlt habe. "Ich musste einen Tag Homeoffice machen", sagte Kretschmann. "Aber es lohnt sich für den Schutz, den man dadurch bekommt."

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 10. April, 14.45 Uhr: Bund legt Vorschlag für Corona-Gesetz vor - Ausgangsbeschränkung

Die Bundesregierung hat einen Entwurf für das geplante Gesetz mit bundeseinheitlichen Maßnahmen gegen die dritte Coronawelle vorgelegt. Vorgeschlagen werden demnach unter anderem Ausgangsbeschränkungen von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens.

Das geht aus einer Formulierungshilfe mit Stand vom Samstag, 12.50 Uhr, hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und die an die Bundestagsfraktionen und Länder geschickt wurde. Das Gesundheitsministerium bat die Fraktionen nach dpa-Informationen um Anregungen zu dem Entwurf bis Sonntag, 12 Uhr.

Alle Infos unter: "Knallhart-Lockdown in Planung: Haben die Länder wegen Merkel bald nichts mehr zu sagen?"

Kanzlerin Merkel (66, CDU) sichert sich mehr Macht in der Corona-Krise.
Kanzlerin Merkel (66, CDU) sichert sich mehr Macht in der Corona-Krise.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 10. April, 14.11 Uhr: BDA: Wirtschaft steht bei Corona-Tests zu ihrer Verantwortung

Die Arbeitgeber haben Vorwürfe von Vizekanzler Olaf Scholz (62, SPD) zurückgewiesen, Beschäftigte in den Firmen würden zu selten auf das Coronavirus getestet.

Die Wirtschaft halte sich an die Vereinbarungen mit der Bundesregierung, betonte eine Sprecherin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am Samstag. "Der mit der Bundesregierung verabredete Testappell sah zwar keine Zielquote vor, aber die deutsche Wirtschaft steht selbstverständlich zu ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD).
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 10. April, 14.09 Uhr: Vizekanzler hofft auf Perspektiven für Öffnungen im Mai

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) hat vor den geplanten bundeseinheitlichen Corona-Regeln zu einem "Endspurt" aufgerufen, um den Weg für mögliche Öffnungen freizumachen.

"Da braucht man eine Extra-Luft - und die ist jetzt genau das, was wir benötigen, damit wir gewissermaßen den Zeitpunkt, wo das Impfen dazu führt, dass die Infektionszahlen dauerhaft niedrig bleiben, nicht zu weit nach hinten schieben", sagte der Vizekanzler am Samstag bei einer Online-Diskussionsrunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam mit Vertretern der Gastronomie.

Scholz hofft darauf, dass im Mai Perspektiven für Öffnungen möglich werden. Wenn die Infektionszahlen runtergingen, sollten dann auch nach und nach Öffnungsschritte gemacht werden, sagte er.

"Ich habe das Gefühl, einen Monat weiter könnte das schon sein, dass wir uns dazu durchringen können, eine Klarheit zu schaffen." Wenn es das Gefühl gebe, die Sieben-Tage-Inzidenz bleibe unter 100, "sollten wir auch mutige Festlegungen treffen über die Frage, wann definitiv was offen ist".

Update, 10. April, 13.46 Uhr: Mehr als einhundert Gäste: Treffen in Pariser Restaurant aufgelöst

Eine Versammlung von mehr als einhundert Menschen in einem illegalen Restaurant in Paris hat die Polizei in der Nacht zu Samstag aufgelöst. Veranstalter und Besitzer des Lokals wurden festgenommen, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Die Gäste der Versammlung im Pariser Nordosten erhielten demnach gebührenpflichtige Verwarnungen.

Bereits am Freitag hatte die Polizei eine Zusammenkunft etlicher Menschen in einem Restaurant in Saint-Ouen-sur-Seine nördlich von Paris beendet. Auch hier kam es zu Geldstrafen und zu Festnahmen. Der Sender BFMTV berichtete von 62 Gästen der illegalen Versammlung. Wegen der angespannten Corona-Situation sind Restaurants und Bars in Frankreich geschlossen.

Update, 10. April, 13.29 Uhr: Kretschmann verteidigt Abweichen des Landes bei Kontaktregeln

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat das Abweichen des Landes von den von Bund und Ländern einst beschlossenen Kontaktregeln der "Notbremse" verteidigt. "Materiell" würde diese Regelung nicht groß etwas ändern, sagte er am Samstag am Rande eines Parteitags des Südwest-Grünen in Heilbronn. "Ein Ehepaar kann nur allein seine Kinder besuchen, sie sind aber zu Hause zusammen. Das ist jetzt pandemisch nicht groß der Unterschied."

In Baden-Württemberg dürfen sich derzeit auch in Regionen mit hohen Inzidenzen zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Nach der "Notbremsen"-Vereinbarung von Bund und Ländern darf sich allerdings in Kreisen mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt.

Es könne durchaus Unterschiede in der Pandemiebekämpfung geben, da auch die Inzidenzen unterschiedlich seien, sagte Winfried Kretschmann (72, Grüne). "Diesen Einheitswahn teile ich überhaupt nicht." Wichtig sei, dass man bei zentralen Dingen zusammenbleibe. Kleine Abweichungen spielten pandemisch keine Rolle.
Es könne durchaus Unterschiede in der Pandemiebekämpfung geben, da auch die Inzidenzen unterschiedlich seien, sagte Winfried Kretschmann (72, Grüne). "Diesen Einheitswahn teile ich überhaupt nicht." Wichtig sei, dass man bei zentralen Dingen zusammenbleibe. Kleine Abweichungen spielten pandemisch keine Rolle.  © Marijan Murat/dpa

Update, 10. April, 13.01 Uhr: Bouffier warnt vor Alleingängen bei Beschaffung von Corona-Impfstoff

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt.

Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder." Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier.

Update, 10. April, 11.50 Uhr: Trotz Corona-Regeln: Menschen legen Blumen an Schloss Windsor nieder

Trotz Bitten des Palasts davon abzusehen, haben am Samstag Menschen Blumen an einem Tor von Schloss Windsor in Gedenken an Prinz Philip abgelegt.

Der Mann von Queen Elizabeth II. (94) war am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben. Ein Sprecher der Schlossparkverwaltung sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, die Blumen würden auf "respektvolle" Weise entfernt und an einen Ort im Inneren des Palastgeländes gebracht.

Wegen der Corona-Pandemie hatten der Palast und die Regierung am Freitag die Menschen dazu aufgerufen, sich nicht außerhalb der Königsschlösser zu versammeln. Statt Blumen niederzulegen, sollten die Menschen an wohltätige Organisationen spenden, so der Aufruf.

Ein Polizist hält einen Blumenstrauß und steht vor einer Grünfläche vor Schloss Windsor, auf der Blumen abgelegt wurden.
Ein Polizist hält einen Blumenstrauß und steht vor einer Grünfläche vor Schloss Windsor, auf der Blumen abgelegt wurden.  © Victoria Jones/PA Wire/dpa

Update, 10. April, 10.24 Uhr: Michel: "Europa wird führender Impfstoffhersteller"

EU-Ratspräsident Charles Michel (45) hat den Aufstieg der Europäischen Union zu einem führenden Impfstoffproduzenten der Welt vorausgesagt.

"Wenn wir die Produktion in den nächsten Wochen weiter beschleunigen, wird Europa ein führender, vielleicht sogar der weltgrößte Impfstoffhersteller sein", sagte Michel unter anderem dem "Handelsblatt".

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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