Coronavirus: Wuhan lässt gesamte Bevölkerung testen

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,78 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.679 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.658.300 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 17,9 (Vortag: 17,8).

Mehrheit der Deutschen hält Hubert Aiwangers Corona-Impfkritik für falsch
Coronavirus Mehrheit der Deutschen hält Hubert Aiwangers Corona-Impfkritik für falsch

Weltweit gibt es mehr als 199 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,24 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 3. August, 7.50 Uhr).

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Update, 3. August, 8.07 Uhr: 1766 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 17,9

Die Corona-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht angestiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,9. Am Vortag betrug der Wert 17,8, am Dienstag der Vorwoche 14,5.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages 1766 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.15 Uhr wieder.

Bundesweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle in Verbindung mit einer Sars-CoV-2-Infektion verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.773.875 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.658.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder in Verbindung mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.679.

Update, 3. August, 7.48 Uhr: Pharmakonzern Sanofi baut mRNA-Geschäft mit Milliarden-Übernahme aus

Der französische Pharmakonzern Sanofi will sein Geschäft rund um mRNA-Anwendungen mit der Milliardenübernahme des US-Biotechunternehmens Translate Bio stärken.

Die Aktionäre des US-Konzerns sollen 38 US-Dollar je Anteil erhalten, was einem Eigenkapitalwert von rund 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) entspreche, wie Sanofi am Dienstag in Paris mitteilte. Der Preis entspricht einem Aufschlag von rund 30 Prozent zum Montagsschlusskurs in Höhe von 29 Dollar. Die Gremien des US-Unternehmens unterstützen die Offerte. Beide Pharmakonzerne arbeiten bereits bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen zusammen. Diese sowie die Erforschung von mRNA-Therapien gegen Krankheiten sollen nun vorangetrieben werden.

Update, 3. August, 7.43 Uhr: Wuhan lässt gesamte Bevölkerung auf Corona testen

Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen. Wie die staatliche Volkszeitung am Dienstag berichtete, trafen die Behörden der Elf-Millionen-Metropole die Entscheidung, nachdem die ersten drei Infektionen in der Stadt seit gut einem Jahr verzeichnet wurden.

Nach einem Ausbruch am Flughafen der ostchinesischen Stadt Nanjing vor zwei Wochen breitet sich nun die Delta-Variante auf immer mehr Städte in China aus. Bislang wurden landesweit mehr als 400 Infektionen mit der Variante gemeldet. Vielerorts werden Massentests durchgeführt. Auch wurden Reisen in Teilen des Landes eingeschränkt.

Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen.
Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen.  © kyodo/dpa

Update, 3. August, 5.38 Uhr: Lockdowns in Australien: Airline Qantas stellt 2500 Mitarbeiter frei

Wegen der anhaltenden Corona-Lockdowns in Teilen Australiens und der inneraustralischen Grenzschließungen stellt die nationale Fluggesellschaft Qantas 2500 Mitarbeiter vorübergehend frei.

Die Maßnahme betreffe sowohl Piloten und Flugbegleiter als auch Bodenpersonal von Qantas und der Tochtergesellschaft Jetstar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Mitarbeiter würden noch zwei Wochen bezahlt, bis die Beurlaubung Mitte August in Kraft trete. Die Maßnahme solle zunächst für zwei Monate gelten. Stellenstreichungen seien aber nicht geplant.

Die australische Fluggesellschaft Qantas stellt vorübergehend 2500 Mitarbeiter frei. Die Gewerkschaft Australian Services Union (ASU) bezeichnete die Ankündigung als "verheerend" für die Betroffenen. "Diese Mitarbeiter haben 18 Monate der Hölle hinter sich - viele haben ihre Ersparnisse aufgebraucht", erklärte eine Gewerkschaftssprecherin.
Die australische Fluggesellschaft Qantas stellt vorübergehend 2500 Mitarbeiter frei. Die Gewerkschaft Australian Services Union (ASU) bezeichnete die Ankündigung als "verheerend" für die Betroffenen. "Diese Mitarbeiter haben 18 Monate der Hölle hinter sich - viele haben ihre Ersparnisse aufgebraucht", erklärte eine Gewerkschaftssprecherin.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 3. August, 4.17 Uhr: Organisatoren melden 18 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben 18 neue Corona-Infektionen im Umfeld der Spiele vermeldet. Auch ein Athlet ist betroffen, wie aus der Mitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Namen werden von den Organisatoren grundsätzlich nicht genannt. Zwölf der neu Infizierten haben ihren Wohnsitz in Japan, sechs außerhalb des Gastgeber-Landes. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe stieg damit insgesamt auf 294, darunter 25 Athletinnen und Athleten. Der Höchstwert der täglichen Corona-Fälle rund um die Spiele war am vergangenen Freitag mit 27 Infektionen erreicht worden.

Update, 3. August, 4 Uhr: Bidens Impfziel verspätet erreicht

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden (78) ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

"Wir haben genug Impfstoff für jeden Amerikaner, der einen haben möchte", sagte der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients. All diejenigen, die für eine Impfung in Frage kämen, müssten jetzt die Ärmel hochkrempeln und ihren Beitrag leisten. Gleichzeitig warnten die Gesundheitsbehörden eindringlich vor der Delta-Variante des Coronavirus. Eigentlich sollte die 70-Prozent-Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Update, 3. August, 2.36 Uhr: IWF will Finanzkraft um Rekordwert steigern

Das oberste Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat einer beispiellosen Erhöhung der finanziellen Schlagkraft der Organisation um 650 Milliarden US-Dollar zugestimmt.

"Dies ist eine historische Entscheidung", erklärte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa (67) Montagabend (Ortszeit) in Washington. Der IWF will mit der Finanzspritze vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zur Überwindung der Corona-Krise zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen - ohne deren Verschuldung zu erhöhen.

Die Summe solle laut Georgiewa insbesondere den schwächsten Ländern helfen, die mit den Auswirkungen der Covid-19-Krise zu kämpfen haben.

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa (67).
IWF-Chefin Kristalina Georgiewa (67).  © Jose Luis Magana/AP/dpa

Update, 3. August, 2.03 Uhr: Kinderärzte drängen Stiko zu Neubewertung von Kinder-Impfempfehlung

In der Debatte um breitere Corona-Impfangebote für Kinder und Jugendliche hat der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer Neubewertung ihrer Position aufgerufen.

"Bereits heute dürfen Ärztinnen und Ärzte entsprechend der aktuell gültigen Stiko-Empfehlung nach intensiver Aufklärung Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren impfen", sagte Fischbach der "Rheinischen Post". "Das Risiko von Nebenwirkungen durch die Impfung ist extrem gering, das zeigen alle Daten aus anderen Ländern." Daher wünsche er sich "eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko".

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, zuletzt folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Update, 3. August, 1.18 Uhr: Ende des Mietmoratoriums: Biden nimmt Bundesstaaten in die Pflicht

Die US-Regierung sieht vorerst keine Möglichkeit, ein wegen der Pandemie verhängtes Moratorium für Zwangsräumungen von säumigen Mietern zu erneuern. Das Moratorium war am Wochenende ausgelaufen und diente in der Corona-Krise dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.

Präsident Joe Biden (78) habe die Gesundheitsbehörde CDC gebeten zu prüfen, ob eine Verlängerung möglich sei, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Der CDC sei es aber "nicht gelungen, eine rechtliche Grundlage für ein neues, gezieltes Räumungsmoratorium zu finden". Die US-Regierung nimmt nun die Bundesstaaten und Kommunen in die Pflicht.

Fachleuten zufolge könnten mit dem Auslaufen des Moratoriums inmitten einer neuen Corona-Welle Hunderttausenden Mietern Räumungsklagen drohen. Gleichzeitig werden Milliarden Dollar an Hilfsgeld für Mieter nicht eingesetzt, weil Bundesstaaten und Kommunen die Mittel nicht abgerufen haben.

Update, 3. August, 1 Uhr: Obama-Geburtstag trotz Corona mit Hunderten Gästen?

Berichte über eine geplante Geburtstagsfeier des früheren Präsidenten Barack Obama (59) mit angeblich Hunderten geladenen Gästen sorgen wegen steigender Corona-Zahlen in den USA für Aufsehen.

"Diese Veranstaltung findet allen öffentlichen Berichten zufolge im Freien statt", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag. Sie reagierte damit auf die Frage eines Reporters, ob Obama mit einer großen Feier in diesen Zeiten nicht ein falsches Signal senden würde. Laut Psaki sei der ehemalige Präsident sei ein großer Verfechter des Impfens.

Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, Obama plane anlässlich seines 60. Geburtstags am Wochenende eine große Feier auf der mondänen Atlantikinsel Martha's Vineyard. Auf der Nachrichtenseite "Axios" hieß es, dass die Gäste geimpft sein und Corona-Tests vorweisen müssten. "Axios" schrieb außerdem unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Umfeld der Obamas, dass Hunderte Menschen erwartet würden.

Der frühere US-Präsident Barack Obama (59) wird am Mittwoch 60 Jahre alt.
Der frühere US-Präsident Barack Obama (59) wird am Mittwoch 60 Jahre alt.  © Brynn Anderson/AP/dpa

Update, 2. August, 22.09 Uhr: Stiko-Chef: Mehr 18- bis 59-Jährige sollten sich impfen lassen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens (71), hat die 18- bis 59-Jährigen aufgerufen, sich verstärkt impfen zu lassen.

Sie seien bei den Geimpften bisher unterrepräsentiert, sagte er bei einer Online-Veranstaltung am Montagabend in Ulm.

"Über 75 Prozent in dieser Altersgruppe wäre toll."

Dann lasse sich auch eine vierte Welle abflachen.

Thomas Mertens (71), Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Thomas Mertens (71), Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 2. August, 21.45 Uhr: Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden (78) ausgerufenes Impfziel erreicht.

Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Titelfoto: kyodo/dpa

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