Coronavirus in NRW: Immer mehr NRW-Schnelltest-Zentren

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Der Landtag hat die Verlängerung der sogenannten "Pandemischen Lage" in NRW um zwei Monate beschlossen.
Der Landtag hat die Verlängerung der sogenannten "Pandemischen Lage" in NRW um zwei Monate beschlossen.  © Federico Gambarini/dpa

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stagniert in Nordrhein-Westfalen.

Am Donnerstag meldete das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) einen Wert von 138,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Am Mittwoch hatte die Kennzahl noch mit 137,7 leicht darunter gelegen.

Statt Lockerungen gibt es im Dezember bei den Anti-Corona-Maßnahmen weitere Verschärfungen. Die aktualisierte Corona-Schutzverordnung ist jetzt in Kraft.

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Update, 4. Dezember, 9.30 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen ungefähr gleichbleibend

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter gleichbleibend auf hohem Niveau.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag einen Wert von 138,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Donnerstag hatte dieser Wert mit 138 leicht darunter gelegen. Im Vergleich zum vorigen Freitag ist er zurückgegangen: Damals lag er noch bei 150.

Münster liegt mit 49,5 weiterhin als einzige große Stadt in NRW unter dem Sieben-Tage-Grenzwert von 50. Die höchsten Werte gab es nach wie vor in Solingen (246,2), Hagen (242,7) und Duisburg (226,4).

Innerhalb eines Tages haben sich laut RKI 4176 Menschen in NRW neu mit dem Coronavirus infiziert, 72 Menschen sind gestorben.

Seit Beginn der Pandemie wurden 276.697 Infektionen registriert, es gab 3791 Tote. Aktuell gibt es demnach rund 63.600 Infizierte.

Update, 4. Dezember, 6.05 Uhr: NRW-Städtetag warnt vor zu schneller Einführung von Corona-Selbstests

Ein Mitarbeiter des Covid 19-Schnelltest-Zentrums Düsseldorf wartet auf das Ergebnis eines Schnelltests.
Ein Mitarbeiter des Covid 19-Schnelltest-Zentrums Düsseldorf wartet auf das Ergebnis eines Schnelltests.  © Federico Gambarini/dpa

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat vor einer zu schnellen Einführung von Corona-Selbstests an Schulen und in Kitas gewarnt.

Wenn Lehrer und Erzieher die Tests selbst durchführen sollten, bräuchten sie eine fachkundige und praxistaugliche Anleitung, sagte der Geschäftsführer des Städtetags NRW, Helmut Dedy, der Rheinischen Post. Dafür seien Schulungen nötig.

"Deshalb rechnen wir nicht damit, dass schon ab Freitag zahlreiche Selbsttests in Kitas und Schulen stattfinden."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte den Zeitungen den Funke-Mediengruppe gesagt, Schulen und Kitas könnten "von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen".

Möglich wird das nach Angaben seines Ministeriums durch die kürzlich beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und durch eine Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung, die an diesem Freitag in Kraft tritt.

Dedy forderte, schnell zu klären, welche Schnelltests strengen Qualitätskriterien genügten. Dazu sei eine entsprechende Zertifizierung durch eine Behörde notwendig. Falsch negative Werte könnten ansonsten das Infektionsgeschehen verstärken, weil sie dazu führten, "dass die Menschen sich nicht mehr vorsichtig verhalten".

Update, 3. Dezember, 21.42 Uhr: Kontrollen in den Bahnen angekündigt

NRW wird sich am kommenden Montag beim ersten bundesweiten Kontrolltag zur Maskenpflicht in Bahnen beteiligen. "Dass auch bundesweit auf Fernstrecken Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden, ist ein wichtiger Beitrag, an die Maskenpflicht zu erinnern", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag.

Update, 3. Dezember, 16.17 Uhr: Kölner Inzidenz leicht auf 122,7 gestiegen

Mit Stand heute liegt die Inzidenzzahl auf dem Gebiet der Stadt Köln bei 122,7 (Vortag: 118,9) die Reproduktionszahl bei 0,8.

322 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, 98 davon auf der Intensivstation. Laut Gesundheitsamt sind zwei weitere Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, verstorben: eine 90-Jährige und eine 91-Jährige, beide mehrfach vorerkrankt.

Insgesamt sind damit 239 positiv getestete Kölner Bürgerinnen und Bürger gestorben. Aktuell sind 1.815 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 3. Dezember, 16.13 Uhr: Kassenärzte sehen Schnelltest-Zentren kritisch

Die Kassenärzte haben sich kritisch zu den Corona-Schnelltest-Zentren für Selbstzahler geäußert, die derzeit in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens eröffnet werden.

Solange die die Schnelltest-Kits knapp seien, sollten sie vorrangig nicht unter "Convenience-Gesichtspunkten", sondern unter medizinischen Gesichtspunkten etwa zum Schutz von Risikogruppen eingesetzt werden, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit.

Antigen-Schnelltests seien momentan nicht in ausreichender Anzahl flächendeckend vorhanden, um mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage jeden Patienten ohne Symptome zu testen, erklärte ein Sprecher.

Corona-Schnelltests taugten nicht zum pauschalen "Freitesten" für Weihnachten, so der Sprecher weiter. Sie stellten grundsätzlich keinen vollwertigen Ersatz zu den üblichen PCR-Tests dar. Sie seien eine Momentaufnahme und sollten auch bei negativem Ergebnis niemanden vollkommen in Sicherheit wiegen.

Update, 3. Dezember, 16.11 Uhr: Monheim zieht für Eislaufbahn vor Gericht

Der Corona-Streit um die Monheimer Eislaufbahn geht in die nächste Runde.
Der Corona-Streit um die Monheimer Eislaufbahn geht in die nächste Runde.  © Birte Hauke/Stadt Monheim am Rhein/dpa

Ist die vorweihnachtliche Eislaufbahn vor dem Monheimer Rathaus in Zeiten der Corona-Pandemie zulässig oder nicht? Das lässt die Stadt jetzt vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf prüfen.

Monheim wehre sich damit gegen die Anweisung des Kreises Mettmann, die Eislaufbahn nur noch für den Schulsport zu betreiben, teilte die Monheimer Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Nach Abstimmung mit dem Düsseldorfer Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung hatte der Kreis die Stadt am Mittwochabend angewiesen, den Betrieb außerhalb des Schulsports "unverzüglich zu unterbinden".

Nach übereinstimmender Auffassung aller Aufsichtsbehörden handele es sich bei der Anlage "um eine Freizeiteinrichtung, die im Sinne der Corona-Schutzverordnung nicht betrieben werden darf".

Die Stadt will die Bahn hingegen für alle Kinder bis 14 Jahren offenhalten und prüft auch noch, ob sie bis zu einer Gerichtsentscheidung davon abrücken muss.

Update, 3. Dezember, 16.10 Uhr: Forderung nach Rettungsschirm für die Kultur

Die Kultursekretariate in Nordrhein-Westfalen haben in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Rettungsschirm für die Kultur gefordert.

Der Kulturbereich werde von den Pandemie-bedingten Einschränkungen besonders schwer erschüttert, schreiben sie in dem am Donnerstag veröffentlichten Brief.

Die Zukunft vieler Kulturschaffender sei infolge der Schließungen "mehr als unsicher, ihre Existenzen sind bedroht". Den NRW-Kultursekretariaten als Institutionen der kommunalen Kulturförderung gehören rund 100 Städte an.

Bund, Länder und Kommunen sollten einen Rettungsschirm über die Kultur spannen, der gewährleiste, dass die in der Pandemie etablierten Hilfsmaßnahmen mindestens für weitere fünf Jahre fortgesetzt würden, hieß es weiter.

Die Hilfsprogramme von Bund und Ländern, die in diesem Jahr schnell und unbürokratisch aufgelegt worden seien, seien für die Kultur "eine beachtliche Unterstützung". Zu befürchten sei aber, dass im Zuge der künftigen Sparmaßnahmen die Kultur geopfert werde.

Update, 3. Dezember, 16.02 Uhr: Immer mehr Corona-Schnelltest-Zentren in NRW

Ein Mitarbeiter des Covid 19-Schnelltest-Zentrums Düsseldorf nimmt bei einem Patienten eine Probe für einen Schnelltest. Corona-Schnelltests werden mittlerweile in mehreren Städten NRWs in extra hergerichteten Räumen angeboten.
Ein Mitarbeiter des Covid 19-Schnelltest-Zentrums Düsseldorf nimmt bei einem Patienten eine Probe für einen Schnelltest. Corona-Schnelltests werden mittlerweile in mehreren Städten NRWs in extra hergerichteten Räumen angeboten.  © Federico Gambarini/dpa

An immer mehr Orten in Nordrhein-Westfalen werden Corona-Schnelltests für Selbstzahler in extra hergerichteten Räumen angeboten. In Düsseldorf etwa gibt es Testzentren in ansonsten als Restaurant oder Club genutzten Gebäuden, in Köln in Räumen über einem Bekleidungsgeschäft in der Fußgängerzone.

Ein weiterer Standort kam am Donnerstag mit der König-Pilsener-Arena in Oberhausen hinzu. Betrieben wird dieses Zentrum von einem Kölner Arzt, der auch schon Zentren in München, Berlin und Köln betreibt.

In Düsseldorf soll an diesem Samstag ein weiteres Zentrum im Bankenviertel in der Innenstadt eröffnen. Dahinter steht ein eigens für Corona-Tests gegründetes Unternehmen mit Sitz in Hürth, an dem auch Ärzte beteiligt sind.

In Oberhausen müssen Interessenten für einen Antigen-Schnelltest einen Termin online buchen. Das von einem Arzt ausgewertete Ergebnis werde bereits nach 15 Minuten digital übermittelt, teilte die Arena mit.

Auch niedergelassene Ärzte bieten Schnelltests für Jedermann an. So gibt es etwa in einer Praxisklinik in Bornheim zwischen Köln und Bonn eine Testmöglichkeit. Auch eine Praxis im münsterländischen Greven bietet Tests an.

Update, 3. Dezember, 11.02 Uhr: Schnelltests für Lehrer und Erzieher bringen Erleichterung

NRW-Familienminister Joachim Stamp geht von einer Erleichterung für Lehrer und Erzieher durch Corona-Schnelltests aus.
NRW-Familienminister Joachim Stamp geht von einer Erleichterung für Lehrer und Erzieher durch Corona-Schnelltests aus.  © Federico Gambarini/dpa

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) verspricht sich durch die neuen Schnelltestmöglichkeiten für Lehrkräfte und Erzieher erhebliche Erleichterungen für den Kita- und Schulalltag.

Stamp äußerte sich am Donnerstag erfreut über die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass Lehrer und Kita-Personal sich nach einer entsprechenden Schulung selbst auf das Coronavirus testen dürfen.

"Ich freue mich, dass es offenbar einen Durchbruch bei den Antigen-Schnelltests gibt", sagte Stamp der Deutschen Presse-Agentur. Erst am Dienstag hätten er und NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) diese Möglichkeit bei Spahn eingefordert.

"Allerdings erwarten wir auch, dass nicht nur die Verordnung angepasst wird, sondern auch die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung stehen", sagte Stamp. "Wenn dies gewährleistet ist, kann das zu erheblichen Erleichterungen des Kita- und Schulalltags in Pandemiezeiten beitragen."

Spahn hatte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe angekündigt, dass Kitas und Schulen schon von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen könnten. "Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen", sagte er. Bislang dürfen Antigen-Schnelltests nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden.

Update, 3. Dezember, 9.23 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in NRW stagniert

Ein Mitarbeiter zeigt in der Corona-Abstrichstelle auf dem Festplatz einen Abstrich für einen Corona-Test.
Ein Mitarbeiter zeigt in der Corona-Abstrichstelle auf dem Festplatz einen Abstrich für einen Corona-Test.  © Tom Weller/dpa

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stagniert in Nordrhein-Westfalen.

Am Donnerstag meldete das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) einen Wert von 138,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Mittwoch hatte die Kennzahl noch mit 137,7 leicht darunter gelegen.

Mehrere Städte, darunter Solingen (249,9), Duisburg (220,6) und Hagen (245,4), überschritten allerdings weiterhin die extreme 200er-Schwelle. Ab diesem Wert gelten nach einer Vereinbarung von Bund und Ländern zusätzliche Einschnitte zur Eindämmung.

Zuletzt gab es in NRW 4960 registrierte Neuinfektionen an einem Tag.

Seit Beginn der Pandemie wurden 272 021 Fälle bekannt, 3721 Personen sind verstorben. Aktuell geht das LZG von rund 63.800 Infizierten aus.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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