Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land sinkt weiter, aber eine weitere Stadt über 35

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag einen Wert von 19,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag einen Wert von 19,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntag weiter zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 18,9. Am Samstag waren landesweit noch 19,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert worden.

Nachdem am Samstag nur Hagen und Bonn noch über der Schwelle von 35 lagen, rutschte am Sonntag auch Wuppertal durch einen leichten Anstieg auf 36,6 wieder über diese Marke.

Nur Hagen und Bonn bleiben jedoch die einzigen Kommunen in NRW, für die derzeit die Regelungen der Inzidenzstufe 3 gelten. So sind dort etwa Treffen im öffentlichen Raum weiterhin nur für Personen aus zwei Haushalten erlaubt.

Für die meisten Städte und Kreise gilt mittlerweile Stufe 1. Am Sonntag rutschten etwa Dortmund, Hamm und Kleve in diese Stufe. Einstellige Werte werden weiterhin von fünf Kommunen gemeldet. Dem RKI wurden von den NRW-Gesundheitsämtern insgesamt 331 weitere Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg landesweit um vier.

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Update, 16. Juni, 21.20 Uhr: Post nach Impfung in Impfzentren

Wer in einem Impfzentrum geimpft wurde, muss für den Erhalt eines digitalen Impfnachweises nichts weiter unternehmen. Darauf hat am Sonntag das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hingewiesen.

Die Bürger bekämen einen QR-Code automatisch bis Ende Juni per Post zugeschickt.

Update, 13. Juni, 17.20 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Köln

Wie die Stadt Köln mitteilte, gibt es am heutigen Sonntag, 13. Juni 2021, den insgesamt 53.266. (Vortag: 53.248) bestätigten Coronavirus-Fall.

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 21,4 und die Reproduktionszahl bei 0,7. 83 Personen befinden sich laut Angaben der Stadt derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 55 Personen auf Intensivstationen.

Darüber hinaus wies die Stadt noch einmal darauf hin, dass seit dem 12. Juni laut Änderung der Coronaschutzverordnung neben FFP2- und KN95/N95- auch das Tragen von OP-Masken im Personennah- und -Fernverkehr sowie in Taxen möglich ist.

Update, 13. Juni, 11 Uhr: Inzidenz in NRW bei 18,9

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntag weiter zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 18,9. Am Samstag waren landesweit noch 19,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert worden.

Nachdem am Samstag nur Hagen und Bonn noch über der Schwelle von 35 lagen, rutschte am Sonntag auch Wuppertal durch einen leichten Anstieg auf 36,6 wieder über diese Marke.

Update, 13. Juni, 8.17 Uhr: Jugendherbergen blicken hoffnungsvoll auf den Sommer

Viele Jugendherbergen in NRW können im Sommer wieder Gäste begrüßen.
Viele Jugendherbergen in NRW können im Sommer wieder Gäste begrüßen.  © Harald Tittel/dpa

Im Sommer wird ein Großteil der Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen wieder geöffnet sein. Die 33 Jugendherbergen im Rheinland wollen nach Angaben ihres Verbands bis auf wenige Ausnahmen in den Ferien wieder Gäste empfangen. Der Landesverband Westfalen-Lippe kündigte an, bis zum Start des neuen Schuljahres wieder alle seine Häuser öffnen zu wollen.

Die Jugendherbergen blicken nach monatelanger Corona-Zwangspause hoffnungsvoll auf die kommenden Wochen. "Wir sind guter Dinge", sagte Annette Rath, Sprecherin des Jugendherbergswerks Rheinland. Seit touristische Angebote wieder möglich seien, habe die Nachfrage stark angezogen, "erfreulicherweise auch für unsere Kinder- und Jugendreisen".

Auch der Landesverband Westfalen-Lippe berichtet von einem gelungenen Neustart. "Unsere Jugendherbergen waren über die langen Wochenenden gut gebucht, hauptsächlich Familien waren und sind zu Gast bei uns und freuen sich über eine Auszeit nach dem anstrengendem Lockdown mit Homeschooling, Homeoffice und Co.", sagte Sprecherin Maike Braun. Im Juni seien die meisten Herbergen aber nur an Wochenenden geöffnet.

Update, 13. Juni, 7.32 Uhr: Keine FFP2-Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen

Im Öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen gilt seit Samstag keine Pflicht mehr zum Tragen einer FFP2- oder KN95-Maske. Wie aus der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes hervor geht, reicht nun eine sogenannte OP-Maske. Das Verkehrsministerium wies bei Twitter auf die Neuerung hin.

Ende April war mit der sogenannten Bundes-Notbremse die landesweite Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in Bussen, Bahnen und an Haltestellen eingeführt worden. Vorher hatte ebenfalls eine OP-Maske genügt.

Der Düsseldorfer Verkehrsbetrieb Rheinbahn schrieb am Samstag bei Facebook: "Uuuupsss... Manchmal kommen Lockerungen schneller als gedacht", und wies ebenfalls auf die Änderung hin. "FFP2-Masken sind natürlich auch weiterhin gerne gesehen", so die Rheinbahn.

Update, 12. Juni, 11.52 Uhr: 1000 Menschen bei Corona-Party am Aachener Weiher in Köln

Eine Open-Air-Party in Köln mit rund 1000 Teilnehmern ist in der Nacht zu Samstag aufgelöst worden.

Dabei sind zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben, berichtete ein Polizeisprecher.

Nach seinen Angaben hatte die Stadt die Polizei gegen 23 Uhr um Amtshilfe bei der Auflösung der Party am Aachener Weiher gebeten.

Update, 12. Juni, 8.54 Uhr: Nachfrage nach Urlaub in NRW zieht stark an - viele kurzfristige Buchungen

Die Nachfrage nach Sommerurlaub in Nordrhein-Westfalen zieht nach Monaten der Corona-Zurückhaltung wieder deutlich an.
Die Nachfrage nach Sommerurlaub in Nordrhein-Westfalen zieht nach Monaten der Corona-Zurückhaltung wieder deutlich an.  © dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Nachfrage nach Sommerurlaub in Nordrhein-Westfalen zieht nach Monaten der Corona-Zurückhaltung wieder an.

"Die Stimmung bei den Anbietern hat sich deutlich aufgehellt. Angesichts sinkender Inzidenzen haben wir durchaus die Hoffnung, dass der Tourismus in Nordrhein-Westfalen in den Sommermonaten wieder deutlich belebt wird", sagte Tonia Haag, Sprecherin von Tourismus NRW, der Deutschen Presse-Agentur.

Unter anderem aus dem Sauerland, dem Münsterland und der Eifel komme die Rückmeldung, dass Buchungen deutlich zugenommen haben.

Seit der Pandemie habe sich ein Trend zu sehr kurzfristigen Buchungen gezeigt, der sich wohl auch fortsetze: "Die Entwicklung der Inzidenzen ist für viele ein Unsicherheitsfaktor", sagte Haag. Bei allem Optimismus für die Sommermonate: "Es ist eine Illusion, das Vorkrisenniveau erreichen zu können."

Update, 12. Juni, 8.20 Uhr: Verfügungen für Krankheit und Tod liegen im Trend

In der Corona-Pandemie haben Menschen verstärkt mit notariellen Verfügungen und Vollmachten für den Todesfall oder das Auftreten schwerer Erkrankungen vorgesorgt.

"Wir spüren einen erheblichen Anstieg", sagte der Bonner Notar Michael Uerlings, der auch Geschäftsführungsmitglied der Bundesnotarkammer in Köln ist. "Die Menschen haben im Lockdown viel Zeit gehabt nachzudenken, und sie haben gesehen, dass es bei manchen sehr schnell gegangen ist."

Update, 11. Juni, 16.24 Uhr: Land stockt Hilfen für Chöre und Musikvereine um eine Million auf

Das Land NRW stockt seine Corona-Hilfen für Hobby-Chöre und Musikvereine um eine Million Euro auf. Das teilte das NRW-Kulturministerium am Freitag mit.

Das Geld solle Vereinen zu Gute kommen, die durch ausgefallene Auftritte und andere Corona-Einschränkungen in finanzielle Engpässe geraten sind. Pro Verein sind bis zu 2500 Euro möglich. Ein erstes Hilfsprogramm für Laienmusiker mit 500.000 Euro hatte das Land bereits im Sommer 2020 aufgelegt.

"Nordrhein-Westfalen ist Heimat einer Vielzahl an Chören, Orchestern und Musikgruppen. Diese bunte und lebendige Landschaft der Laienmusikvereine wollen wir mit Kräften in der Corona-Krise unterstützen", erklärte Kultur-Staatssekretär Klaus Kaiser.

Update, 11. Juni, 16.22 Uhr: Inzidenz in Köln bei 22,3

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 22,3 und die Reproduktionszahl bei 0,70.

97 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 59 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell 27 freie Intensivplätze.

Dem Gesundheitsamt wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: eine vorerkrankte 53-Jährige.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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