Coronavirus in NRW: Inzidenz sinkt weiter, Maskenpflicht weitgehend aufgehoben

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag einen Wert von 8,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag einen Wert von 8,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter. Am Dienstag lag die Kennzahl bei 8,2 und damit um 1,0 niedriger als am Vortag, wie aus Daten auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert in der Corona-Pandemie bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Unter den kreisfreien Städten und Kreisen hat Hagen mit 27,6 die höchste Inzidenz in NRW. Am besten sieht es im Kreis Minden-Lübbecke (1,3), Höxter (2,1) und Münster (2,5) aus. Bundesweit lag die Inzidenz bei 8,0.

16 coronabedingte Todesfälle kamen in NRW innerhalb von 24 Stunden hinzu, insgesamt starben in dem Bundesland seit Ausbruch der Pandemie 17.064 Menschen an den Folgen einer Infektion.

"Keinen mit Maske gesehen": Kretschmann entsetzt über EM-Fans im Stadion!
Coronavirus "Keinen mit Maske gesehen": Kretschmann entsetzt über EM-Fans im Stadion!

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 28. Februar 2021 findest Du hier.

Update, 22. Juni, 13.30 Uhr: "Mitte in Gefahr" - Politische Straftaten durch Corona stark gestiegen

Die politische Kriminalität hat in Nordrhein-Westfalen nach vier Jahren Rückgang erstmals wieder zugenommen. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten stieg im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 6540. Im Vorjahr waren es noch 6030 Straftaten.

Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) bei der Vorstellung des neuen NRW-Verfassungsschutzberichts am Dienstag in Düsseldorf mit.

Update, 22. Juni, 13.21 Uhr: Dehoga möchte, dass größere Hochzeitsfeiern wieder erlaubt werden

Mit Blick auf niedrige Corona-Infektionszahlen hat der Gastgewerbe-Verband Dehoga die Landesregierung aufgefordert, größere Feierlichkeiten im privaten Rahmen wieder zu erlauben. Die maximale Gästezahl bei Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstagsfeiern sollte von aktuell 50 auf 150 angehoben werden, heißt es von dem Verband, der unter anderem die Interessen von Restaurants und Cafés vertritt.

"Solche Veranstaltungen sind wichtig für die Branche und vor der pandemischen Situation abgesichert durch Corona-Tests mehr als vertretbar", erklärte Dehoga-Regionalpräsident Haakon Herbst. Die aktuell gültige Corona-Schutzverordnung läuft am Donnerstagabend aus.

Update, 22. Juni, 11.51 Uhr: Mehr als 17.000 Tote - Landtag plant Gedenkfeier für Corona-Opfer

Die Gedenkfeier im Parlament soll ganz im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen stehen.
Die Gedenkfeier im Parlament soll ganz im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen stehen.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Mit einer zentralen Gedenkstunde am 30. Juni wird an die Opfer der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen gedacht.

Neben Landtagspräsident André Kuper (60) und Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) werde auch die Präsidentin des NRW-Verfassungsgerichts, Barbara Dauner-Lieb (66), im Landtag sprechen, teilte ein Sprecher des Landtags am Dienstag mit.

Die Feier im Parlament stehe im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie des Dankes "an die stillen Helferinnen und Helfer".

Coronavirus in Frankfurt: Hessen hebt Corona-Maskenpflicht im Schulunterricht auf
Coronavirus Coronavirus in Frankfurt: Hessen hebt Corona-Maskenpflicht im Schulunterricht auf

Nach früheren Angaben sollen für die Verstorbenen Kerzen angezündet werden. Als Gäste sind Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer eingeladen.

In NRW starben seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 mehr als 17.000 Menschen im Zusammenhang mit Corona.

Update, 21. Juni, 15.48 Uhr: Aktuelle Corona-Lage in Köln

Der Wert, der angibt, wie viele von 100.000 Kölnerinnen und Kölner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt am Montag, den 21. Juni 2021, laut dem RKI bei 11,5.

Außerdem gibt es sechs mehr Infizierte als am Vortag. Die Stadt Köln meldete keine weiteren Todesfälle.

Update, 21. Juni, 12.30 Uhr: Betriebsärzte haben schon Zehntausende Post-Beschäftigte geimpft

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt die Deutsche Post DHL mit ihren Impfungen über Betriebsärzte nach eigenen Angaben gut voran. Bis zu diesem Freitag werden voraussichtlich rund 40.000 der 230.000 Beschäftigten im Inland eine Dose verabreicht bekommen haben, wie der Bonner Konzern am Montag mitteilte.

Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sortierzentren und in der Zustellung kamen bei den vor zwei Wochen gestarteten Impfungen schon dran - also auch Paketboten, die an der Haustür klingeln und Kundenkontakt haben.

Die Firma rechnet damit, die betriebliche Impfkampagne bis Anfang September abgeschlossen zu haben, dann wird es also die letzten Zweitimpfungen geben. Das freiwillige Impfangebot stoße auf großes Interesse und das Feedback der Beschäftigten sei sehr positiv, zeigte sich Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie (44) zufrieden.

Auch andere deutsche Firmen haben vor zwei Wochen damit begonnen, die Belegschaft über Betriebsärzte impfen zu lassen.

Update, 21. Juni, 8.16 Uhr: Ab heute: Masken im Freien und Tests für Innengastro keine Pflicht mehr

Die Maskenpflicht im Freien ist in Nordrhein-Westfalen seit Montag weitgehend aufgehoben. Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss jetzt kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden.

Das sieht die neue Corona-Schutz-Verordnung des Landes vor, die am Montag in Kraft trat. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen.

Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort bleibt die Maskenpflicht in festgelegten öffentlichen Bereichen noch bis einschließlich 28. Juni gültig. Das hatte der Krisenstab der Stadt beschlossen.

Update, 20. Juni, 17.05 Uhr: Corona-Zahlen für Köln

Der Wert, der angibt, wie viele von 100.000 Kölnerinnen und Kölner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt am Sonntag, den 20. Juni 2021, laut dem RKI bei 12,5.

Außerdem gibt es 32 mehr Infizierte als am Vortag. Die Stadt Köln meldete keine weiteren Todesfälle.

Update, 18. Juni, 19.22 Uhr: Neue Impftermine in NRW

Die nordrhein-westfälischen Impfzentren können ab kommendem Mittwoch (23. Juni 2021) die Erstimpfungen fortsetzen. Das hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) nun den Kreisen und kreisfreien Städten mitgeteilt. Rund 80.000 Impfdosen (BioNTech) stünden für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen. In der Folgewoche sollen noch einmal 150.000 Dosen dazukommen.

Ab kommendem Mittwoch, 8 Uhr, könnten sich zunächst Personen über 60 Jahre sowie Personen ab 16 Jahren mit Vorerkrankungen, die noch keinen Impftermin über die niedergelassenen Praxen erhalten haben, Impftermine in den Impfzentren vereinbaren.

Ebenso sollen sich Beschäftigte von Krankenhäusern und in (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen Impftermin vereinbaren.

Hierfür stehen die bereits bekannten Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung. Gebucht werden können zunächst Termine bis zum 11. Juli 2021.

Update, 18. Juni, 14.46 Uhr: Land und Kommunen einigen sich auf Erstattung von Kita-Beiträgen

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf die Lastenverteilung bei den infolge der Corona-Pandemie reduzierten Kita-Beiträgen geeinigt.

Das Land wolle sich für den Zeitraum von Februar bis Mai mit rund 110 Millionen Euro an der Finanzierung ausgefallener Elternbeiträge beteiligen, teilten die Verbände am Freitag mit. Die Landesregierung habe ihr ursprüngliches Angebot damit um rund 22 Millionen Euro angehoben.

Es geht um die Erstattung von Elternbeiträgen für Kitas, Kindertagespflege und die Offene Ganztagsschule (OGD).

Update, 18. Juni, 13.32 Uhr: Bundesländer fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) machte klar, dass er einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Firmen nicht abgeneigt ist. (Archivfoto)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) machte klar, dass er einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Firmen nicht abgeneigt ist. (Archivfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Bei den Corona-Hilfen für Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verlängerung an. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Die bisherige "Überbrückungshilfe III" zahlt der Bund.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist. Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenenfalls nach der Sommerpause verlängern.

Bisher habe man insgesamt 105 Milliarden Euro an Unternehmen als Corona-Hilfen überwiesen, sagte Altmaier. Dabei handele es sich grob zur Hälfte um Kredite und zur Hälfte um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Hinzu kommt noch Geld von den Ländern.

Die staatliche Unterstützung hat sich nach Altmaiers Darstellung ausgezahlt. Als die noch bis Ende Juni laufende Überbrückungshilfe um drei Monate als "Überbrückungshilfe III plus" verlängert wurde, sei er ohnehin für eine Fortsetzung bis Jahresende gewesen.

Die Corona-Pandemie hat große Teile der deutschen Wirtschaft hart erwischt. Inzwischen sieht es wieder etwas besser aus, auch weil Einschränkungen gelockert wurden und zum Beispiel Restaurants und Cafés wieder offen sind. Die Situation in einigen Branchen wie der Messewirtschaft ist aber noch immer sehr angespannt.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: