Dresden - Zumindest aus Schnee wurde das vor einem Jahr und vier Monaten eingestürzte Bauwerk am Dresdner Elbufer wieder errichtet.
Während die Fertigstellung der "echten" Carolabrücke erst für das Jahr 2031 geplant ist, haben unbekannte Konstrukteure ihrer Kreativität bei eisigen Temperaturen freien Lauf gelassen und im Laufe des Sonntags kurzerhand einen Neubau aus Schnee angefertigt.
Die überraschend detaillierte Nachbildung wurde dabei am Elbufer auf Neustädter Seite aus dem Schnee gestampft. Unweit jener Position, an der einst die Carolabrücke aus Spannbeton Dresdner Alt- und Neustadt verbunden hat.
Bis zum Herbst 2026 soll entschieden sein, wie die neue Carolabrücke aussehen und wie viele Fahrspuren sie bekommen soll. Die unbekannten Erbauer der Schnee-Brücke hatten dagegen schon konkrete Vorstellungen.
Bildaufnahmen des Meisterwerks zeigen, wie zwei massive Pfeiler die Brücke stützen, insgesamt drei relativ gleich große Unterführungen verlaufen darunter. Zwei Löcher unter der Fahrbahn erinnern zudem an jene Visionen der TU-Studenten, die unter der Straße noch eine zweite Brückenebene für Fußgänger und Radfahrer eingeplant hatten.
Aufschluss über die Anzahl der Autospuren gibt das zwar Bauwerk nicht, die Rillen auf der Oberseite zeigen aber, dass mindestens ein Schlitten darauf passen sollte.