Stadtreiniger posten verstörendes Video mit riesigen toten Ratten

Glasgow (Schottland) - Die schottische Stadt Glasgow hat offenbar ein Problem.

Dieser Clip schlägt in Schottland hohe Wellen.
Dieser Clip schlägt in Schottland hohe Wellen.  © Facebook/Screenshot/GMB Branch 40

Am Donnerstag veröffentlichte die Gewerkschaft GMB Branch 40 auf ihrer Facebook-Seite ein verstörendes Video, in dem riesige tote Ratten zu sehen sind, die in einer nassen Mülltonne liegen.

Der Clip wurde von einem Stadtreiniger in Glasgows Stadtteil Summerton aufgenommen. GMB nutzte das Ekel-Material, um den Stadtrat auf die Arbeitsbedingungen der örtlichen Müllabfuhr hinzuweisen, berichtet aktuell der Daily Record.

In einem zweiten Video fordert der GMB-Vertreter Chris Mitchell deshalb sofortige Maßnahmen der schottischen Regierung sowie des Gemeinderats, um ihnen bei der Bewältigung der "Abfallkrise" in der Stadt zu helfen.

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Gary Smith, der neu gewählte Generalsekretär des GMB in Schottland, hatte dem Daily Record bereits zuvor gesagt, dass Glasgow "dreckig" sei.

Außerdem hatte Smith berichtet: "Glasgow hat enorme Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben erlitten, die Straßen sind schmutzig, die Infrastruktur bröckelt, der öffentliche Raum befindet sich in einem schrecklichen Zustand des Verfalls."

Schottische Regierung schaltet sich ein

Das wollte der Stadtrat nicht auf sich sitzen lassen.

Ein Sprecher ging in die Offensive, erklärte: "Wir leeren die Mülltonnen in diesen Objekten alle vier Tage und nach unserer Erfahrung sind die Mülltonnenplätze in Ordnung. Wie es zu diesem konkreten Vorfall kam, ist unklar. Aus unserer Sicht bietet dieser Vorfall keine Grundlage für eine sinnvolle Diskussion über das umfassende Reinigungssystem in Glasgow."

GMB-Mitglied David Hume konterte daraufhin scharf: "Dies ist ein weiteres beschämendes Beispiel für Glasgows Abfallkrise. Und lassen sie uns klarstellen, dass es sich um eine Krise handelt, die an eine Katastrophe grenzt."

Doch damit nicht genug: Die schottische Regierung schaltete sich ebenfalls ein. Ein Sprecher sagte: "Wir sind allen wichtigen Mitarbeitern sehr dankbar, die dazu beigetragen haben, während der Pandemie wesentliche Dienste in ganz Schottland aufrechtzuerhalten." Es liege jedoch in der Verantwortung der einzelnen Stadträte die Budgets zu verwalten.

In diesem Streit dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.

Titelfoto: Facebook/Screenshot/GMB Branch 40

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