Sarah Engels: "Fire" als Trennungs-Verarbeitung von Pietro Lombardi?
Köln/Wien (Österreich) - Wenn am 16. Mai der Eurovision Song Contest (ESC) von rund 160 Millionen Menschen geschaut wird, möchte auch Sarah Engels (33) ins Rampenlicht treten. TAG24 hat mit der DSDS-Zweiten von 2011 über die Message hinter dem Song "Fire" und ihre Pläne im deutschen Vorentscheid gesprochen, in dem sie den größten Namen hat.
"Echt" und "ehrlich" sind Worte, die im Interview mit der 33-Jährigen mehrfach fallen. "Fire" ist nicht einfach ein tanzbarer Gute-Laune-Track mit Ohrwurm-Potenzial. Die Zuschauer sollen ihn spüren und nicht nur hören. In ihm verarbeitet Sarah eine Lebensphase, "in der ich zwar funktioniert habe, aber meine eigene Stimme und innere Stärke leiser geworden waren".
Obwohl sie es nicht direkt anspricht, könnte es sich um den Zeitraum Ende der 2010er-Jahre handeln, in dem die anstehende Scheidung von Pietro Lombardi (33) und der gegenseitige Beschuss mit dessen neuer Partnerin Laura Maria Rypa (30) zur medialen Schlammschlacht wurde.
Genau von diesem Punkt und dem Wunsch, "das eigene innere Feuer wiederzufinden, sich zu vertrauen, für sich einzustehen und wieder an die eigene Kraft zu glauben", handelt "Fire".
In dem singt die zweifache Mutter: "I'm on fire, fire. You're a liar, liar. Stop the lyin', lyin', no lyin', lyin', no more" (Deutsch: "Ich brenne, brenne. Du bist ein Lügner, Lügner. Hör auf zu lügen, zu lügen, keine Lügen mehr").
Erster Ausschnitt aus Sarah Engels' Lied "Fire":
ESC 2026: Sarah Engels' Vorbild ist ESC-Siegerin Loreen
Der Liedtext richtet sich insbesondere an Frauen, "die vielleicht gerade still geworden sind, obwohl so viel in ihnen steckt. Mit diesem Song möchte ich sagen: Dein Feuer ist nicht verschwunden – es ist manchmal nur gut versteckt. Und es darf wieder brennen."
Einen Ausschnitt der Performance-Übung hatte Sarah Engels zuletzt schon auf ihrem Instagram-Kanal geteilt. Sie sei zwar nicht die größte Tänzerin, sagt die Gewinnerin von "The Masked Singer" (2020). Dennoch wolle sie alles geben, die Bühne anzuzünden.
Als Vorbild hat sie dafür die Schwedin Loreen (42), die 2012 mit "Euphoria" gewann. "Eine Frau, ganz allein auf dieser riesigen Bühne, ohne große Effekte oder Tänzer – und trotzdem füllt sie den gesamten Raum nur mit ihrer Präsenz, ihrer Energie und ihrer Entschlossenheit. Sie zeigt, wie stark eine Künstlerin sein kann, wenn sie vollkommen in ihrer Kunst aufgeht."
Dass Deutschland bis auf wenige Ausnahmen eher schlechte ESC-Platzierungen vorweisen kann, weiß die Kölnerin und ist gleichzeitig davon nicht abgeschreckt. Viel wichtiger als ein möglicher Sieg beim größten Musikwettbewerb der Welt sei es, Menschen zu berühren. Dies lasse sich nicht immer in Platzierungen oder Zahlen messen.
Für Sarah Engels gilt es, sich im deutschen Vorentscheid am 28. Februar (20.15 Uhr/ARD) gegen acht Konkurrenten durchzusetzen. Als eine der Big-Five-Nationen wäre sie dann auch direkt fürs ESC-Finale am 16. Mai qualifiziert - mit einer sicher feurigen Performance.
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