Tragisches Unglück in Brasilien: Deutsche Forscherin (†45) stirbt bei Absturz von Kleinflugzeug
Köln/Brasilien - Sie galt als die einzige Zoologin weltweit, die das Leben der Großen Ameisenbären systematisch erforscht hat. Doch ihre Leidenschaft bezahlte Lydia Möcklinghoff (†45) am Ende mit ihrem Leben.
Wie nun bekannt wurde, verstarb die 45-Jährige, die den Großteil des Jahres in Köln lebte und über viele Jahre hinweg immer wieder ins südamerikanische Sumpfgebiet Pantanal pendelte, am Freitagmorgen (3. Juli) beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe der Stadt Campo Grande (Brasilien).
Die traurigen Nachrichten wurden auf ihrem Instagram-Kanal bestätigt. Dort heißt es: "Mit tiefer Trauer müssen wir mitteilen, dass Lydia Möcklinghoff am 3. Juli bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien ums Leben gekommen ist. Danke für deine unendliche Neugier und Freundlichkeit. Wir werden dich sehr vermissen."
Wie die brasilianische Tageszeitung "O Globo" berichtet, kam auch für den Piloten, Henrique Martin (42), jede Hilfe zu spät.
Die Umstände des Absturzes sind derweil noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Maschine allerdings erst wenige Minuten bei schlechten Sichtverhältnissen und dichtem Nebel in der Luft, als es in einem Waldgebiet zu dem Unglück kam.
Eine Untersuchung durch die brasilianische Luftfahrtbehörde Cenipa sei eingeleitet worden, heißt es in dem Bericht weiter. Ihr Leichnam soll laut "O Globo" aktuell für die Überführung nach Deutschland vorbereitet werden.
Lydia Möcklinghoff arbeitete auch für die "Sendung mit der Maus"
Die 45-Jährige galt als einzige Wissenschaftlerin weltweit, die das Leben des Großen Ameisenbären systematisch über einen Zeitraum von mehreren Jahren beobachtete.
Neben ihrer Arbeit als Ameisenbär-Forscherin galt Möcklinghoff auch als namhafte Wissenschaftsjournalistin und Autorin (u. a.: "Ich glaub, mein Puma pfeift" und "Die Supernasen"). Zudem stand sie als Moderatorin für verschiedene Podcasts vor dem Mikrofon und schwang für den WDR als freie Mitarbeiterin die Schreibfeder - unter anderem für die "Sendung mit der Maus".
Titelfoto: IMAGO/Stephan Wallocha
