Nahost-Konflikt: Hisbollah bekennt sich zu Raketenangriff nahe Tel Aviv

Iran - Gut eine Woche nach dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran wachsen in dem Land teils Verunsicherung und Frust.

Die Angriffe im Iran lassen Verunsicherung und Frust in der Bevölkerung des Landes größer werden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Die jüngsten Luftschläge auf Öldepots sowie Einschläge in Wohngebieten, historischen Stätten und einer Mädchenschule in Minab im Südiran hätten die Menschen spürbar verunsichert und vielerorts Unbehagen ausgelöst, schilderten Beobachter die Stimmung im Land.

Ihren Angaben zufolge beunruhigt auch viele Personen, dass in dem Krieg zunehmend die Nachbarstaaten aus dem Iran beschossen werden.

Die Rechtfertigung der iranischen Regierung, dass die Attacken ausschließlich auf US‑Militärbasen zielten, verfängt auch im Iran längst nicht bei allen. "Wenn auch die uns noch angreifen, dann wandere ich aus", so Taxifahrer Behsad.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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9. März, 20.13 Uhr: Schifffahrtsriese MSC stoppt Exporte in den Golfraum

Die globale Reederei MSC gab am Montag bekannt, dass sie aufgrund des Krieges im Nahen Osten bestimmte Exportlieferungen aus dem Golfraum einstellt.

"Angesichts der anhaltenden und außergewöhnlichen Sicherheitslage im Nahen Osten ist es notwendig, für bestimmte Exportlieferungen aus den Golfhäfen, unabhängig davon, ob sie sich an Land befinden oder bereits an Bord sind, ein Ende der Reise zu erklären", teilte der Schifffahrtsriese mit.

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9. März, 19.25 Uhr: Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans

Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen.

Das teilte das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die "Zr. Ms. Evertsen" werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt. 

Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten.

9. März, 19.03 Uhr: Hisbollah bekennt sich zu Raketenangriff nahe Tel Aviv

Die Hisbollah erklärte vor wenigen Minuten, sie habe den Stützpunkt des israelischen Heimatfrontkommandos in Ramla, in der Nähe von Tel Aviv, mit "modernen Raketen" angegriffen.

In einer Erklärung teilte die Gruppe mit, sie habe den Stützpunkt mit einer "Salve hochentwickelter Raketen" angegriffen, als Reaktion auf "die kriminelle israelische Aggression", die Dutzende libanesischer Städte und Gemeinden sowie die südlichen Vororte von Beirut getroffen habe.

In Beirut, einem Vorort von Libanon, ereigneten sich bereits in den vergangenen Tagen zahlreiche Angriffe. (Archivforo)  © - / AFP

9. März, 18.52 Uhr: Israel zerstört Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört.

Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hieß es.

Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.

Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.

9. März, 18.37 Uhr: Trump prüfe Optionen bezüglich der Ölpreise

Der US-Präsident Donald Trump (79) prüfe "alle glaubwürdigen Optionen" zur Kontrolle der Ölpreise inmitten der gemeinsamen US-israelischen Operation gegen den Iran, teilte das Weiße Haus mit.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses betonte, dass der aktuelle Preisanstieg "kurzfristig" sei.

"Präsident Trump und sein gesamtes Energieteam hatten schon lange vor Beginn der Operation Epic Fury einen soliden Plan, um die Energiemärkte stabil zu halten, und sie werden auch weiterhin alle glaubwürdigen Optionen prüfen", erklärte sie gegenüber der AFP.

9. März, 18.16 Uhr: EU-Chefdiplomatin fordert Angriffs-Ende auf Libanon

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon.

Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich.

Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen.

Kaja Kallas (48) ist seit Dezember 2024 die EU-Außenbeauftragte.  © AFP

9. März, 18.01 Uhr: Israel bezeichnet Irans neuen Obersten Führer als "Tyrannen"

Nach Angaben der AFP bezeichnete Israel Irans neuen Obersten Führer als "Tyrannen".

Dieser würde die "Brutalität des Regimes" fortsetzen.

9. März, 17.43 Uhr: WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg

Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus (61), vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt.

Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet. 

9. März, 17.27 Uhr: Russland bietet Europa Energie-Lieferung an

Russland würde Öl und Gas an europäische Abnehmer liefern, vorausgesetzt, diese Zusammenarbeit sei "langfristig" und übe keinen politischen Druck auf Moskau aus, sagte Präsident Wladimir Putin (73).

"Wenn europäische Unternehmen und europäische Käufer sich plötzlich dazu entschließen, sich neu auszurichten und uns eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit ohne politischen Druck zu bieten, dann nur zu. Wir haben uns noch nie geweigert", sagte Putin in einer Fernsehansprache.

"Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen von ihnen Signale, dass sie bereit und willens sind, mit uns zusammenzuarbeiten und diese Nachhaltigkeit und Stabilität zu gewährleisten", fügte er hinzu.

9. März, 17.17 Uhr: Klingbeil sieht Preistreiberei an Tankstellen

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD, 48) sieht den aktuellen Anstieg der Spritpreise als ungerechtfertigt an und will ein schnelles Handeln der Bundesregierung.

Wie der SPD-Politiker in Brüssel bei einem EU-Finanzministertreffen sagte, könnten etwa die Transparenzpflichten für Mineralölkonzerne erhöht werden, um den Nachweis von Preistreiberei zu vereinfachen.

Zudem warb er dafür, festzulegen, dass die Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden dürften. Dies könne sehr schnell ohne langwierigen Gesetzgebungsprozess umgesetzt werden, erklärte er.

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