Nahost-Konflikt: Neue israelische Drohungen gegen künftigen Chamenei-Nachfolger

Iran - Israels Luftwaffe flog erneut Angriffe im Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee am Sonntag auf Telegram mit.

Ein riesiger Feuerball war in der Nacht zum Sonntag in Teheran zu sehen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert.

In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten.

Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, die Bombardierung einer Ölraffinerie.

Israel Krieg Ex-"Tagesschau"-Sprecher flüchtet aus Israel - aus Liebe zu seinen Kindern

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

8. März, 10.50 Uhr: Neue israelische Drohungen gegen künftigen Chamenei-Nachfolger

Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei (†86) erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei.

"Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht", hieß es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X.

Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Chameneis teilzunehmen. 

Anzeige
Der iranische Staatsführer Ajatollah Ali Chamenei (†86) starb infolge eines gezieltern Luftangriffes in Teheran.  © -/Iranian Presidency Office Apaim/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

8. März, 9.55 Uhr: Treibstoff-Versorgung in Teheran nach Angriffen eingestellt

Die Treibstoffversorgung in der iranischen Hauptstadt sei nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Öldepots in und um die Stadt "vorübergehend unterbrochen" worden, sagte ein Beamter.

"Aufgrund von Schäden am Treibstoffversorgungsnetz ist die Verteilung vorübergehend unterbrochen", sagte Teherans Gouverneur Mohammad Sadegh Motamedian (54) laut der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA.

"Das Problem wird gelöst", fügte er hinzu.

Die Angriffe auf Teheran und die umliegenden Regionen dauern weiter an.  © Rabih DAHER / AFP

8. März, 9.30 Uhr: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff in Bahrain beschädigt

Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen.

Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um "iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele" richte.

Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen.

8. März, 8.44 Uhr: Explosionen erschüttern die iranische Provinz Yazd

Staatsmedien zufolge erschütterten vor wenigen Minuten Explosionen die iranische Provinz Yazd, eine der ältesten Städte im Iran.

Weitere Informationen wurden von den örtlichen Behörden noch nicht bekannt gegeben.

8. März, 8.03 Uhr: Sri-lankisches Krankenhaus entlässt 22 Gerettete

Sri Lanka hat am Sonntag 22 iranische Besatzungsmitglieder aus dem Krankenhaus entlassen, die nach der Versenkung ihres Kriegsschiffs durch ein US-amerikanisches U-Boot aus Rettungsflößen geborgen worden waren, teilten Beamte mit.

Die Besatzung wurde seit Mittwoch im Karapitiya-Krankenhaus in der südlichen Hafenstadt Galle behandelt, nachdem die "IRIS Dena" kurz vor den Hoheitsgewässern Sri Lankas torpediert worden war.

8. März, 7.53 Uhr: Chinas Außenminister kritisiert Krieg im Iran

Chinas Außenminister Wang Yi (72) hat den US-israelischen Angriff auf den Iran kritisiert.

Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum "Gesetz des Dschungels" zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses.

China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. "Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat", sagte Wang.

8. März, 7.47 Uhr: Iran greift erneut an, Raketenalarm in Israel

Der Iran hat Israel am Sonntag erneut mit Raketen attackiert. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Luftabwehr im Land am Sonntagmorgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden.

In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, unter anderem in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beerscheba. Auch in den Grenzregionen zum Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm.

Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der vom Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.

Ertönt Raketenalarm, suchen die Menschen in Israels Städten unter anderem Zuflucht in U-Bahn-Stationen oder - wie hier in Tel Aviv - in Tiefgaragen.  © OLYMPIA DE MAISMONT / AFP

8. März, 7.26 Uhr: Angriff trifft südlichen Vorort von Beirut im Libanon

Aufnahmen von AFPTV zeigten am Sonntag Rauchwolken über den südlichen Vororten von Beirut (Libanon).

Die mutmaßlichen Luftangriff zielten auf ein Gebiet, in dem vor allem die libanesische militante Gruppe Hisbollah ihre Kontrolle ausübt.

Einige Stunden zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, Angriffe auf die "Hisbollah-Infrastruktur" in diesem Gebiet gestartet zu haben.

In der Nacht zum Sonntag wurde ein Vorort in Beirut (Libanon) angegriffen.  © Fadel ITANI / AFP

7. März, 21.32 Uhr: Israels Militär meldet Angriffe auf iranische Ölreserven

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen.

Ein Sprecher sagte, dies sei ein Teil der Maßnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.

Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.

Ein Öllager südlich der iranischen Hauptstadt steht in Flammen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

7. März, 21.29 Uhr: Trump nennt im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten "Helden"

US-Präsident Donald Trump (79) nimmt am Samstag an der Überführung der sechs im Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten teil.

Im Vorfeld bezeichnete er die Getöteten als "großartige Helden".

Er versprach in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein "Minimum" begrenzen würden. Die sechs Soldaten kamen nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait ums Leben.

Mehr zum Thema Israel Krieg: