Nahost-Konflikt: Trump schließt Deal aus, fordert bedingungslose Kapitulation

Iran - "Freiheit für das Volk" - das versprach US-Präsident Donald Trump (79) wenige Stunden nach Beginn des Angriffs auf den Iran.

Bewaffnete kurdische Freiwillige stehen während einer nächtlichen Patrouille an einem Kontrollpunkt Wache. (Archivbild)  © Baderkhan Ahmad/AP/dpa

Doch allein mit Luftangriffen dürfte es schwierig bis unmöglich sein, das Machtsystem der Führung in Teheran zu stürzen.

Rund eine Woche nach Kriegsbeginn gibt es nun - teils widersprüchliche - Hinweise, dass es auch eine Bodenoffensive geben könnte.

Diese soll womöglich von kurdischen Kämpfern aus dem benachbarten Irak angeführt werden, unterstützt von den Kriegsparteien USA und Israel.

Israel Krieg Erster Evakuierungsflug aus Nahost in Deutschland gelandet!

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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6. März, 18.27 Uhr: US-Außenminister rechnet wohl mit mehreren Wochen Krieg

US-Außenminister Marco Rubio (54) geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird.

Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal Axios unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.

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US-Außenminister Marco Rubio (54) macht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende.  © Douglas Christian/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 17.46 Uhr: Mindestens ein Toter bei israelischen Angriffen auf südlibanesische Stadt Tyros

Bei israelischen Angriffen in Tyros im Südlibanon ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah, wie Rettungskräfte mindestens eine Leiche bargen.

Die Angriffe ereigneten sich nahe den zum Unesco-Welterbe gehörenden römischen Ruinen der Stadt. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, "feindliche Kampfflugzeuge" hätten "einen Angriff auf das Runinenviertel" von Tyros "nahe des palästinensischen Flüchtlingslagers Bass" ausgeführt.

6. März, 17.43 Uhr: Netanjahu stellt stärkere Angriffe gegen Israels Gegner in Aussicht

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht gestellt.

Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: "erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List", sagte Netanjahu. Davon habe Israel "reichlich", und der Feind habe dies bereits festgestellt.

Dieser werde diese Fähigkeiten "noch viel stärker" zu spüren bekommen, sagte der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden. Weitere Details zu möglichen nächsten Schritten nannte Netanjahu allerdings nicht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht den Feinden seines Landes.  © Gil Cohen Magen/Pool SIPA via AP/dpa

6. März, 16.51 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben

Die israelischen Behörden haben ihre Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben gewarnt. Die Polizei veröffentlichte am Freitag einen Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläuterte.

Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, "seien es Raketen, Drohnen oder Raketen", sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei "etwas weniger bekannt", nämlich die "Gefahr von Streumunition".

6. März, 16.45 Uhr: Spanien bezeichnet Iran-Krieg als "schweren Fehler"

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (54) hat erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump (79) reagiert und den Iran-Krieg als "schweren Fehler" bezeichnet.

"Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist", sagte Sánchez bei einer Pressekonferenz.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (54) positioniert sich überraschend deutlich gegenüber den USA.  © Sven Hoppe/dpa

6. März, 16.37 Uhr: Laut Libanon mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels

Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden.

798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte.

6. März, 16.35 Uhr: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über 150 Toten

Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich. Die New York Times berichtete am Freitag, dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängte auf eine rasche Untersuchung.

Nach Angaben der New York Times wurde die Mädchenschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während die US-Streitkräfte Ende Februar einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen. Der iranische Präsident Masud Peseschkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Teheran spricht von einem "Kriegsverbrechen".

Minab: Anwohner und Beamte nehmen an der Beerdigung von Menschen teil, die bei einem israelisch-amerikanischen Angriff auf eine Mädchengrundschule getötet wurden.  © Abbas Zakeri/Mehr News Agency/AP/dpa

6. März, 15.49 Uhr: Wadephul warnt vor Fluchtbewegung wegen Iran-Krieg

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) warnt angesichts der regionalen Folgen des Iran-Kriegs vor einer neuen Fluchtbewegung Richtung Europa.

"Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Tom Berendsen in Berlin. "Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht", fügte er hinzu.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) sieht eine neue Flüchtlingskrise aufziehen.  © Carsten Koall/dpa

6. März, 15.45 Uhr: Die Hisbollah schwört - Aufgeben ist keine Option

Inmitten stetiger Angriffe Israels hat die Hisbollah im Libanon erneut ihre Kampfbereitschaft betont.

"Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen", hieß es in einer jüngsten Erklärung. "Unser Gelöbnis gilt dem reinen Blut des Märtyrers Imam Ali Chamenei", erklärte die Schiitenorganisation.

6. März, 15.22 Uhr: Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe auf ihre Stellungen

Am siebten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak angegriffen.

"Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen", sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Nach einem Angriff heute Morgen wurden unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert", führte er aus. Der Angriff dauere an.

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