Nahost-Konflikt: Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen

Iran - Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf Israel.

In der Nacht zum Samstag gab es erneute Raketen-Angriffe auf Israel.  © Baz Ratner/AP/dpa

In der Nacht zum Samstag meldete die israelische Armee einen weiteren Angriff aus dem Iran, die Luftabwehr war im Einsatz.

Bald darauf gab die Armee wieder Entwarnung, die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hieß es.

Bereits zuvor hatte die Armee wiederholt Raketenangriffe des Irans gemeldet. Israels Luftwaffe begann in der Nacht ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Israel Krieg Bald wieder Nahost-Flüge ab und nach Hamburg Airport?

Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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7. März, 11.59 Uhr: Israelisches Militär findet keine Überreste des vermissten Fliegers in Libanon

Das israelische Militär gab bekannt, dass es im Libanon eine Operation zur Suche nach den Überresten des Fliegers Ron Arad durchgeführt habe, jedoch keine Spur des seit 1986 vermissten Navigators gefunden habe.

"Im Rahmen der Aktivitäten der israelischen Streitkräfte im Libanon führten Spezialeinheiten der israelischen Streitkräfte in der Nacht eine Operation durch, um Hinweise auf den vermissten Navigator Ron Arad zu finden. Es wurden keine Verletzungen auf Seiten der israelischen Streitkräfte gemeldet“, teilte die israelische Armee in einer Erklärung mit.

"Am Suchort wurden keine Gegenstände gefunden, die mit ihm in Verbindung stehen.“

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7. März, 11.09 Uhr: 20 000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest.

Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die "erhebliche psychische Belastung" hin.

Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

7. März, 10.56 Uhr: Iran meldet Schäden an Kliniken und Flughafen

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land.

Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt.

7. März, 10.28 Uhr: Hunderte Kreuzfahrtgäste in Frankfurt gelandet

Weitere in der Nahost-Region gestrandete Urlauber sind zurück in Deutschland.

Weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 4" seien am Flughafen Frankfurt/Main gelandet, teilte ein Sprecher von Tui Cruises am Samstag Vormittag mit.

Demnach hat das Unternehmen zwei Maschinen gechartert, die die Urlauber aus Omans Hauptstadt Maskat ausgeflogen haben.

"Mittlerweile sind über 2000 Gäste in der Heimat", sagte der Sprecher. Ihm zufolge sind rund 2500 Menschen an Bord des Schiffes gewesen.

7. März, 10.17 Uhr: Flughafen in Dubai nimmt Betrieb "teilweise" wieder auf

Der Flughafen Dubai gab vor wenigen Minuten bekannt, dass er den Betrieb teilweise wieder aufnimmt, nachdem er ihn kurz zuvor eingestellt hatte.

"Wir haben den Betrieb ab heute, dem 7. März, teilweise wieder aufgenommen, wobei einige Flüge vom Flughafen DXB und vom Flughafen DWC aus starten", hieß es.

Gemeint sind damit der Hauptflughafen von Dubai sowie der internationale Flughafen Dubai World Central – Al Maktoum.

7. März, 10.07 Uhr: Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen

Irans Präsident Massud Peseschkian (71) stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer.

In einer von der staatlichen Rundfunkagentur ausgestrahlten Videobotschaft sagte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten.

Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe auf Nachbarländer. "Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten", sagte er.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71) entschuldigte sich in einer Videobotschaft.  © Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa

7. März, 9.43 Uhr: Israel greift Militär-Uni in Teheran und Raketenlager an

Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben unter anderem ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden in Teheran angegriffen.

Mehr als 80 Kampfflugzeuge seien im Einsatz gewesen, schrieb die Armee auf Telegram.

7. März, 9.35 Uhr: Neue Angriffe auf Teheran und Isfahan

Wie das israelische Militär bekannt gab, seien neue Angriffe auf das iranische Teheran und Isfahan gestartet worden.

Laut eigenen Aussagen habe Israel die Angriffe selbst begonnen.

7. März, 9.30 Uhr: Emirates setzt alle Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres aus

Emirates, die größte Fluggesellschaft im Nahen Osten, gab bekannt, dass sie alle Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres aussetzt, nachdem es während der Angriffe aus dem Iran zu einer Abfangaktion über dem Flughafen Dubai gekommen war.

"Bitte begeben Sie sich nicht zum Flughafen", teilte die Fluggesellschaft in einer Erklärung auf X mit.

Trotz täglicher Drohnenangriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden die Flüge am Montag vom Hauptflughafen Dubais, dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt für internationalen Flugverkehr, teilweise wieder aufgenommen.

7. März, 9.16 Uhr: Flughafen in Teheran steht in Flammen

Nach Angaben der New York Times kam es am Samstag in den frühen Morgenstunden zu einer Angriffswelle in Teheran.

Dabei sei auch der Flughafen Mehrabad International Airport Ziel der israelischen Armee gewesen. Aufnahmen zeigen die Schwere des Angriffs.

Per SMS sollen zwei Anwohner dem Newsportal mitgeteilt haben, dass der Flughaben schwer beschädigt wurde. Demnach seien brennende Flugzeugwracks auf dem Rollfeld gesichtet worden. Auf X sind weitere Handy-Aufnahmen zu sehen.

Flammen und Rauch steigen vom Mehrabad International Airport in Teheran auf.  © ATTA KENARE / AFP

7. März, 8.47 Uhr: Israel will den Sturz der islamistischen Revolutionäre

Zu den Zielen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des US-Präsidenten Donald Trump im Iran-Krieg heißt es am Samstag in der "Neuen Zürcher Zeitung":

"Netanjahus Endziel ist klar: der Sturz der islamistischen Revolutionäre und ein Regimewechsel, auf den er seit fast zwei Jahrzehnten so beharrlich hinarbeitet. Nach dem Scheitern der Defensivstrategie gegen die Hamas setzt er ganz auf die Offensive."

"Zudem sicherte er sich die Unterstützung Trumps. Beides zahlt sich heute aus. Noch nie haben die Streitkräfte der beiden Länder so eng kooperiert wie in diesem Krieg. Netanjahu, eigentlich ein zaudernder Taktiker, entpuppt sich als echter Stratege."

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran scheint nicht zum Stillstand zu kommen.  © Oren Ziv/dpa

7. März, 8.07 Uhr: In Kurdistan seien gezielt "separatistische Gruppen" angegriffen worden

Die iranischen Revolutionsgarden gaben bekannt, dass sie "separatistische Gruppen" in der irakischen Region Kurdistan ins Visier genommen haben.

"Drei Standorte separatistischer Gruppen in der irakischen Region Kurdistan wurden heute Morgen angegriffen", teilten die Revolutionsgarden in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung mit.

"Sollten separatistische Gruppen in der Region (Kurdistan) irgendeinen Schritt gegen die territoriale Integrität Irans unternehmen, werden wir sie zerschlagen."

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