Nahost-Konflikt: Krieg soll laut Weißem Haus bis zu sechs Wochen dauern

Iran - Rund eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und den Gegenschlägen des iranischen Militärs zeigen sich beide Seiten unnachgiebig. US-Präsident Donald Trump (79) schloss ein Abkommen mit Teheran zur Beendigung des Konflikts aus.

Bewaffnete kurdische Freiwillige stehen während einer nächtlichen Patrouille an einem Kontrollpunkt Wache. (Archivbild)  © Baderkhan Ahmad/AP/dpa

Stattdessen fordere er "bedingungslose Kapitulation", wie er auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Er erneuerte zudem seinen Anspruch, bei der Auswahl der künftigen Staatsführung im Iran mitzubestimmen.

Von israelischer Seite hieß es, die Angriffe gingen in eine nächste Phase über. "In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen", sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge.

Seit vergangenem Wochenende habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen "Überraschungsangriffsphase" rund 2500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

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Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) stellte eine weitere Intensivierung der Angriffe in Aussicht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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6. März, 22.19 Uhr: Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad - Explosionen im Nordirak

Am siebten Tag des Iran-Kriegs ist der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärte die irakische Regierung am Freitagabend.

Ein Sicherheitsvertreter teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gab es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört.

Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Demnach war ein lauter Knall zu hören, bevor über einem Hotel Rauch aufstieg. Aus Sicherheitskreisen hieß es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe dem Hotel niedergegangen seien.

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6. März, 22.10 Uhr: EU-Ratspräsident warnt vor Eskalation in Nahost

Nach dem Drohnenangriff auf Zypern hat EU-Ratspräsident António Costa (64) die verstärkte Militärpräsenz europäischer Staaten in der Region gelobt.

Die rasche Reaktion Griechenlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens, die unter anderem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge entsandt hatten, sei ein "kraftvolles Beispiel für europäische Unabhängigkeit und unerschütterliche Solidarität", sagte er beim traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus.

Er zeigte sich von der Lage in Nahost besorgt. Der Iran sei aber für die Ursachen verantwortlich, die zur aktuellen Situation geführt hätten, sagte er. Die Vergeltungsmaßnahmen des Irans und seiner Verbündeten in der Region "untergraben den internationalen Frieden und die Sicherheit", sagte Costa. Zugleich warnte er vor einer weiteren Eskalation.

EU-Ratspräsident António Costa (64) sieht den Iran-Krieg mit gemischten Gefühlen.  © Felix Hörhager/dpa

6. März, 21.43 Uhr: Baku wirft Teheran geplante Terroranschläge vor

Der Geheimdienst der Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Terroranschläge verhindert.

Zur Destabilisierung der Lage seien Angriffe auf die Ölpipeline Baku - Tiflis - Ceyhan, die Botschaft Israels in Aserbaidschan, eine Synagoge und einen hohen jüdischen Geistlichen im Land vorbereitet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag unter Berufung auf eine Mitteilung des Geheimdienstes.

6. März, 21.40 Uhr: Israel setzt Angriffe im Libanon fort - mehrere Tote

Bei landesweiten israelischen Angriffen im Libanon auf Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz sind nach libanesischen Angaben am Freitag erneut mehrere Menschen getötet worden.

Das Gesundheitsministerium meldete, dass bei einem Angriff in Nabi Sheet im Osten des Landes neun Menschen getötet wurden. 17 weitere seien verletzt worden. Von Israels Militär gab es dazu zunächst keine Angaben.

Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. (Archivbild)  © Marwan Naamani/dpa

6. März, 21.16 Uhr: Italien schickt Marineschiff nach Zypern

Italien hat angesichts der jüngsten Drohnenangriffe auf Zypern ein Marineschiff in Richtung der Mittelmeerinsel geschickt.

Die Fregatte habe den Hafen der süditalienischen Hafenstadt Tarent verlassen und solle in wenigen Tagen das Gebiet von Zypern erreichen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. An Bord befinden sich etwa 160 Besatzungsmitglieder.

6. März, 20.41 Uhr: Krieg soll laut Weißem Haus plötzlich bis zu sechs Wochen dauern

Im Konflikt mit dem Iran geht das Weiße Haus mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), in Washington vor Journalisten.

"Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen." In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer.

Die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), spricht auf einmal von bis zu sechs Wochen Krieg.  © Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 20.33 Uhr: Iranische Milizen könnten Hotels im Irak angreifen

Die US-Botschaft im Irak warnt davor, dass iranische Terrormilizen bei Ausländern beliebte Hotels in der irakischen Region Kurdistan angreifen könnten.

Amerikanische Bürger wurden dazu aufgerufen, das Land so bald wie möglich zu verlassen, wie aus einer entsprechenden Mitteilung der US-Botschaft im Irak hervorgeht. US-Bürger, die das Land nicht verlassen können, sollten sich "für längere Zeit an einem sicheren Ort aufhalten".

6. März, 19.43 Uhr: Offenbar Kommandozentrale der Revolutionsgarden im Libanon angegriffen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarden in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen.

Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilte die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, hieß es weiter.

6. März, 19.38 Uhr: Russland liefert Iran laut Medienberichten Infos über US-Militär

Russland liefert dem Iran Medienberichten zufolge Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten.

Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die Washington Post unter Berufung Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien.

"Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln", zitierte die Washington Post eine der befragten Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.

Mischt Kreml-Herrscher Putin (73) jetzt auch im Iran-Krieg mit?  © -/Kremlin/dpa

6. März, 19.33 Uhr: Frankreich verlegt Hubschrauberträger in Krisenregion

Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer.

Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab der Streitkräfte mit.

Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. (Archivbild)  © Stephane Lemouton/Pool Bestimage/dpa

6. März, 19.30 Uhr: UN-Chef fordert Ende des Iran-Kriegs

UN-Generalsekretär António Guterres (76) fordert ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs.

"Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren", sagte Guterres laut Mitteilung in New York. Die Angriffe seien "rechtswidrig", führten zu "enormem Leid" bei der Bevölkerung in der Region und stellten eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. "Die Situation könnte außer Kontrolle geraten", warnte der UN-Chef. "Das Risiko könnte gar nicht höher sein."

UN-Generalsekretär António Guterres (76) will ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs.  © Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 18.27 Uhr: US-Außenminister rechnet wohl mit mehreren Wochen Krieg

US-Außenminister Marco Rubio (54) geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird.

Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal Axios unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.

US-Außenminister Marco Rubio (54) macht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende.  © Douglas Christian/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 17.46 Uhr: Mindestens ein Toter bei israelischen Angriffen auf südlibanesische Stadt Tyros

Bei israelischen Angriffen in Tyros im Südlibanon ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah, wie Rettungskräfte mindestens eine Leiche bargen.

Die Angriffe ereigneten sich nahe den zum Unesco-Welterbe gehörenden römischen Ruinen der Stadt. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, "feindliche Kampfflugzeuge" hätten "einen Angriff auf das Runinenviertel" von Tyros "nahe des palästinensischen Flüchtlingslagers Bass" ausgeführt.

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