Nahost-Konflikt: Offenbar Zwischenfall an Wolkenkratzer in Dubai

Iran - Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf Israel.

Flammen und Rauch steigen vom Mehrabad International Airport in Teheran auf. Auch der Flughafen soll in der Nacht zu Samstag Ziel israelischer Angriffe geworden sein.  © ATTA KENARE / AFP

In der Nacht zum Samstag meldete die israelische Armee einen weiteren Angriff aus dem Iran, die Luftabwehr war im Einsatz.

Bald darauf gab die Armee wieder Entwarnung, die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hieß es.

Bereits zuvor hatte die Armee wiederholt Raketenangriffe des Irans gemeldet. Israels Luftwaffe begann in der Nacht ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Israel Krieg Bald wieder Nahost-Flüge ab und nach Hamburg Airport?

Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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7. März, 19.32 Uhr: Offenbar Zwischenfall an Wolkenkratzer in Dubai

Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an.

In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren "Zwischenfall" gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt. Opfer habe es nicht gegeben.

Im Internet kursierten Videos, die zeigen, wie Rauch aufsteigt an einem Wolkenkratzer. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt. Die Behörden vermeldeten nicht, welches Gebäude betroffen war.

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilte mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben.

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7. März, 19.22 Uhr: USA sehen Iran hinter Drohnenangriff in Aserbaidschan

Auch die US-Regierung sieht den Iran hinter einem Drohnenangriff auf Aserbaidschan am Donnerstag.

Es handele sich dabei um eine eklatante Verletzung der Souveränität des Landes und eine "unnötige Eskalation der Aggression" des Irans, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington laut einer Mitteilung. "Angriffe auf das Gebiet unserer Partner sind inakzeptabel und werden mit entschlossener Unterstützung der USA für diese Partner beantwortet werden", hieß es darin. 

7. März, 19.18 Uhr: Emiratischer Präsident - "Wir befinden uns im Krieg"

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid (65), hat sich angesichts der iranischen Angriffe mit eindringlichen Worten an sein Volk gewandt.

"Wir befinden uns im Krieg", sagte Mohammed dem Fernsehsender Abu Dhabi TV bei einem Besuch Verletzter im Krankenhaus in der Hauptstadt. 

Er habe auch eine Botschaft an die Feinde: "Die Emirate haben ein dickes Fell und bitteres Fleisch, wir sind keine leichte Beute." Das Land sei zwar "attraktiv, wunderschön und ein Vorbild", davon dürften sich die Gegner der Emirate aber nicht täuschen lassen. "Ich verspreche allen, dass wir stärker denn je (aus diesem Krieg) hervorgehen werden."

Der Emiratische Präsident Mohammed bin Sajid (65) hat eine wichtige Botschaft an sein Volk gerichtet.  © Susan Walsh/AP/dpa

7. März, 19.15 Uhr: Iranischer Kleriker äußert sich zu Ernennung von neuem Führer

Im Iran deutet ein einflussreicher Kleriker eine baldige Wahl des Nachfolgers für den getöteten Religionsführer Ali Chamenei (†86) an.

Ajatollah Hassan Mosafari, ein Mitglied des für die Wahl zuständigen Expertenrates, sagte laut der Nachrichtenagentur Fars, man sei zuversichtlich, dass die Ernennung eines neuen Führers in den kommenden 24 Stunden erfolgen werde. Zugleich bat er darum, keine Gerüchte zu verbreiten, warum die Wahl bislang nicht erfolgt sei. 

7. März, 18.20 Uhr: US-Streitkräfte verlegen Bomber nach Großbritannien

Die US-Streitkräfte haben weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt.

Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Nachmittag, dass die USA britische Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" im Iran-Krieg nutzten. Nachdem am Freitag der erste Militärflieger des Typs B-1 Lancer in Gloucestershire angekommen war, erreichten am Samstag drei weitere die RAF-Basis Fairford, wie britische Medien übereinstimmend berichteten.

Die Verteidigungsoperationen sollen den Iran daran hindern, Raketen in die Region abzufeuern und damit britische Leben in Gefahr zu bringen, wie das Ministerium auf der Plattform X schrieb. Einer der britischen Stützpunkte auf Zypern war im Verlauf des Krieges von einem Angriff getroffen worden.

Die USA haben weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien geschickt. (Symbolfoto)  © Yonhap/YNA/dpa

7. März, 15.36 Uhr: Iranische Revolutionsgarde greift Tanker im Golf an

Die islamische Revolutionsgarde gab öffentlich bekannt, dass ihre Streitkräfte vor wenigen Stunden im Golf einen unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Öltanker angegriffen haben.

"Ein Öltanker mit dem Handelsnamen Louise P unter der Flagge der Marshallinseln, ein Vermögenswert der terroristischen USA, wurde mitten im Persischen Golf von einer Drohne getroffen", teilten die Revolutionsgarde auf ihrer Website Sepah News mit.

7. März, 15.23 Uhr: Libanon meldet seit Montag fast 300 Tote

Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bei israelischen Angriffen auf das Land seit Beginn des Krieges fast 300 Menschen getötet wurden.

In einer Stellungnahme erklärte das Ministerium, dass "die Zahl der Todesopfer durch die israelische Aggression seit Montagmorgen auf 294 Märtyrer und 1023 Verwundete gestiegen ist".

7. März, 15.19 Uhr: Kuwaits staatliche Ölgesellschaft kündigt Produktionskürzung an

Kuwaits staatliche Ölgesellschaft kündigte am Samstag eine Kürzung ihrer Rohölproduktion aufgrund iranischer Angriffe und Bedrohungen der Straße von Hormus an.

"Angesichts der anhaltenden Aggression hat die Kuwait Petroleum Corporation vorsorglich eine Reduzierung der Rohölproduktion und des Raffineriedurchsatzes als Teil ihrer Risikomanagement- und Geschäftskontinuitätsstrategie vorgenommen", hieß es in der Erklärung.

Weiter wurde hinzugefügt, dass diese Maßnahme "bei der weiteren Entwicklung der Situation überprüft" werde.

7. März, 15.11 Uhr: Türkei erwägt Entsendung von F-16-Kampfjets nach Nordzypern

Die Türkei erwägt die Möglichkeit, F-16-Kampfjets als Sicherheitsmaßnahme nach Nordzypern zu entsenden, sagte eine Quelle aus dem türkischen Verteidigungsministerium.

"Die Stationierung von F-16-Kampfflugzeugen auf der Insel gehört zu den Optionen, die in Betracht gezogen werden", sagte die Quelle und sprach von einer "stufenweisen Planung", um die Sicherheit der Türkischen Republik Nordzypern zu gewährleisten.

Derzeit überlegt die Türkei, F-16-Kampfjets in Nordzypern zu entsenden. (Archivbild)  © AFP

7. März, 14.22 Uhr: Saudi-Arabien warnt Iran vor "Fehlkalkulation"

Saudi-Arabien hat den Iran nach einer Reihe von Raketen- und Drohnenangriffen vor einer "Fehlkalkulation" gewarnt.

Der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman (1988) erklärte im Kurzbotschaftendienst X, er habe bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir (58) über "die Angriffe des Iran auf das Königreich und die notwendigen Maßnahmen, um sie zu stoppen" gesprochen.

"Wir haben betont, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität untergraben, und haben die Hoffnung geäußert, dass die iranische Seite Weisheit walten lässt und eine Fehlkalkulation vermeidet", fügte der Verteidigungsminister hinzu.

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