Atherstone (Vereinigtes Königreich) - Als Owen Williams (25) von merkwürdigen Schmerzen heimgesucht wurde, hoffte er, dass ihm die Ärzte im Krankenhaus weiterhelfen könnten. Monatelang wartete er auf eine Diagnose und eine Heilung. Die wahre Ursache seines Leidens sollte sich erst zeigen, als es schon zu spät war - und ihm wortwörtlich der Hintern platzte.
Der Handwerker bemerkte die rätselhaften Schmerzen in seinem Gesäß zum ersten Mal im Februar, die in den darauffolgenden Monaten immer schlimmer wurden und seinen Alltag und Beruf beeinträchtigen. Anfang Juni verschlimmerten sich die Symptome dann drastisch und Owen konnte kaum mehr sitzen und hatte Schwierigkeiten beim Toilettengang. Schließlich war er mehrere Tage ans Bett gefesselt.
"Über Monate hinweg ging ich zum Hausarzt, in die Notaufnahme und zur chirurgischen Untersuchungsstelle; sogar Sanitäter waren bei mir, aber niemand entdeckte das Problem", erinnert sich der Brite gegenüber Daily Star.
Schließlich platzte etwas an seinem Hintern auf und beförderte ihn auf direkten Wege ins Krankenhaus, wo man ihn kurz darauf operieren musste. Endlich war klar, was Owen die schrecklichen Schmerzen so lange bereitet hatte:
An einer seiner Gesäßbacken hatte sich ein riesiger Abszess gebildet. Weder in der Notaufnahme noch in den Arztpraxen hatte man die eitrige Entzündung zuvor entdeckt. Dadurch konnte der Abszess weiter wachsen. "Eiter und Schwellung nahmen immer weiter zu, bis kein Platz mehr für weiteres Wachstum war und er schließlich aus meiner Gesäßbacke herausbrach", erklärt der Brite.
Monatelang auf Diagnose gewartet: Brite platzt der Hintern
Während die Operation problemlos ablief, befindet sich Owen nun mittendrin in einem Heilungsprozess, der alles andere als leicht ist. Der 25-Jährige muss ständig zu Wundreinigung und zum Verbandswechsel und ist vorerst arbeitsunfähig. "Die Wunde bleibt offen, damit das Wundsekret abfließen kann – und das so lange, wie die Heilung eben dauert. Es ist extrem schmerzhaft", jammert er.
Da er vor dem Unfall als Selbstständiger gearbeitet hat, erhält er aktuell kein Krankengeld. "Es könnte Monate dauern, und womöglich sind weitere Operationen nötig, was die Zeit noch verlängern würde." Aus diesem Grund erhofft er sich auf etwas finanzielle Unterstützung über eine GoFundMe-Seite, wo er schon etwas Geld eingesammelt hat.
"Was mir widerfahren ist, war erschreckend – aber das Schlimmste daran ist, dass ich schon seit Februar versucht hatte, Hilfe zu bekommen", sagt er.
"Ich möchte einfach nur mein Leben weiterführen, in den Urlaub fahren, die Welt sehen und mich auf das nächste Kapitel meines Lebens freuen."