Vorsicht: Mit diesen Stempeln im Reisepass kommt Ihr nicht weit!

Madrid (Spanien) - Eine in Spanien lebende Britin durfte nicht nach Thailand reisen, weil sie zwei bestimmte Stempel im Reisepass hatte.

Bei bestimmten Stempeln im Reisepass droht Einreise-Verbot. (Symbolbild)
Bei bestimmten Stempeln im Reisepass droht Einreise-Verbot. (Symbolbild)  © 123RF/anyka

Wie The Independent berichtete, wurde Tina Sibley nicht an Bord eines "Qatar Airways"-Flugzeug gelassen, weil die Airline ein Problem mit ihrem Reisepass erkannte.

Die Britin, die eigentlich in einem kleinen spanischen Ort lebt, reiste extra nach Madrid, um von dort mit einem Flugzeug bis auf die thailändische Insel Phuket zu fliegen.

Am Flughafen kam aber die Ernüchterung: Ihr Reisepass wurde abgelehnt, weil sich zwei Souvenir-Stempel darin befanden.

Die Stempel sind Andenken, die an beliebten Touristenorten angeboten werden. In Sibleys Fall zeigen sie Machu Picchu und die Gebirgskette Vinicunca, beides Orte in Peru.

Rasch wurde der Frau klar, dass sie nicht so schnell nach Thailand reisen könnte. Sie suchte sich deshalb ein Hotel in Madrid und versuchte, Kontakt zu der britischen Botschaft aufzunehmen.

Doch die war geschlossen! Auch telefonisch konnte Sibley mit niemandem sprechen.

Souvenir-Stempel sorgen für viel Stress

Diese Souvenir-Stempel, wie sie etwa auch am Berliner Checkpoint Charlie angeboten werden, brachten die Britin um zwei Urlaubstage und über 1000 Euro.
Diese Souvenir-Stempel, wie sie etwa auch am Berliner Checkpoint Charlie angeboten werden, brachten die Britin um zwei Urlaubstage und über 1000 Euro.  © Facebook/Tina Sibley

Erst am nächsten Tag erreichte sie die Botschafts-Mitarbeiter. 

"Sie hörten meine Notlage und sagten, es sei quatsch. Mein Reisepass sei gültig und deshalb konnten sie keinen Ersatz ausstellen", erklärte Sibley gegenüber The Independent.

Also fuhr sie tags darauf zum Airport, erklärte die Situation - und wurde nach stundenlangem Warten erneut abgewiesen!

Die Britin wurde langsam wütend. So fragte sie auch bei den Langstrecken-Experten der "Emirates" nach einem Flugangebot. Doch die Airline weigerte sich ebenso, die Frau mitzunehmen.

Tina Sibley ging deshalb nochmals zur Botschaft. Die Behördenmitarbeiter lenkten ein und veranlassten die Ausstellung eines Notfall-Passes.

Diesen konnte Sibley bereits am nächsten Tag abholen. "Qatar"-Verantwortliche meldeten sich in der Zwischenzeit und erklärten der Reisenden, dass sie 600 Euro für die Umbuchung zahlen müsse.

Zusätzlich kommen die Kosten für den Notfallpass und zwei Nächte im Hotel in Madrid auf die Britin zu. In Summe schätzt sie die Mehrkosten auf 1000 britische Pfund (rund 1138 Euro).

"Ich habe endlich ein Happy End. Ich bin in Thailand angekommen und werde morgen pünktlich zur Hochzeit sein. Aber es waren ein paar teure und stressige Tage", sagte sie abschließend zum The Independent.

Andere Reisende wurde abgewiesen

Auf Anfrage vom Independent wollten sich weder das Auswärtige Amt der britischen Regierung, noch "Qatar Airways" zu dem Vorfall äußern. 

Der Reisereporter fragte ebenso beim deutschen Auswärtigen Amt an. Doch auch da steht eine Antwort bislang aus.

Einreise-Regeln legt jedes Land für sich selbst fest. Auch manche offizielle Stempel können für Probleme sorgen. So bekommen beispielsweise Reisende, die einen Stempel aus Israel im Pass haben, häufig Probleme in den arabischen Staaten.

Glück hat man solange, wie die Stempel bei der Ausreise festgestellt werden: Eine Amerikanerin wurde laut Daily Mail in Kuala Lumpur (Malaysia) bei der Einreise für zwei Tage am Flughafen festgehalten, weil sie ebenso zwei Stempel von Machu Picchu im Pass hatte. Sie wurde danach nach Vietnam geschickt, wo sie zuvor war.

Solche Fälle gehen also nicht immer so glimpflich aus, wie im Fall von Tina Sibley.

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