Königspython büxt aus und geht auf wochenlange Spritztour: Katze sorgt für Happy End
Main-Kinzig-Kreis/Brachttal - Eine exotische Würgeschlange entkam aus ihrem Terrarium und kroch über mehrere Wochen hinweg frei durch Brachttal in Südosthessen, doch nun ist die Königspython wieder zurück.
Die Schlange "tauchte in der Nacht zu Mittwoch nur wenige Meter von ihrem ursprünglichen Zuhause entfernt wieder auf", erklärte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen.
Demnach war eine Katze "die eigentliche Spürnase", denn der Stubentiger entdeckte das Reptil und erregte so kurz nach Mitternacht die Aufmerksamkeit einiger Anwohner, die umgehend Alarm auslösten.
"Feuerwehr und Polizei rückten daraufhin aus", hieß es weiter. In Brachttal-Hellstein fanden die Einsatzkräfte schnell die Python und fingen sie ein. Die Schlange war unverletzt und wohlauf.
Das Reptil wurde an die erleichterte Halterin übergeben: "Die Schlange ist nun wieder in ihrem Terrarium zurück, davon vergewisserten sich auch die Beamten und konnten damit letztlich einen Fall ad acta legen."
Königspython in Brachttal-Hellstein: Frau fand Schlangenhaut und rief Polizei
Die frei herumkriechende Würgeschlange hatte seit dem 21. Juli für Unruhe in der Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis gesorgt. Damals hatte eine Anwohnerin eine abgeworfene Haut des Tiers auf einem Holzstapel gefunden und die Polizei hinzugerufen.
Wie die Beamten dann ermittelten, wurde schon seit etwa Mitte Juni eine Königspython in der Nachbarschaft vermisst. Die Schlange war "aus ihrem Terrarium entkommen und anschließend durch ein geöffnetes Badezimmer-Fenster ins Freie gelangt", ergaben die Nachforschungen.
Die Polizei wandte sich in der Folge mit einer eindeutigen Warnung an die Anwohner in Brachttal-Hellstein: "Sollte das Tier entdeckt werden, wird darum gebeten, Abstand zu halten und nicht zu versuchen, die Schlange selbst einzufangen."
Königspythons stammen ursprünglich aus den tropischen Regionen West- und Zentralafrikas. Die aktuell sehr warme bis heiße Wetterlage in Hessen kam der Schlange bei ihrem Ausflug sicherlich zupass.
Titelfoto: Montage: Christian Müller/dpa, Marcus Brandt/dpa

