Frau kommt mit Schmerzen und Blutungen in Klinik: Als Ärzte ihren Fuß sehen, wird alles klar

Poli (Kamerun) - Als eine schwangere Frau mit Blutungen und Bauchschmerzen in ein Krankenhaus kommt, ahnt noch keiner, dass die 25-Jährige innerhalb von wenigen Stunden sterben und ihr Kind niemals aufwachsen sehen wird.

Die Patientin (25) wurde am linken Fuß von der hochgiftigen Schlange gebissen.
Die Patientin (25) wurde am linken Fuß von der hochgiftigen Schlange gebissen.  © Screenshot/New England Journal of Medicine

Die junge Frau aus Kamerun war gerade im siebten Monat, als sie laut dem "New England Journal of Medicine" einen Arzt aufsuchte. Sie litt unter unregelmäßigen Wehen, Schmerzen im Bauch und Vaginal-Blutungen.

Im Krankenhaus erklärte sie, dass sie nur eine Stunde zuvor von einer Nordostafrikanischen Sandrasselotter in den linken Fuß gebissen worden war. Das Reptil gilt als hochgiftig und sehr gefährlich für Menschen.

Die Ärzte vermuteten daher, dass das Blut aus ihrer Vagina durch das Gift der Schlange ausgelöst worden sein könnte. Außerdem stellte man eine Gerinnungsstörung und eine niedrige Anzahl von Blutplättchen fest.

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Obwohl man der 25-Jährigen sofort ein Gegengift injizierte, wurden die Blutungen und Schmerzen nach drei Tagen immer schlimmer. Jetzt setzten auch stärkere Wehen ein. Am nächsten Tag brachte sie einen 3,4 Kilogramm schweren Jungen auf die Welt.

Kurz nach der Geburt ihres Sohnes verstarb die 25-Jährige an Nierenversagen. (Symbolbild)
Kurz nach der Geburt ihres Sohnes verstarb die 25-Jährige an Nierenversagen. (Symbolbild)  © 123RF/alessandrobiascioli

Mutter stirbt nur Stunden nach der Geburt ihres Kindes

Das Gift der Nordostafrikanischen Sandrasselotter gilt für Menschen als sehr gefährlich.
Das Gift der Nordostafrikanischen Sandrasselotter gilt für Menschen als sehr gefährlich.  © Screenshot/New England Journal of Medicine

Doch die frischgebackene Mutter konnte sich nur kurz über ihr Kind freuen: Aufgrund der anhaltenden Blutungen wurde die Frau aus Kamerun nach der Geburt in ein anderes Krankenhaus in Poli verlegt. Dort diagnostizierten die Ärzte ein akutes Nierenversagen.

Trotz erneuter Behandlungen mit Gegengiften und Bluttransfusionen verstarb die 25-Jährige am nächsten Tag. "Eine Kombination aus der systemischen Vergiftung durch einen Sandrasselotterbiss und den daraus resultierenden Komplikationen führte zum tödlichen Ausgang bei der Mutter", heißt es in einem Bericht des New England Journal of Medicine.

Durch die frühe Geburt konnte aber zumindest das Leben ihres Babys gerettet werden. Schlangenbisse während einer Schwangerschaft enden oft tödlich für Mutter und Kind.

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Obwohl das Gift der Nordostafrikanischen Sandrasselotter nicht als stärkstes Schlangengift gilt, ordnen Wissenschaftler das Tier trotzdem als tödlichste Schlange der Welt ein, da sie schnell und oft beißt.

Titelfoto: 123RF/alessandrobiascioli

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