Hinterbliebene fassungslos: Nach Brand-Katastrophe von Crans-Montana sollen Lokale der Betreiber wieder öffnen

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Crans-Montana (Schweiz) - Nach der schweren Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana mit 41 Toten laufen immer noch Ermittlungen gegen Jacques und Jessica Moretti, die Betreiber der Bar "Le Constellation". Nun sollen zwei andere Lokale der Morettis wieder eröffnen, die im Zuge der Ermittlungen geschlossen wurden. Dagegen wurde nun eine Petition ins Leben gerufen.

Im Schweizer Skiort Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einer Brandkatastrophe. 41 Menschen starben, 115 wurden verletzt.
Im Schweizer Skiort Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einer Brandkatastrophe. 41 Menschen starben, 115 wurden verletzt.  © Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Dabei geht es um die Restaurants "Le Vieux Chalet" in Lens sowie "Le Senso" in Crans-Montana, wie "Il Giornale" berichtet.

Das Kollektiv Crans-Montana startete vor zwei Wochen eine Petition bei "change.org", um sich dagegen zu wehren. In vier Sprachen - französisch, italienisch, deutsch und englisch - richtete die Gruppe eindringliche Worte an die Unterstützer.

So schrieben sie unter anderem: "Einundvierzig Leben. Kinder. Eltern. Grosseltern. Menschen aus der ganzen Welt, die einen Moment der Freude erleben wollten und nie nach Hause zurückkehrten."

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Und weiter: "Seit jener Nacht leben ganze Familien mit Schmerz, Warten und Schweigen. Einige konnten ihre Angehörigen noch immer nicht in Frieden beisetzen. Andere begleiten Verletzte, die die Folgen dieser Nacht ihr ganzes Leben lang tragen werden."

Jacques (l.) und Jessica Moretti, die Besitzer des "Le Constellation", mussten Anfang Juni erneut zu einer Anhörung bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis.
Jacques (l.) und Jessica Moretti, die Besitzer des "Le Constellation", mussten Anfang Juni erneut zu einer Anhörung bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis.  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Eleonora Palmieri wurde bei dem Unglück schwer verletzt.
Eleonora Palmieri wurde bei dem Unglück schwer verletzt.  © Screenshot/Instagram/eleonorapalmieri

Weil noch immer Fragen ungeklärt sind, sei "die Vorstellung, dass Einrichtungen, die mit den untersuchten Personen verbunden sind, ihre Geschäftstätigkeit wieder aufnehmen könnten, als wäre nichts geschehen, für die Opfer, die Familien und unzählige Bürger unerträglich".

Das Kollektiv betonte, dass die Justiz niemanden vor einem Urteil verurteilen soll. Aber: "Auch Anstand ist ein Grundsatz. Der Respekt vor den Verstorbenen ebenso."

"Man öffnet keine Türen für die Öffentlichkeit, solange die Justiz die Akte noch nicht geschlossen hat. Man kehrt nicht zum normalen Geschäftsbetrieb zurück, solange Familien noch darauf warten zu verstehen, wie ihre Angehörigen ums Leben gekommen sind", heißt es weiter.

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Sie fordern, dass die Lokale "bis zum endgültigen Abschluss der Gerichtsverfahren" geschlossen bleiben.

Mittlerweile hat die Petition bereits mehr als 23.000 Unterschriften. Darunter auch die von Eleonora Palmieri. Die Italienerin wurde nach der Brandkatastrophe zunächst in einer Mailänder Klinik behandelt, später in Cesena nahe ihrer Heimat Rimini. Sie teilte die Petition auf ihrem Instagram-Kanal.

Titelfoto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

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