Oscar-Verleihung: Zwei Filme räumen richtig ab! Mega-Enttäuschung für Chalamet und "Marty Supreme"

Los Angeles - Favoriten-Sieg und eine herbe Enttäuschung: Zu den großen Gewinnern der 98. Academy-Awards wurden "One Battle After Another", "Blood & Sinners" sowie "Frankenstein". Komplett leer ging hingegen die hochgehandelte Sport-Dramedy "Marty Supreme" aus.

"One Battle After Another" wurde zum großen Gewinner des Abends.  © Patrick T. FALLON / AFP

Den Hauptpreis als "bester Film" konnte sich "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson (55) sichern! Insgesamt sackte der Politthriller mit Leonardo DiCaprio (51) in der Hauptrolle bei 13 Nominierungen sechs Oscars ein - darunter Auszeichnungen in Kategorien wie "beste Regie", "bester Nebendarsteller" oder dem erstmals ausgezeichnetem "besten Casting".

Michael B. Jordan (39) ist mit dem Oscar als "bester Hauptdarsteller" für seine Darbietung der Gangster-Zwillinge Elijah "Smoke" und Elilas "Stack" Moore ausgezeichnet worden. Sein Film, "Blood & Sinners", hatte mit 16 Nominierungen für einen Rekord gesorgt und durfte immerhin vier Preise mit nach Hause nehmen. Regisseur Ryan Coogler (39) wurde unter anderem für sein Original-Drehbuch geehrt.

Als "beste Hauptdarstellerin" wurde Jessie Buckley (36) ausgezeichnet, die das Drama "Hamnet" damit kurz vor Ende der Award-Show noch vor einer Nullnummer (bei acht Nominierungen) rettete. Die Schauspielerin war sichtlich überwältigt von ihren Emotionen: Erst rollten dicke Tränen, dann folgte zu Beginn ihrer Dankesrede ein heftiger Lachanfall.

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Michael B. Jordan (39, "Blood & Sinners") und Jessie Buckley (36, "Hamnet") sind die "besten Schauspieler".  © Montage: Foto von PATRICK T. FALLON / AFP

Timothée Chalamet geht leer aus! Auch Deutschland bleibt ohne Oscar

Timothée Chalamet (30) hatte sich den Abend sicher anders vorgestellt.  © picture alliance / Jordan Strauss/Invision

Weniger versöhnlich endete die Preisverleihung für "Marty Supreme" und Timothée Chalamet (30), der lange als großer Favorit auf den Hauptdarstellerpreis galt, aber am Ende leer ausging. Dasselbe Schicksal ereilte den Film auch in allen anderen Kategorien - trotz neun Nominierungen! Waren etwa die abfälligen Bemerkungen des jungen Schauspielsuperstars über die Oper Schuld an dem Debakel?

Ebenfalls leer bei jeweils vier Nominierungen gingen "The Secret Agent" und "Train Dreams" aus, die anders als "Marty Supreme" aber nicht als Favoriten auf eine der Auszeichnungen galten.

Auch für Deutschland gibt es 2026 keine Goldjungen: Die einzigen Nominierten Michael Ralla und Guido Wolter waren mit einem Team für die visuellen Effekte von "Blood & Sinners" im Rennen, mussten sich aber "Avatar: Fire and Ash" geschlagen geben.

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Der Netflix-Science-Fiction-Horror "Frankenstein" von Guillermo del Toro (61) mauserte sich mit drei Awards zu einem der Gewinner des Abends, auch wenn Siege in den wichtigsten Kategorien ausblieben. Mit dem Animationsstreifen "KPop Demon Hunters" durfte sich ein weiterer Netflix-Film über zwei Auszeichnungen (bei zwei Nominierungen) freuen.

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