Premiere in Hamburg: James Arthur performt nie zuvor gehörte Songs

Hamburg - Einmal seine Lieder live mit Orchesterbegleitung spielen, das war immer James Arthurs (35) Traum. Am Freitag hat der britische Sänger sich diesen zusammen mit dem Lufthansa-Orchester unter Leitung von Dirigent Steven Lloyd-Gonzalez (52) vor rund 2000 Gästen in der Hamburger Elbphilharmonie erfüllt. Zahlreiche weitere Zuschauer haben diesen besonderen Moment im Livestream des Charity-Konzerts "Channel Aid – live in Concert by JBL" verfolgt.

James Arthur (35) am Freitagabend in der Hamburger Elbphilharmonie.
James Arthur (35) am Freitagabend in der Hamburger Elbphilharmonie.  © Christian Charisius/dpa

Schon Stunden vor seinem Auftritt im großen Saal der Elphi, konnte es James Arthur kaum abwarten, endlich auf der Bühne zu stehen, wie der 35-Jährige auf dem – in diesem Fall – orangen Teppich verriet.

Nervös war er allerdings auch, wie er gegenüber TAG24 zugab. Kein Wunder, schließlich erfüllte er sich als Headliner bei "Channel Aid" nicht nur ein Lebenstraum, sondern bot auch dem Publikum zahlreiche Premieren.

Gleich drei noch nie zuvor gehörte Songs seines am 26. Januar erscheinenden Albums "Bitter Sweet Love" performte er am gestrigen Freitagabend live, darunter "My Favourite Pill" und "Trust Us".

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Sehr zur Freude seiner teilweise extra aus Großbritannien angereisten Fans spielte er aber auch Hits wie "Impossible" und "Rewrite the Stars". Dank der Begleitung durch das Lufthansa-Orchester mit "noch mal mehr Emotionen", wie der Sänger es selbst bezeichnete.

Zu Beginn war der Brite – der gerade von seiner Asien-Tour wieder nach Europa zurückgekehrt ist – etwas irritiert von dem sitzenden Publikum. "Ich bin das nicht gewöhnt", so Arthur schmunzelnd. Aber er musste sich auch gar nicht erst daran gewöhnen, denn schon beim zweiten Lied stand der ganze Saal und feierte den Mix aus Gänsehaut-Momenten und seinen mehr rockigen Nummern.

Tosender Applaus und Standing Ovations am Ende rundeten James Arthurs bisher "aufregendsten Konzertabend seines Lebens" ab.

Dank "Channel Aid" konnte sich James Arthur ein langersehnten Traum erfüllen: Live mit einem Orchester zu performen. Und dann auch noch mit dem renommierten Lufthansa-Orchester.
Dank "Channel Aid" konnte sich James Arthur ein langersehnten Traum erfüllen: Live mit einem Orchester zu performen. Und dann auch noch mit dem renommierten Lufthansa-Orchester.  © Christian Charisius/dpa

Fabian Narkus: "Nur ein Klick kann in Zukunft vielleicht Millionen Menschenleben ändern!"

Für Davina Michelle (28) und ihre Band war "Channel Aid" einer der ersten Auftritte außerhalb der Niederlande.
Für Davina Michelle (28) und ihre Band war "Channel Aid" einer der ersten Auftritte außerhalb der Niederlande.  © Franziska Krug/Channel Aid

Als Supporting Acts sind die niederländische Pop-Sängerin und YouTuberin Davina Michelle (28) sowie der spanische Sänger Leroy Sanchez (32) aufgetreten. Letzterer stimmte das Publikum mit ruhigen Singer-Songwriter und ebenfalls noch nie zuvor gehörten Songs ein.

Während Davina Michelle mit ihren energiegeladenen Popnummern die Gäste zum ersten Mal an dem Abend von ihren Sitzen lockte.

Später lief sie sogar noch singend durch die Reihen – sicher auch eine Premiere in dem sonst so Klassik verwöhnten Haus.

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Neben all den musikalischen Highlights stand natürlich auch weiterhin der gute Zweck des Events im Vordergrund alias der Livestream, der auf dem weltweit ersten YouTube-Charity-Kanal "Channel Aid" allein durch Klicks Spenden generiert.

"Das ist das Tolle daran, nur ein Klick kann in Zukunft vielleicht Millionen Menschenleben ändern", sagte Veranstalter und Ideengeber Fabian Narkus (33) am Freitag.

Steven Gätjen wird vielleicht der neue "Channel Aid"-Moderator

Steven Gätjen (51) war dieses Jahr zum ersten Mal zu Gast, will in Zukunft aber Teil der "Channel Aid"-Familie bleiben.
Steven Gätjen (51) war dieses Jahr zum ersten Mal zu Gast, will in Zukunft aber Teil der "Channel Aid"-Familie bleiben.  © Channel Aid

Sängerin Loi (21) war vergangenes Jahr als Voract und dieses Mal als Gast mit dabei. Zwar wurde sie eingeladen, aber sie hätte sich auch so ein Ticket gekauft, wie sie gegenüber TAG24 verriet: "Ich liebe James Arthur!"

Von ihrem Auftritt sei ihr besonders der "Sternenhimmel" aus den für jeden Gast bereitgestellten Leuchtarmbändern in Erinnerung geblieben, den auch die gestrigen Acts immer wieder begeistert erwähnten.

Und noch mehr Fans des britischen Sängers versteckten sich unter den zahlreichen Promi-Gästen: Steven Gätjen (51) verfolgt die Karriere James Arthurs beispielsweise seit dessen Gewinn bei "The X Factor" 2012.

Bei "Channel Aid" war der Moderator dieses Jahr zum ersten Mal zu Gast, fast hätte er das Charity-Event sogar statt seiner Kollegin Janin Ullmann (42) auch moderiert, wollte den Abend dann doch aber lieber privat genießen.

"Aber wenn Channel Aid mich in Zukunft noch mal fragt, bin ich natürlich gerne dabei", so Gätjen gegenüber TAG24, der auch ohne Moderation das Event unbedingt unterstützen wollte.

"Ich finde, das was Channel Aid macht sensationell, weil mir total wichtig ist, dass gerade in den Zeiten, in denen wir aktuell leben, wir als Gesellschaft mehr zusammenwachsen. Und Musik verbindet, gerade mit einem Künstler wie James Arthur, der selbst viele Dämonen über die Jahre besiegt hat. Keiner ist perfekt und das ist ja eigentlich das Schöne."

"Channel Aid" hat die Mitglieder von "Chance to Dance" enorm bereichert

Tanzschulen-Besitzer Thomas Narkus mit Mitgliedern von "Chance to dance", die sich dank "Channel Aid" jede Woche zum Tanzen treffen können.
Tanzschulen-Besitzer Thomas Narkus mit Mitgliedern von "Chance to dance", die sich dank "Channel Aid" jede Woche zum Tanzen treffen können.  © Madita Eggers/TAG24

Die durch die Werbung generierten Spendengelder gehen dieses Jahr unter anderem an soziale Projekte wie "Right to Play", bei dem weltweit Kinder mit spielbasierten Methoden gefördert werden oder "Chance to Dance", das Tanzkurse für Menschen mit Behinderungen anbietet.

"Channel Aid hat uns enorm bereichert, weil wir endlich mal Aufmerksamkeit generieren und man sieht ja wie die Leute strahlen über die Möglichkeiten, die sie sonst gar nicht leisten könnten!", sagte Tanzschulen-Besitzer Thomas Narkus gegenüber TAG24, der mit seiner Tanzgruppe selbst zu den Gästen zählte.

Am Ende war es ein Abend voller Premieren, der wohl vielen noch länger im Gedächtnis bleiben wird und der zum Glück dank des Livestreams festgehalten wurde.

Erstmeldung um 6.45 Uhr. Aktualisiert um 10.37 Uhr.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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