New York - Die endgültige Krönung einer traumhaften Saison: Alexander Zverev (29) hat seinen zweiten Grand-Slam-Titel gewonnen! Im Finale der US Open in New York schlug er Lokalmatador Ben Shelton (23) in vier Sätzen mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2.
Kurios: Nachdem der Hamburger nach 3:32 Stunden seinen ersten Matchball verwandelt hatte, wollte er sich im Arthur Ashe Stadium - der größten Tennisbühne der Welt - schon zum Return fertig machen. Nach einigen Sekunden erst realisierte er, dass das Match zu Ende war.
Zuvor hatte der 29-Jährige vom ersten Ballwechsel an gezeigt, dass es an diesem Tag nur einen Sieger geben konnte. Direkt im ersten Aufschlagspiel von Shelton holte sich Zverev das Break und brachte das US-Publikum damit sofort zum Verstummen.
Es folgte ein nahezu perfekter erster Satz des Olympiasiegers von 2021, der so gut wie keine Fehler machte. Nach 40 Minuten gelang ihm das zweite Break zum 6:3 und damit der Satzgewinn - durch einen Doppelfehler des US-Amerikaners.
Der zweite Satz verlief deutlich ausgeglichener, da nun auch Shelton seine Nervosität ablegen und zudem immer wieder das Heimpublikum anzünden konnte. Die Entscheidung musste daher im Tie-Break fallen, in dem Zverev schließlich sein bestes Tennis auspackte und seinem Gegner keine Chance ließ.
Alexander Zverev besiegt sein Trauma aus dem US-Open-Finale von 2020
Und anders als vor sechs Jahren im US-Open-Finale gegen Dominik Thiem (33), als der Deutsche eine 2:0-Satzführung noch aus der Hand gab, ließ sich Zverev dieses Mal den Titel nicht mehr nehmen.
Zwar gewann Shelton den umkämpfen dritten Satz mit 7:5, im darauffolgenden vierten Satz holte sich der 29-Jährige jedoch sofort das Break.
Mit der Führung im Rücken zeigte sich der Hamburger anschließend in den entscheidenden Momenten stabil und nervenstark, holte sich ein weiteres Break - und kurz darauf den Titel.
Zverev krönte sich damit zum ersten deutschen männlichen US-Open-Champion seit Boris Becker (58) 1989. Anfang Juni hatte er bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel geholt, ehe er auch in Wimbledon im Finale gestanden hatte - was für eine Saison des Deutschen.