Dieter Bohlen hat volles Verständnis für Gen-Z-Proteste: "Richtig, wenn euch der Kragen platzt!"

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Tötensen - Am Samstag gingen bundesweit mehr als 100.000 junge Menschen bei den Protesten der Initiative "Gen Z regelt" auf die Straße, um unter anderem für eine bessere Bildung und gegen eine Wehrpflicht zu demonstrieren. Zuspruch bekamen sie dafür von Dieter Bohlen (72).

Nach den bundesweiten Protesten der Gen Z am Samstag hat Pop-Titan Dieter Bohlen (72) volles Verständnis gezeigt.
Nach den bundesweiten Protesten der Gen Z am Samstag hat Pop-Titan Dieter Bohlen (72) volles Verständnis gezeigt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ja, meine Freunde, es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt und wenn ihr demonstrieren geht", verdeutlichte der Pop-Titan in einem Video, das er am Samstagabend auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichte.

Er selbst sei auch total gegen eine neue Wehrpflicht, unterstrich der 72-Jährige. "Warum? Ich habe sechs Kinder, die würde ich niemals in den Krieg schicken", betonte der Chefjuror von "Deutschland sucht den Superstar".

Bohlen weiter: "Ich bin neun Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geboren. Mein Vater ist mit 18 Jahren in den Krieg gegangen und sofort in Gefangenschaft gekommen, wäre fast gestorben. Wofür? Wofür sind diese Kriege gut? Für gar nichts! Und deshalb sollten wir alle dagegen sein."

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Auch dass die Jugend Angst um ihre Zukunft habe, könne er angesichts des Umgangs der Politiker mit den finanziellen Mitteln sehr gut nachvollziehen. "Wofür benutzen sie das Geld? Eben nicht, um das in die Schulen zu stecken, nicht um das in unsere Infrastruktur zu stecken", schimpfte der Musikproduzent.

Dieter Bohlen spricht jungen Demonstranten seine Solidarität aus

Dieter Bohlen appelliert an junge Menschen: "Wehrt euch dagegen"

Für junge Menschen hat der 72-Jährige den Rat, sich nicht alles gefallen zu lassen. (Archivfoto)
Für junge Menschen hat der 72-Jährige den Rat, sich nicht alles gefallen zu lassen. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wie marode die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland mitunter ist, habe er in der vergangenen Woche am eigenen Leib erfahren müssen, berichtete der frühere "Modern Talking"-Star.

"Ich war letzte Woche in Leverkusen und musste auf einer Autobahn mit dem Auto über eine Waage fahren, weil die Brücke so kaputt war. Das ist doch in so einem Land wie Deutschland unmöglich", wetterte das RTL-Urgestein.

Entsprechend bekundete er zum Abschluss des Videos noch einmal seine Solidarität mit den Demonstranten: "Wehrt euch dagegen, lasst euch nicht alles gefallen!", bekräftigte Bohlen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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