Drogenschmuggel-Vorwurf: Netflix-Star in Japan festgenommen
Okinawa (Japan) - Wirbel um Jeremy O. Harris (36): Der gefeierte Broadway-Autor und Schauspieler wurde bei seiner Einreise nach Japan am Naha-Flughafen in Okinawa festgenommen. In seiner Tasche war Crystal mit dem synthetischen Rauschmittel MDMA entdeckt worden.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurde der "Emily in Paris"-Darsteller bereits am 16. November festgenommen. Lokale Behörden berichteten aber erst in dieser Woche von dem Fall.
Ein Zollbeamter hatte an jenem Tag 0,78 Gramm Crystal in der Tragetasche des 36-Jährigen festgestellt, wie ein Sprecher des regionalen Zolls von Okinawa erklärte.
Harris wurde daraufhin umgehend wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das japanische Betäubungsmittelgesetz festgenommen. Am zurückliegenden Donnerstag wurde schließlich ein formelles Anklageverfahren gegen den US-Amerikaner eingeleitet.
Der Netflix-Star, der privat von Großbritannien via Taiwan nach Japan gereist war, soll sich indes nach wie vor in Untersuchungshaft in Tomigusuku befinden. Die Polizei teilte bislang nicht mit, ob er sich bezüglich des Schmuggelvorwurfs bislang schuldig bekannt hat.
Auch sein Team gab bislang keine Stellungnahme ab.
Jeremy O. Harris wurde durch "Slave Play" und "Emily in Paris" zum Star
Harris dürfte hierzulande vielen durch seine Rolle in "Emily in Paris" bekannt sein. Dort spielte er in mehreren Episoden an der Seite von Hauptdarstellerin Lily Collins (36) den aufstrebenden Designer Grégory Elliot Duprée.
Auch war er schon in "Gossip Girl" und einigen Filmen zu sehen und ist Co-Produzent mehrerer "Euphoria"-Folgen.
In den USA wird Harris aber vor allem als Autor gefeiert. Sein Stück "Slave Play" wurde jahrelang unter anderem am berühmten Broadway in New York aufgeführt und erhielt 2018 zwölf Nominierungen für den renommierten US-Theaterpreis Tony.
Welche Konsequenzen ihm nun drohen könnten, bleibt abzuwarten. Japan verfolgt eine rigorose Drogenpolitik. Bereits vermeintlich geringe Mengen können zu harten Strafen führen.
Titelfoto: CAROLE BETHUEL/NETFLIX

