Ex-BTN-Star Jan Leyk boykottiert die WM: "Der Blick in den Spiegel ist mir wichtiger"

Hamburg/Katar - Tausende tote Gastarbeiter, Menschenrechtsverletzungen, Korruption - mit dem 2:0-Sieg Ecuadors gegen Gastgeber Katar startete am gestrigen Sonntag die wohl umstrittenste Weltmeisterschaft aller Zeiten, die von vielen Fans boykottiert wird.

Ex-"Berlin Tag und Nacht"-Star Jan Leyk (38) boykottiert die Fußball-WM in Katar und kritisiert via Instagram alle, die das nicht tun.
Ex-"Berlin Tag und Nacht"-Star Jan Leyk (38) boykottiert die Fußball-WM in Katar und kritisiert via Instagram alle, die das nicht tun.  © Fotomontage: Instagram/leykenda

Auch Ex-"Berlin Tag und Nacht"-Star Jan Leyk (38) gehört zu denen, die das eigentliche "Fußballfest" nicht verfolgen wollen - in einem Statement auf Instagram hat er zudem alle kritisiert, die das Turnier unterstützen.

So schrieb er am Freitag zu einem Schwarz-Weiß-Foto, auf dem er eine Augenbinde trägt, dass die WM in Katar eine Veranstaltung sei, "die den moralischen Verfall der Menschheit besser offenbart denn je".

Weiter schrieb der ehemalige "Kampf der Realitystars"-Kandidat: "Jeder einzelne Teilnehmer, egal ob Fußballer, Funktionär, Sponsor oder sonstiges, trägt eine Mitschuld an all dem, was man des geheuchelten Anstandes wegen so 'kritisch' beäugt."

Christiane Hörbiger ist tot: TV-Zuschauer kennen sie aus ARD- und ZDF-Serie
Promis & Stars Christiane Hörbiger ist tot: TV-Zuschauer kennen sie aus ARD- und ZDF-Serie

Anschließend übte er harte Kritik. "Wann haben wir Menschen angefangen, vor einem 'NEIN' wegzulaufen? Wann wurden Werte, Ethik, Anstand und Stolz zu negativen Eigenschaften?", schloss er.

Seiner Meinung nach könne jeder "Nein" sagen und alle potenziellen Teilnehmer "hätten es von Tag eins tun müssen", so der Hamburger. "Das Resultat wäre ein wirkliches, ein wahrhaftiges Zeichen gewesen", unterstrich er zudem.

Jan Leyk findet in Instagram-Statement klare Worte für die Fußball-WM in Katar

Reality-TV-Star Jan Leyk kritisiert die "Inkonsequenz" der Gesellschaft

Eine bunte Kapitänsbinde oder ein "Human Rights"-T-Shirt seien schließlich keine "Du kommst aus dem Gefängnis frei"-Karte, verdeutlichte der 38-Jährige, und ergänzte: "Sie sind lediglich das Sinnbild der Inkonsequenz unserer Gesellschaft."

Abschließend bekräftigte er, "nicht eine Sekunde" der Weltmeisterschaft verfolgen zu wollen - den konkreten Grund für diese Entscheidung lieferte er sogleich hinterher.

"Der Blick in den Spiegel ist mir wichtiger, als die banale Unterhaltung auf Kosten von Menschenleben und Menschenrechten", stellte er klar und fügte die Hashtags "pfuifa", "werhinschautschautweg" sowie "ichkannneinsagen" hinzu.

Titelfoto: Fotomontage: Instagram/leykenda

Mehr zum Thema Promis & Stars: