Gegen Hass im Netz: "Affe auf Bike" fordert mehr Menschlichkeit

Timmersiek/Norwegen - Reisebloggerin Ann-Kathrin Bendixen (26), besser bekannt als "Affe auf Bike", hat ein selbstgeschriebenes "Poem" auf Instagram geteilt und ließ ihre Community tief in ihre Gefühlswelt blicken.

Ann-Kathrin Bendixen (26) ließ ihre Follower an ihrer Gefühlswelt teilhaben.  © Screenshot/Instagram/affe_auf_bike

Das Thema ihrer Poesie: Hass im Netz. "'Wenn du morgen nicht mehr aufwachst, wird sich für niemanden was ändern' und irgendwo zwischen tausend Hassnachrichten habe ich angefangen, mich zu fragen, ob das stimmt", begann die Reise-Influencerin ihr Video.

Immer wieder wurde die Weltbummlerin mit Hasskommentaren auf Social Media konfrontiert. Sie sei ausgelacht, verfolgt, erpresst, bedroht und kaputt geredet worden. "Und trotzdem wollte die Welt da draußen immer zuerst wissen, was ich falsch gemacht habe", erklärte die 26-Jährige.

Dabei habe es Momente gegeben, wo die ehemalige "Let's Dance"-Teilnehmerin erst zu spät merkte, dass es nicht um Aufmerksamkeit, sondern um Macht gehe.

Promis & Stars "Gesicht wacht erst um 9 Uhr auf": Supermodel macht Erkrankung öffentlich

Zudem hätten Männer sie Sachen gefragt, die man mich nicht fragen sollte: "Und ich war jung genug um nicht zu verstehen, dass es falsch ist, aber alt genug, um zu spüren, dass etwas in mir drin wehtut."

Anzeige

"Affe auf Bike" hält an ihrem inneren Kind fest

Die Reisebloggerin erklärte, dass sie an ihrem inneren Kind festhalten würde.  © Screenshot/Instagram/affe_auf_bike

Die Leute da draußen würden sagen, dass das nur ein paar Worte wären. "Doch ein Teil von mir blieb das Kind, das daran zerbrach", sagte die Reise-Influencerin.

Ann-Kathrin führte weiter aus, dass Menschen ihr geschrieben hätten, sie wüssten, wo ihre Eltern wohnen oder ihr den Tod wünschten. In der Zeit habe sie sich selbst zwischenzeitlich verloren. Irgendwann würde man sich wie "Content" und nicht mehr wie ein Mensch fühlen, sagte die 26-Jährige.

Ihrer Meinung nach würde Hass Individualität bestrafen. "Ich halte so ein bisschen an meinem inneren Kind fest, weil ich das Gefühl habe, das ist der einzige Ort, an dem ich noch wirklich ich bin."

Promis & Stars "Let's Dance"-Star hat es satt! Christina Hänni räumt mit nervigem Gerücht auf

Sie erklärte, dass man Hasskommentare nicht herunterspielen sollte, weil dieser eine Kommentar das Fass zum Überlaufen bringen könnte und bewirke, das man denkt: "Ist die Welt wirklich besser ohne mich?"

Ihr Fazit und gleichzeitige Aufforderung an alle: "Ein bisschen mehr Menschlichkeit im Internet könnte mehr verändern, als wir denken."

Mehr zum Thema Promis & Stars: