Kiel - Grüne-Politikerin Aminata Touré (33) ist entsetzt über die Aussagen des Bundeskanzlers zur aktuellen Debatte um Gewalt gegen Frauen.
Nach Collien Fernandes' (44) öffentlicher Anzeige gegenüber Ex-Mann Christian Ulmen (50) wegen "virtueller Vergewaltigung" sowie der daraus entstandenen Debatte um Gewalttaten gegenüber Frauen im Internet hielt sich der Bundeskanzler lange bedeckt.
Als Friedrich Merz (70) sich nun schließlich zu Wort meldete, konnte Touré seine Worte kaum fassen und gab ein Statement dazu auf Instagram ab.
In einem Reel mit der Unterschrift: "Was ist los mit dem Bundeskanzler?" gab die stellvertretende Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein ihre Meinung kund.
Seit Tagen machen Frauen sowohl online als auch auf der Straße auf das Thema aufmerksam, sagte sie. Diese Frauen machen alle deutlich, das diese Gewalt stattfindet.
"Wir sprechen alle sehr deutlich an, dass das alle Männer betrifft und dass alle Frauen davon Opfer werden können", sagte die Grüne-Politikerin.
Touré ist fassungslos über die Aussagen des Bundeskanzlers
"Und dann haben wir einen Bundeskanzler, der sich tagelang nicht dazu äußert und dem nichts Besseres einfällt, außer daraus eine Debatte zu machen, dass das vor allem Männer mit Migrationsgeschichte sind", erklärte Touré sichtlich aufgebracht.
Gleichzeitig machte sie deutlich: "Da fragt man sich schon: Wie verantwortungslos kann man eigentlich sein in so einer Debatte, wenn man sich das erste Mal dazu meldet?"
Aminata Touré reagierte darauf mit Unverständnis: "Ich bin echt fassungslos darüber, dass man so was in so einer Debatte in so einer Zeit als Kanzler von sich gibt und überhaupt nicht checkt, welche Rolle man hat."
Eigentlich solle man die Gesellschaft als Bundeskanzler zusammenführen und schauen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Frauen ausreichend vor Gewalt zu schützen, so Touré abschließend.