Ein Leben für die Kunst: Guido Maria Kretschmer philosophiert mit deutschem Maler

Hamburg - In der neuesten Folge seines Podcasts "feinstoff" hatte Guido Maria Kretschmer (60) den zeitgenössischen Künstler Norbert Bisky (55) zu Gast.

Guido Maria Kretschmer (60) spricht mit dem deutschen Maler Norbert Bisky (55) über das Künstlerdasein in seinem Podcast "feinstoff".
Guido Maria Kretschmer (60) spricht mit dem deutschen Maler Norbert Bisky (55) über das Künstlerdasein in seinem Podcast "feinstoff".  © Screenshot/Instagram/guidomariakretschmer

Für Guido sei Norbert Bisky "der schönste Maler Deutschlands", begann der Modedesigner seine Podcastfolge. Bisky ist in Leipzig geboren und in Berlin aufgewachsen, wo er noch heute lebt.

Seine Kunstwerke malt Bisky mit Öl, was heutzutage "komplett aus der Zeit gefallen ist" wie der Modedesigner feststellte. Trotzdem würde er etwas Modernes mit seiner Kunst innerhalb dieser alten Tradition erschaffen.

"Wir müssen nicht alles neu erfinden, also unsere Vorfahren waren keine Idioten, viele haben ganz tolle Sachen gemacht, aber wir können da was Neues zu beitragen", so der Künstler. Doch Bisky malt nicht nur auf Leinwänden: Er hat schon Bühnenbilder gestaltet und Schuhe entworfen.

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Laut Guido hat der Künstler viele Ähnlichkeiten mit seinem Mann Frank, der auch Maler ist. "Manchmal denk’ ich, ich hätte den Norbert auch heiraten können, weil du ganz viele Ähnlichkeiten mit meinem Frank hast", erzählte der Designer lachend.

Guido könnte ohne Partner leben, aber nicht ohne Freunde

Norbert Bisky (55) hat sein Atelier in Berlin, wo er auch lebt.
Norbert Bisky (55) hat sein Atelier in Berlin, wo er auch lebt.  © Carsten Koall/dpa

Außerdem zog der Modedesigner noch einen weiteren Vergleich, denn auch Bisky lebe nicht das klassische Familienleben. Gerade deswegen seien Freunde für Guido etwas Elementares. "Ich glaube man könnte ohne Partner leben, das kriegt man schon hin, aber ohne Freunde ist es schwierig. Das ist glaube ich in unserem schwulen Leben, muss man auch mal sagen, eine ganz wichtige Einstellung", führte der Hamburger weiter aus.

Guido habe früh gemerkt, dass er sich durch Freunde eine Familie aufbaue, da "das klassische Ding mit 12 Kindern und Ehefrau" nicht sein Weg war. Auch Bisky hätte irgendwann gemerkt, dass er "sozusagen nicht 'in the middle of the road' gehen" würde.

Für den Künstler bedeutete das, er habe sein Leben selbst in der Hand: Mit wem man Zeit verbringen möchte. "Das ist ja eine große Freiheit und eigentlich etwas ganz Tolles, also ich habe es eher irgendwie als Geschenk verstanden", so der Maler.

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Guido verdeutlichte allerdings, dass durch so einen Lebensweg auch eine "Art von Reproduktion" wegfalle. "Manchmal denke ich, wie schade das man das irgendwie nicht kann. Also nicht das ich jetzt eine Sehnsucht nach Kindern gehabt hätte", erklärte der Modedesigner. Er würde nur den Gedanken schön finden, selbst etwas weiterzugeben.

Bisky findet: Alle sollten wieder anfangen selbst zu malen

Gleichzeitig hätte man mehr Zeit sich um seine Leidenschaft, wie zum Beispiel seine Kunst zu kümmern und könne dadurch etwas hinterlassen. Bisky versuche beides: "Ich versuche auf der einen Seite tolle Beziehungen zu Leuten aufzubauen und auf der anderen Seite sind da die Bilder, dadurch kann ich wie in einer Flaschenpost Dinge hinterlassen."

Der Künstler möchte dazu animieren, dass alle wieder selbst ins Gestalten kommen. Als Kinder hätten alle selbst Bilder gemalt. "Die Freude etwas herzustellen ist so großartig. Also ich liebe das, deshalb mache ich das so gerne und das hat nichts mit Preisen oder mit Erfolg zu tun", erklärte Bisky.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/guidomariakretschmer

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