Kurz vor "Bares für Rares": Horst Lichter wollte alles hinschmeißen
Köln - Fernsehmoderator Horst Lichter (64) erlebte einen schweren Schicksalsschlag, der ihn fast zum Karriere-Aus trieb.
Der 64-Jährige, der heute vor allem durch "Bares für Rares" bekannt ist, erzählte im Podcast von Barbara Schöneberger (52) von einem persönlichen Tief, das seinen größten TV-Erfolg fast verhindert hätte.
Denn während Horst schon in den 90ern als Fernseh-Koch riesige Erfolge feierte, spielte sich hinter den Kulissen ein ganz anderes Drama ab: Seine Mutter bekam Krebs.
"Als ich meine Mutter begleitet habe, beim Entdecken des Krebses bis zum Tod, da war ich die Monate bei ihr", erinnerte er sich. Für ihn eine Phase, die ihn viel Zeit und Kraft kostete.
Das Showgeschäft rückte für Horst in dieser Zeit in den Hintergrund. Sogar so weit, dass er einen radikalen Schlussstrich ziehen wollte: "Danach habe ich gesagt: Das ist jetzt gut, ich kündige alles!"
Und er machte Ernst: Gleich fünf TV-Jobs warf er hin. Nur die Idee einer neuen Trödelsendung ließ ihn nicht los.
Ausgerechnet "Bares für Rares" beschert Horst den großen Erfolg
Damals ahnte noch niemand, dass die Trödelshow "Bares für Rares" sich zur erfolgreichsten Sendung im Nachmittagsprogramm des ZDF entwickeln wird. Stattdessen wurde das Konzept offenbar vom Sender selbst skeptisch beäugt.
"Horst, komm! Trödel funktioniert nicht im Fernsehen", soll ein ZDF-Verantwortlicher damals zu dem Moderator gesagt haben. Der blieb aber stur und glaubte an seine Idee.
Die Entscheidung zahlte sich aus: 2013 ging "Bares für Rares" an den Start und wurde schnell zum absoluten Dauerbrenner im deutschen Fernsehen. 2019 wurde sie sogar mit dem deutschen Fernsehpreis prämiert.
Heute ist die Show Kult, und Lichter längst wieder obenauf. Neben seiner TV-Karriere lebt er sein Leben unter anderem als Feuerwehrmann in Dormagen, gemeinsam mit seiner Frau Nada.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

