Influencerin Laura verspricht: "Es juckt Dich irgendwann nicht mehr"
Kassel - "Es juckt Dich irgendwann nicht mehr, versprochen!" Mit diesen Worten wendet sich Politik-Influencerin Laura Strutzke (21) in ihrem jüngsten Instagram-Reel an alle reichen und sehr reichen Menschen unter ihren Zuhörern - denn sie fordert, dass Millionäre und Milliardäre höher besteuert werden!
"Es geht nicht darum, Reiche arm zu machen", ergänzt die im nordhessischen Kassel aufgewachsene 21-Jährige. "Ihr seid danach immer noch reich", spricht Laura direkt zu den Angehörigen der obersten paar Prozent der Vermögenshierarchie.
Zudem unterstellt die Influencerin, dass viele dieser reichen und sehr reichen Personen "gar kein Gefühl für Geld" hätten: "Ganz ehrlich, ob Du 40 Millionen hast oder 35 Millionen", das würden die Betroffenen einer höheren Besteuerung von hohen Vermögen gar nicht merken.
Doch für die Gesellschaft mache es einen beträchtlichen Unterschied, denn durch das Geld, das etwa mit einer wieder aktivierten Vermögenssteuer eingetrieben würde, könne beispielsweise öffentliche Infrastruktur erneuert und ausgebaut werden.
Ebenso könnte dieses Geld in öffentliche Bildungsangebote oder das Gesundheitssystem investiert werden.
"Und das ist so wichtig! Ja, auch wenn Du reich bist, ist das wichtig, also, Du willst ja auch eine gute Infrastruktur in Deinem Land haben, in dem Du lebst", mahnt Strutzke.
Laura Strutzke: "Wenn Reichtum und Kapital sich verfestigen, dann verfestigt sich auch Macht"
Laura spricht in dem am Dienstagabend veröffentlichten Clip aber auch darüber, dass immer weiter anwachsende Vermögen von Einzelpersonen irgendwann zu einem Problem für demokratisch verfasste Gesellschaften würden.
"Denn wenn Reichtum und Kapital sich verfestigen, dann verfestigt sich auch Macht", betont die Politik-Influencerin.
Sie erinnert an die politischen Umtriebe von Elon Musk (54, der Besitzer der Plattform "X").
Auch der Skandal um die Epstein-Akten sei ein gutes Beispiel für die unheilvolle Verknüpfung von extremem Vermögen und Macht: "Wenn wir die Demokratie ernst nehmen, dann müssen wir Reichtum begrenzen."
Neben der Vermögenssteuer, die in Deutschland nie abgeschafft, sondern 1997 formal nur ausgesetzt wurde, nennt Laura Strutzke auch eine höhere Erbschaftssteuer als ein probates Mittel, um die Anhäufung von Reichtum zu beschränken.
Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/werdetlautmitlaura

