Nach Suff-Fahrt in Leipzig: Katja Krasavice akzeptiert Strafe - Fall trotzdem noch nicht abgeschlossen

Von André Jahnke

Leipzig - Knapp neun Monate nach einer Alkoholfahrt hat die Rapperin Katja Krasavice (29) den Strafbefehl dazu weitestgehend akzeptiert. Der Anwalt der Sängerin habe den Einspruch nur noch auf die Höhe der Tagessätze beschränkt, wie ein Sprecher des Amtsgerichts Leipzig auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Katja Krasavice (29) wurde dabei erwischt, wie sie betrunken Auto fuhr.  © Bildmontage: Screenshot/instagram/@katjakrasavice

Somit ist die 29-Jährige rechtskräftig wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verurteilt, lediglich die Höhe der von ihr zu zahlenden Strafe ist noch offen.

Ende Mai vergangenen Jahres war die Sängerin mit ihrem Auto durch Leipzig gefahren und von der Polizei kontrolliert worden. Dabei wurde ein Blutalkoholwert von 1,28 Promille festgestellt.

Das Amtsgericht Leipzig erließ einen Strafbefehl in einer unteren sechsstelligen Höhe und verhängte eine Führerscheinsperre von zehn Monaten. Da Krasavice dagegen zunächst Einspruch einlegt hatte, sollte der Fall an diesem Freitag in einer öffentlichen Sitzung verhandelt werden. Dazu kommt es nun nicht mehr, der Termin wurde aufgehoben.

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Über die Höhe der Tagessätze kann der zuständige Richter am Amtsgericht im Beschlussverfahren entscheiden, hieß es weiter. Dafür wird in der Regel das Einkommen mithilfe von Belegen überprüft. Der zehnmonatige Führerscheinentzug ist den Angaben zufolge auch rechtskräftig.

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Ermittlungen gegen Krasavice wegen falscher Verdächtigung laufen weiter

Die Rapperin musste vorerst ihren Führerschein abgeben.  © Bildmontage: Screenshot/instagram/@katjakrasavice

Krasavice hatte wenige Tage nach der Polizeikontrolle auf TikTok berichtet, dass sie in Leipzig angetrunken am Steuer erwischt wurde.

In dem TikTok-Video hatte die Rapperin zudem schwere Vorwürfe gegen die Leipziger Polizei erhoben. Demnach soll einer der an der Kontrolle beteiligten Polizisten ihr auf ihre Handynummer eine private Sprachnachricht geschickt haben.

Angeblich wollte sich der Mann privat mit ihr treffen und über den Fall reden. Nach Angaben der Leipziger Polizei wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines möglichen Datenschutzverstoßes eingeleitet.

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Die Ermittler gehen inzwischen aber davon aus, dass die Geschichte erfunden ist. So hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung eingeleitet. Im Oktober waren die Wohnung von Krasavice in Berlin und von ihrer Mutter in Leipzig durchsucht worden.

Laut Berliner Staatsanwaltschaft wurde das Handy der Rapperin beschlagnahmt. Später folgte im Zuge der Ermittlungen auch bei ihrem Manager in Berlin eine Durchsuchung.

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