Konnte nicht so weitergehen: YouTuber Liont wies sich selbst in Psychiatrie ein

Hamburg - Als "LiontTV" (33) war er einer der größten deutschen YouTuber in den 2010er-Jahren. Nach der Trennung von Dagi Bee (31) zog er sich zurück.

Liont (33) berichtete bei "deep und deutlich" darüber, dass er keine unbeschwerte Kindheit hatte.  © Screenshot: YouTube/deep und deutlich

In dem Format "deep und deutlich" sprach "Liont" mit bürgerlichen Namen Timoteo Micael Gonzalez Gonzalez offen über seine schwierige Kindheit.

Seine Mutter brachte ihn mit 18 Jahren auf die Welt und war mit der Situation überfordert. "Sie hat immer zuerst auf sich geschaut, bevor sie auf ihre Kinder geschaut hat", sagte Liont.

Alle paar Jahre hatte seine Mutter demnach einen neuen Partner und sie zogen um. Für Liont bedeutete das vor allem eins: Kein stabiles Umfeld, keinen Halt und keine Sicherheit zu haben.

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"Ich hatte nie ein richtiges Zuhause, weil wir alle drei bis vier Jahre umgezogen sind." Schon früh hatte er das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein und entwickelte eine Zwangsstörung.

Mit zehn Jahren begann er eine Angst vorm Teufel zu entwickeln oder hatte Angst davor, jemanden zu verletzen. "Wenn zum Beispiel eine Gabel auf dem Tisch lag, hatte ich Angst, dass ich die nehme und jemanden damit absteche", erzählte der 33-Jährige.

Zusätzlich hatte er auch Angst davor, sich selbst etwas anzutun oder einfach die "Luft anzuhalten und zu sterben".

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Liont wies sich selbst in die Psychiatrie ein

Der YouTuber ist heute froh, dass er sich Hilfe gesucht hat.  © Screenshot/Instagram/lionttv

Damals ging seine Mutter zwar mit ihm zum Kinderarzt, doch eine konkrete Diagnose bekam er nicht. Ärzte rieten seiner Mutter, sich mehr um ihr Kind zu kümmern, dann würden die Ängste "von allein weggehen".

Erst als Liont schon über 18 Jahre alt war, kümmerte er sich selbst darum: "Weil es einfach nicht weggegangen ist: Ich habe dann Panikattacken, Zwangsgedanken und Depressionen entwickelt." Irgendwann wurde es so schlimm, dass er sich selbst in die Psychiatrie einweisen ließ.

"Da fing es an, dass ich das einigermaßen aufarbeiten konnte. Vorher habe ich mich nie damit beschäftigt, was eigentlich in mir drin passiert", erklärte Liont.

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In der Psychiatrie merkte er, dass dort "ganz normale Menschen" waren, die sich nur endlich Hilfe holen.

"Es hat mir extrem geholfen, wenn ich nicht darein gegangen wäre, wüsste ich nicht, ob ich das alles überlebt hätte", so Liont abschließend.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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