Krebs bei "Die Nanny"-Star: Deshalb hat Fran Drescher keine eigenen Kinder
New York City (USA) - In der 90er-Kultserie kümmerte sich Fran Drescher (68) als "die Nanny" mit viel Liebe und Humor um "ihre" Kinder. Im echten Leben blieb ihr die Mutterrolle aus einem traurigen Grund verwehrt.
Dem Promi-Magazin "People" verrät die 68-Jährige, dass bei ihr im Alter von 42 Jahren Gebärmutterhalskrebs entdeckt wurde.
"Ich hatte es zwei Jahre lang, und acht Ärzte haben es falsch diagnostiziert. Plötzlich hatte ich eine Hysterektomie, eine vollständige Entfernung der Gebärmutter, und mir wurde gesagt, ich könnte nie Kinder bekommen. Zack, bumm", erinnert sich Drescher an die schreckliche Zeit.
In jungen Jahren habe die Schauspielerin noch gar nicht daran gedacht, trotz Ehe eine eigene Familie zu gründen.
Doch diese Einstellung sei nach der Trennung ihres Ex-Manns Peter Marc Jacobson (68) im Jahr 1999 ins Wanken geraten: "Ich war mit einem Mann zusammen, der 16 Jahre jünger war als ich und zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich: 'Ich könnte seine Kinder bekommen.'"
Von der Schauspielerei zum Aktivismus: Fran Drescher setzt sich für Betroffene ein
Nach der Krebsdiagnose zerschlug sich die Vorstellung vom Nachwuchs. "Ich lasse mir nicht gern vorschreiben, was ich darf und was nicht, deshalb war das ein harter Schlag", erzählt Drescher.
Aufgeben war für die Amerikanerin aber nie eine Option: "Stattdessen habe ich ein Bestseller-Buch darüber geschrieben, die Organisation 'Cancer Schmancer' gegründet und bin zur Botschafterin für öffentliche Diplomatie im US-Außenministerium für Gesundheitsfragen geworden."
Im US-Bundesstaat Washington setzte sich die Seriendarstellerin für ein Gesetz ein, das die Aufklärung über gynäkologische Krebserkrankungen sichert. 2007 trat das Gesetz in Kraft.
"Ich habe tatsächlich ein Gesetz in Washington mit einstimmiger Zustimmung durchgebracht. [...] Ich wurde in alle unsere verbündeten Nationen geschickt, um dort zu sprechen - auch zu unseren Militärstützpunkten, weil die Angehörigen des Militärs, insbesondere Frauen, nicht auf Krebs untersucht werden", so Drescher.
Titelfoto: Evan Agostini/Invision via AP/dpa

