"Am Boden": Luke Mockridge soll sich in Nervenklinik befinden

Köln – Nachdem die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Luke Mockridge (32) immer lauter geworden waren, hatte der Komiker die Reißleine gezogen und war von jetzt auf gleich aus der Öffentlichkeit verschwunden. Nun soll er sich laut Aussagen eines Freundes in einer Nervenklinik befinden.

Luke Mockridge (32) sah sich im September unzähligen Hassnachrichten gegenüber und verschwand aus der Öffentlichkeit.
Luke Mockridge (32) sah sich im September unzähligen Hassnachrichten gegenüber und verschwand aus der Öffentlichkeit.  © Henning Kaiser/dpa

Mockridges Ex-Freundin und Komikerin Ines Anioli (35) hatte den 32-jährigen Entertainer wegen versuchter Vergewaltigung bereits vor Monaten angezeigt. Mehrfach soll er sie sexuell bedrängt haben, sagt sie. Die Anklage wurde jedoch fallen gelassen – Aussage gegen Aussage.

Der enorme Hass, dem Mockridge plötzlich gegenüberstand, wurde ihm Bild-Aussagen zufolge offenbar zu viel. Wie die Zeitung berichtet, soll sich der Komiker darum seit mehr als einem Monat in einer Nervenklinik in Nordrhein-Westfalen befinden. Ärzte sollen sich dort "intensiv psychologisch" um ihn kümmern.

Was dran ist an den Gerüchten, soll offenbar ein Freund von Mockridge wissen. Gegenüber Bild habe er gesagt: "Luke versteht die Welt nicht mehr, ist psychisch komplett am Boden. Dieser unglaubliche Hass, vor allem aus dem Internet, zerstört ihn. Er empfindet es als eine Art Hexenjagd."

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Anioli hatte bei Instagram und in Podcasts mehrfach von einem Ex-Freund gesprochen, der für ihr Trauma verantwortlich sein soll. Immer wieder wurde vermutet, dass Mockridge der Mann hinter diesen Anschuldigungen und Grenzüberschreitungen sein könnte.

Nach einem Spiegel-Interview mit Anioli, in dem auch andere angeblich von Mockridge angegangene Frauen zu Wort kamen, geriet der Komiker dann vollends in den Fokus der Öffentlichkeit.

Ines Anioli teilt Teile des "Spiegel"-Interviews bei Instagram

Luke Mockridges Statement kam nicht bei allen gut an

Mockridge befindet sich weiterhin in seiner "Auszeit"

Ines Anioli (35) sprach offen über das, was man ihr angetan haben soll. Andere Frauen bestätigten Aniolis Aussagen, indem sie von ihren Erfahrungen mit Entertainer Luke Mockridge sprachen.
Ines Anioli (35) sprach offen über das, was man ihr angetan haben soll. Andere Frauen bestätigten Aniolis Aussagen, indem sie von ihren Erfahrungen mit Entertainer Luke Mockridge sprachen.  © Montage: Screenshot/Instagram/inesanioli

Die in Berlin lebende Moderatorin wurde für ihren Mut gelobt, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen und über das Erlebte zu sprechen.

Zeitgleich erreichten Mockridge immer mehr Hassnachrichten. Sein Sender Sat.1 hielt auch nach einem kontrovers diskutierten Statement weiterhin zu dem 32-Jährigen. Doch die Feindseligkeiten nahmen zu und plötzlich wurden alle Shows mit Mockridge abgesagt.

Im September veröffentlichte der Sprössling von Ex-"Lindenstraße"-Star Bill Mockridge (74) und Kabarettistin Margie Kinsky (63) dann ein letztes schriftliches Statement, in dem er angab, seine "Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern" zu wollen.

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Was in der Nacht auf den 19. März 2019 wirklich passierte, wissen schlussendlich nur Mockridge und Anioli. Fakt ist, dass die Vorwürfe heftigste Diskussionen hervorriefen und vermutlich weiterhin auslösen werden.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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