Marlene Lufen über Kündigungswelle bei RTL und Prosieben: "Viele Tränen geflossen"

Berlin - RTL und ProSiebenSAT.1 haben zuletzt zahlreiche Stellen abgebaut. Doch wie drastisch ist die Situation wirklich? Marlen Lufen (55) spricht Klartext.

Marlene Lufen (55) ist seit 1997 als Moderatorin für das "Sat.1‑Frühstücksfernsehen" tätig.  © Henning Kaiser/dpa

"Ganz viele Kollegen in Köln bei RTL und ganz viele von meinen Kollegen von ProSiebenSAT.1 haben ihren Job verloren", erklärt die "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin in ihrem Podcast "M wie Marlene".

Laut der 55-Jährigen geht es um mehrere hundert Stellen. Sie erzählt, dass bei vielen Kollegen "Tränen geflossen" seien.

Unter den Betroffenen sind auch Mitarbeiter, die seit 20 Jahren oder länger für die Unternehmen tätig waren. "Die wissen gar nicht, wo nochmal ein Job wäre, für den sie sich bewerben könnten", schildert sie die dramatische Lage.

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Die beiden großen privaten deutschen Sender begründen den geplanten, teils bereits umgesetzten, Stellenabbau mit der geplanten digitalen Neuausrichtung ihrer Unternehmen.

Neben dem Personalabbau hat RTL auch beliebte TV-Formate gestrichen. So sollen "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" voraussichtlich ab Mai 2026 eingestellt werden.

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Expertin warnt: Viele verlieren das Vertrauen in sich selbst

Kristine Capek, Headhunterin, sprach mit Marlene über den aktuellen Arbeitsmarkt.  © Instagram: marlenelufen

Auch Lufens Gesprächspartnerin Kristine Capek, Headhunterin, teilt ihre Einschätzung und spricht ebenfalls von einer "dramatischen" Zäsur auf dem Arbeitsmarkt.

Es betreffe nicht nur die Medien-Branche, meint die Expertin. "Wenn man jahrelang erfolgreich war, man verliert den Job, man schreibt hunderte Bewerbungen und es kommt kaum ein Bewerbungsgespräch rein (...). Ich weiß, dass Menschen dann anfangen an sich zu weifeln", so Capek.

Darum ihr eindringlicher Appell: "Wir versuchen, viel zu sachlich da ranzugehen. Wir müssen die Menschen abholen, die im Arbeitsmarkt sind."

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Vor wenigen Wochen fand RTL-Moderatorin Annett Möller (47) bereits ehrliche Worte. Ihr sei jetzt schon "das Herz schwer", wenn sie an das bevorstehende Ende der beliebten Morgenformate denke.

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