Eiskunst-Spektakel mit Max Giesinger bei "Holiday on Ice": Was ihn besonders beeindruckt

Hamburg - Licht an, der mit Strass-Steinen besetzte Filmprojektor läuft – und Action: "Holiday on Ice" entführt mit seiner neuen Show "Cinema of Dreams" in die Welt großer Kino-Blockbuster. Mit dabei auf dem Eis: Sänger Max Giesinger (37). Bei der Hamburg-Premiere am Freitag stand der Wahl-Hanseat gleich zweimal mit den 37 internationalen Eiskunstläufern auf dem Eis. TAG24 traf den Musiker zwischen den beiden Shows am Nachmittag und Abend.

Zu Max Giesingers "Wenn sie tanzt" legen die Profis Emmanuelle Proft und Nicolas Nadeau ein romantisches Duett aufs Eis.
Zu Max Giesingers "Wenn sie tanzt" legen die Profis Emmanuelle Proft und Nicolas Nadeau ein romantisches Duett aufs Eis.  © Martin Miseré

"Die Stimmung eben war schon mal super", so der Musiker, der seit zehn Jahren in der Hansestadt lebt. "Man merkt, dass die Leute wissen, dass ich einer von ihnen bin. Das ist gefühlt sogar ein Heimvorteil." Inzwischen bestehe selbst seine DNA, wie er selbst sagt, "zu 50 Prozent aus Hamburg".

Der erste Auftritt in der Hansestadt habe sich deutlich anders angefühlt als seine allererste Show mit "Holiday on Ice" in München. "Da war natürlich noch alles ungewohnt, aber jetzt bin ich richtig drin und das fühlt sich gut an."

Für Giesinger ist die traditionsreiche Show Neuland, sowohl als Zuschauer als auch als Teil des Ensembles: "Ich habe so etwas noch nie gemacht und wusste nicht, was mich erwartet." Heute sei er froh zugesagt zu haben: "Es ist ein echtes Abenteuer und eine Ehre, Teil dieses Riesenkonstrukts zu sein."

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Besonders beeindruckt zeigt sich der Sänger von der Größe und Präzision der Inszenierung. "Es ist krass, diese ganze Show um sich herum zu haben. Hier macht einer einen Backflip, dort passiert wieder etwas anderes – alles ist komplett durchgetaktet und extrem professionell." Vor allem die Belastung für das Ensemble habe ihn überrascht: "Die machen teilweise drei Shows am Tag. Wenn man sieht, was die da leisten, ist das schon echt beeindruckend."

Der 37-Jährige ist bei ausgewählten Terminen der Deutschlandtour als Special Guest dabei. Nach Hamburg folgen noch Auftritte in Berlin und Köln. In der Show ist er zweimal zu sehen: Im ersten Akt singt er seinen Song "Butterfly Effect", im zweiten Akt interpretiert er seinen Hit "Wenn sie tanzt" allein am Klavier in einer Akustik-Version.

Er selbst trägt keine Schlittschuhe, wie er TAG24 verriet. "Ich habe Spikes an den Schuhen, damit ich nicht übers Eis schlittere". Ganz kalt lässt ihn die Eisfläche aber nicht: "Ich hätte schon mal Lust, zehn Minuten ein paar Runden zu drehen. Pirouetten aber lieber nicht, allein wegen der Gelenke."

Weiter geht es für Max Giesinger bei Holiday on Ice am 20. Februar in Berlin und am 20. März in Köln.
Weiter geht es für Max Giesinger bei Holiday on Ice am 20. Februar in Berlin und am 20. März in Köln.  © Martin Miseré
Neben klassischen Elementen wie Pirouetten, Hebefiguren und Sprüngen geht es bei "Cinema of Dreams" auch spektakulär in die Luft.
Neben klassischen Elementen wie Pirouetten, Hebefiguren und Sprüngen geht es bei "Cinema of Dreams" auch spektakulär in die Luft.  © Morris MacMatzen/Holiday on Ice

"Cinema of Dreams" ist eine Hommage an große Kino-Blockbuster

Die Szene zu dem fiktiven Film "Day of the Dead".
Die Szene zu dem fiktiven Film "Day of the Dead".  © Morris Mac Matzen/Holiday on Ice

Aber auch ohne den prominenten Gast lohnt sich die neue Show allemal. Inhaltlich geht es um drei Freunde – eine Schauspielerin (Alina Urushadze), ein Regisseur (Andrii Kokura) und ein Kameramann (Jeremie Panyanouvong) –, die gemeinsam Karriere machen und mehrere erfolgreiche Filme produzieren.

Die Inszenierung ist dabei eine klare Hommage an große Kino-Blockbuster, mit Anleihen an Filme wie "Dune" oder "The Last Samurai".

Neben der sportlichen Leistung der Eiskunstläufer ist vor allem das opulente Bühnenbild ein echter Hingucker: Ein Kino im Stil der Goldene Zwanziger wird im Laufe der Show renoviert und verwandelt sich mithilfe integrierter Leinwände immer wieder neu. Passend zu Film, Genre und Stimmung. Insgesamt fährt die Produktion dafür 31 Tonnen Requisiten und rund 300 Kostüme auf.

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Besonders eindrucksvoll ist die Solo-Performance von Andrii Kokura zu Benson Boones "Beautiful Things", die auch ohne viele Effekte überzeugt. Ebenfalls im Gedächtnis bleibt die Szene zu dem Film "Day of the Dead", wenn sich plötzlich ein riesiger Totenschädel aus der Kinokulisse erhebt – gesteuert von zwei ganz in schwarz gekleideten Eiskunstläufern.

Noch bis Sonntag gastiert "Holiday on Ice: Cinema of Dreams" im Rahmen der Deutschlandtour in der Hamburger Barclays Arena, danach geht es für die gesamte Produktion weiter nach Bremen. Tickets gibt es unter holidayonice.com.

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