Oliver Pocher nach Amoklauf von Hamburg: "Die Situation des Täters ist mir bekannt"

Köln - So ernst hat man Oliver Pocher (44) selten erlebt! Der Comedian hat sich am Freitagnachmittag mit offenen Worten über den schrecklichen Amoklauf in Hamburg vom gestrigen Donnerstag geäußert und seine eigenen Erfahrungen als Ex-Mitglied der Zeugen Jehovas geteilt.

In einem knapp dreiminütigen Statement meldete sich Oliver Pocher am Freitagnachmittag zu Wort.
In einem knapp dreiminütigen Statement meldete sich Oliver Pocher am Freitagnachmittag zu Wort.  © Montage: Instagram/Screenshot/Oliver Pocher

Mit finsterer Miene und ernsten Worten meldete sich der 44-Jährige am Nachmittag bei seinen 1,7 Millionen Followern, um über den Amoklauf in Hamburg zu sprechen.

Sichtlich ergriffen und um Worte ringend fiel es dem sonst so lockeren und flapsigen Comedian scheinbar schwer, nur wenige Stunden nach der Tat die richtigen Worte zu finden. "Mein herzliches Beileid an alle, die da betroffen sind und diese schreckliche Tat mit ansehen mussten."

Was war geschehen? Gegen 21 Uhr am Donnerstagabend fielen im Hamburger Stadtteil Groß Borstel gleich mehrere Schüsse eines Amokläufers, der es auf zahlreiche Mitglieder der Zeugen Jehovas im Kaiserreichssaal abgesehen hatte.

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Binnen Minuten machten sich Einsatzkräfte der Polizei auf den Weg zum Tatort. Auch der Ehemann von Amira Pocher (30) schien angesichts der blitzschnellen Reaktion des Spezialkommandos überwältigt und ergriffen.

"Da muss man einmal ganz großen Respekt an die Polizei aussprechen, deren Terrorkommando ja innerhalb von vier Minuten da sein konnte. Sonst hätte es noch viel mehr Tote gegeben", fasste Oli nüchtern zusammen.

Oliver Pocher berichtet von eigenen Erfahrungen bei den Zeugen-Jehovas

Auch über seine Zeit bei den Zeugen Jehovas verlor der Comedian ein paar Worte.
Auch über seine Zeit bei den Zeugen Jehovas verlor der Comedian ein paar Worte.  © Montage: Instagram/Screenshot/Oliver Pocher

Für den Ex-Sidekick von Showmaster Harald Schmidt (65) ist die Tat besonders erschütternd. Denn der 44-Jährige war selbst jahrelang Mitglied der Zeugen Jehovas. "Die Situation des Täters ist mir ja bekannt. Der Umgang mit Ausgeschlossenen ist da sehr rigoros. Trotzdem ist das kein Grund für so eine Tat", schilderte Oli.

Bis zu seinem 18. Lebensjahr war der fünffache Vater Teil der Glaubensgemeinschaft, ehe er schließlich für sich selbst entschied, dem Ganzen den Rücken zu kehren. "Ausgeschlossene werden schon isoliert und das ist eine schwierige Situation", berichtete er.

Trotz der langjährigen Erfahrung und Einblicke, die der Comedian hinter den religiösen Kulissen sammeln konnte, bleibt er aber auch ein Tag nach dem Amoklauf fassungslos zurück. "Der Täter war ja scheinbar auch in der Lage, sich legal eine Waffe zu organisieren. Und davon hat er ja dann auch leider Gebrauch gemacht."

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Wie so viele erhofft sich auch der 44-Jährige, dass es in Zukunft keine Nachahmer geben wird und dass das Grauen vom Donnerstagabend ein schrecklicher Einzelfall bleiben wird. "Da kann man abschließend nur noch einmal ein herzliches Beileid an alle Familien ausrichten."

Titelfoto: Montage: Instagram/Screenshot/Oliver Pocher

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